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Torchwood: Kein Zurück (Fanfiction)

Kein Zurück

Worte: 966
Inhalt: "Eine falsche Entscheidung und es gab kein Zurück mehr für alle, die zufällig in der Nähe waren. So viele Menschen sind gestorben oder mussten den Schmerz der Konversion ertragen, die Tatsache, zu diesen ... Monstern zu werden. Ein Todesurteil.“
Charaktere: Ianto Jones, Jack Harkness
Pairing: Jack/Ianto, Ianto/Lisa (angedeutet)
Rating: R
Spoiler: Cyberwoman / Doctor Who: Army Of Ghosts
Setting:
vor Cyberwoman
Anmerkungen:
Geschrieben für jack_ianto_las  und den Prompt "Arrogance diminishes wisdom".
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


Die Schreie, die durch die Korridore von Torchwood 1 hallten, waren das Schlimmste, was Ianto jemals gehört hatte. Sie waren ein Ausdruck von Schmerz, Horror und dem Wissen, dass der Tod – oder etwas schlimmeres – nah war.

Und dort, in einer der Konversionseinheiten, war Lisa, ihr Körper blutig, die Tränen auf ihren Wangen versetzten ihm einen Stich und ihre Schreie ... jemand packte seine Schultern und zog ihn zurück an eine unnachgiebige Brust. Er war an der Reihe! Er wollte nicht sterben, er wollte Lisa nicht verlassen, er wollte nicht eines dieser Monster werden. Er stieß das Cyberwesen hinter ihm zurück, doch seine Arme wurden ergriffen und festgehalten und da es keinen anderen Ausweg gab, schrie er, wie alle anderen auch. Hände drehten ihn grob herum und sein Gesicht wurde gegen die Brust des Cyberwesens gedrückt, aber ... sie war nicht aus Metall. Sie fühlte sich an wie Haut, sie roch nach Mensch ...


… Iantos Schrei verstummte und er öffnete die Augen. Keuchend ließ er den Albtraum hinter sich und fand den Weg zurück in die reale Welt. Lippen berührten seine schweißfeuchte Stirn, Hände versuchten ihn zu beruhigen. Er konnte nicht anders, als den anderen Körper näher zu ziehen, sich nach menschlicher Berührung sehnend, nach dem Geruch von Lisas Shampoo – Vanille und Kokosnuss – suchend, aber er fand ihn nicht. Stattdessen roch er Holz und Leder und eine männliche Stimme sagte: "Ein ziemlich schlimmer Albtraum.“

Erschrocken stieß er den Mann von sich und wich zurück, verwickelte sich in einer dünnen Decke und kauerte sich gegen die Wand hinter ihm. Es war beinahe dunkel, das einzige Licht kam von einem Loch in der Decke. Er befand sich in einem Bunker, dessen einzige Einrichtung das schmale Bett war, auf dem er saß, sowie ein Nachttisch und ein Schrank. Seine Erinnerungen kehrten langsam zurück. Er war sicher. Nicht mehr inmitten der Schlacht um Canary Wharf, sondern in Jacks Schlafzimmer in Torchwood 3.

"Schon okay“, sagte Jack und hob die Hände. "Du bist in Sicherheit.“ Er war nackt, ebenso wie Ianto. Instinktiv bedeckte Ianto seinen Schoß und vermied es, Jack anzusehen. Dann registrierte er den Geruch nach Sex, der in der Luft hing, und einen stumpfen Schmerz zwischen seinen Beinen. Er erinnerte sich plötzlich an einen Flirt, an Küsse, Jack hierher gefolgt zu sein – nicht zum ersten Mal – und dann Jacks geflüsterte Bitte "Ich will dich ficken", nicht das erste Mal geäußert, und er erinnerte sich, genickt zu haben ... zum ersten Mal.

"Ich bin's nur“, sagte Jack und Ianto bemerkte erleichtert, dass er inzwischen die zweite Decke um seine Hüften geschlungen hatte. "Nur ich und du“, sagte er beruhigend. "Hier sind keine Cyberwesen, Ianto.“

Zuerst wollte Ianto lachen, denn das entsprach nicht der Wahrheit – Lisa war im Keller –, doch dann schämte er sich dafür, dass er über sie als eine von ihnen dachte. Tränen stiegen ihm in die Augen, aber er zwang sie zurück. Das musste bedeuten, dass er den Halt verlor. Das einzige, vor dem er Angst gehabt hatte, seitdem Jack ihm drei Türen entfernt von Lisas Raum einen Handjob gegeben hatte, passierte – er verlor seine Bindung zu Lisa und an ihre Stelle trat langsam aber sicher Jack.

Jacks Hand berührte seine Wange und Ianto unterdrückte den Drang, zurückzuweichen.

"Besser?“, fragte Jack.

Ianto nickte.

Jack lächelte etwas. "Das war ein heftiger Albtraum.“

"Das passiert ab und zu. Du musst dir keine Sorgen um mich machen.“

"Muss ich schon“, antwortete Jack und sein Daumen streichelte Iantos Wangenknochen.

"Du bist nicht für mich verantwortlich. Das hast du selbst gesagt.“

"Na ja, das hat sich geändert, als du angefangen hast, für mich zu arbeiten. Ich nehme meine Verantwortung ernster als Torchwood 1.“ Seine Augen verdunkelten sich vor Wut. "Ich habe denen gesagt, die Geister wären ein schlechtes Zeichen, aber sie wollten nicht hören. Idioten. Sieh dir an, was sie getan haben: Über 700 Menschen sind tot und die Überlebenden fürs Leben gezeichnet.“

Ianto fühlte sich angegriffen. "Sie waren keine Idioten“, sagte er scharf. "Yvonne war brillant. Jeder, der an dem Projekt gearbeitet hat, war es.“

"Vielleicht waren sie brillant, aber sie waren auch zu arrogant, um auf ihren Instinkt zu hören und richtig hinzusehen.“ Jack stand auf und ließ die Decke fallen, um seine Hose anzuziehen.

Ianto sah auf den Wecker – es war beinahe sechs Uhr morgens. Er würde nicht mehr einschlafen können, also angelte er nach seiner Unterhose und zog sie unter dem Schutz der Decke an.

Jack seufzte tief und schüttelte den Kopf. "Entschuldige“, sagte er leise und Ianto, der inzwischen auf der Kante des Bettes saß und seine Socken anzog, blickte fragend zu ihm auf. Jack setzte sich neben ihn. "Ich lasse meine Wut auf Torchwood 1 wieder an dir aus.“ Er legte eine Hand in Iantos Nacken. "Es macht mich nur wütend. Eine falsche Entscheidung und es gab kein Zurück mehr für alle, die zufällig in der Nähe waren. So viele Menschen sind gestorben oder mussten den Schmerz der Konversion ertragen, die Tatsache, zu diesen ... Monstern zu werden. Ein Todesurteil.“ Er schüttelte den Kopf und kletterte die Leiter hinauf in sein Büro.

Ianto starrte zu Boden. "Kein Zurück“, murmelte er und schloss die Augen. "Nein. Es gibt eine Möglichkeit.“ Er nahm einen tiefen Atemzug. Er konnte Lisa helfen. Es gab ein Zurück. Dieser Wissenschaftler, Tanazaki, hatte seine E-Mail beantwortet und ihm versprochen, dass er helfen und nebenbei ihr Wissen über Cyberwesen revolutionieren könne. Ianto klammerte sich an dieses Versprechen. Alles würde in Ordnung kommen. Tanazaki war immerhin einer der intelligentesten und ehrenhaftesten Menschen, die er kannte, und er wusste, welches Risiko die Arbeit mit Cyberwesen barg ... er würde sicher kein leeres Versprechen machen, nur um seine Neugierde zu befriedigen.

Ein Stich des Zweifels grub sich in seine Fantasien einer glücklichen Zukunft mit Lisa. Ianto ignorierte ihn.


ENDE
04/11

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