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Stargate Universe: Angst (Fanfiction)

Worte: 450
Ausschnitt: Sie waren wieder da. Kalte Angst packte ihn.
Charaktere: Nicholas Rush, Tamara Johansen
Rating: PG
Spoiler: Mordverdacht, Weltraum, Uneins
Setting: während Uneins
Anmerkungen: Geschrieben für die Stargate Universe Challenge Community – Prompt #008: Angst
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Stargate Universe und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.


Nicholas Rush hatte sich noch nie so schwach gefühlt, sowohl körperlich als auch geistig. Seine Glieder fühlten sich an, als würden sie von Gewichten unten gehalten und seine Gedanken waren nur langsam. Seine Erinnerungen waren so bruchstückhaft, dass er sich nicht vorstellen konnte, wie er in diese Situation gelangt war – was für eine Situation es auch immer war. Seine Augenlider waren unendlich schwer. Er lag auf einem harten Untergrund, so viel konnte er feststellen. Sein Oberkörper war nackt und ihm war kalt. Um ihn herum waren Geräusche, merkwürdig verzerrt und dumpf. Vielleicht Stimmen. Vielleicht etwas anderes. Langsam durchzuckten Erinnerungen seinen Geist: Der Planet, das Raumschiff und Colonel Young … das Gefühl, zurückgelassen zu werden und allein zu sein. Auf die Uhr zu blicken und dann die kalte Realisierung, dass Destiny weg war. Sein Schiff war ohne ihn weg geflogen, unbekannten Zielen entgegen. Er erinnerte sich, das fremde Raumschiff geöffnet zu haben, an all die Kontrollinstrumente darin, die Datenbank in einer Sprache, die er nicht verstand … ein schneidender Schmerz in seiner Brust ließ ihn leise aufstöhnen und brachte die restliche Erinnerung zurück.

Sie waren wieder da. Kalte Angst packte ihn. Sie schnitten ihn wieder auf. Die letzte Operation war ein Schock gewesen, denn diese Wesen verstanden nichts von Anästhesie. Sie hatten ihn bewegungsunfähig gemacht und die Schmerzen waren betäubt gewesen. Aber er hatte das Bewusstsein nicht verloren. Er hatte alles mit angesehen und der Terror, erneut dazu gezwungen zu sein, schnürte ihm die Luftröhre zu.

Er wollte nicht, dass sie ihn anfassten, dass sie ihn aufschnitten und etwas in ihm zurück ließen, das nicht zu ihm gehörte. Nicht schon wieder. Er spannte die Muskeln an, wollte sich wehren, aufstehen, kämpfen … er stöhnte und drängte die Bewusstlosigkeit zurück und der Schmerz in seiner Brust zuckte durch seinen ganzen Körper. Was für ein Mittel sie auch immer verwendeten, die Wirkung ließ nach. Er richtete sich mühsam auf. ”Was macht ihr mit mir?” Seine Stimme klang rau, müde … ängstlich. Schatten bewegten sich über ihm, Hände drückten ihn runter – warm und vertraut … menschlich. Aus den dumpfen Geräuschen wurden Stimmen, aus den Schatten …

Lt. Johansen wirkte angespannt und sagte etwas, das Nicholas nicht verstand. Ehe er in die Bewusstlosigkeit zurück gezerrt wurde, sah er Chloes Augen … verängstigt, panisch und schockiert. Und er verstand, dass er zurück auf der Destiny war, ehe er das Bewusstsein verlor.

***

Lt. Johansen saß an seinem Bett, als er aufwachte. Sie lächelte. ”Alles gut überstanden”, sagte sie sanft, ”Das Ortungsgerät wurde zerstört.”

Und die Angst löste sich.


ENDE
JJ 04/10

Komplette Fanfiction Masterlist

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Comments

( 5 comments — Leave a comment )
artemis_neith
Apr. 28th, 2010 08:45 pm (UTC)
Oh ja, Rush auf dem OP-Tisch..., eine Horrorvorstellung und eine echte Ermutigung für diejenigen, die kurz vor einem Eingriff stehen und so etwas immer schon befürchtet haben!

Mit Deiner Beschreibung hast Du wieder einmal die Atmossphäre der Szene gut getroffen. Obwohl sie recht kurz war, hat sie doch in der Erinnerung festgesetzt. Man kann die Verwirrung und Angst, die sich in dem kurzen Satz ("What are you doing to me?") wiederspiegelt, sehr gut nachvollziehen.

Hast Du für deine Rückblende zu den netten blauen Wels-Aliens die kurze Bemerkung Mallozzis als Anregung auf die Frage, woher Rush wußte, daß er einen Peilsender eingepflanzt bekommen hat, verwendet?
(Joseph Mallozzis Weblog (26. April 2010): Answer - Any number of ways. Scenario #14: He awakens to find himself in an alien operating theater.  His body is numb yet he is awake and cognizant. He watches in horror as they slice him open and implant the device…")

Der letze Satz mit T.J die ihn nach dem Aufwachen beruhigt und versichert, daß der Sender entfernt ist, ist ein schöner Abschluß des kurzen Einblicks in diese 2 Minuten dauernde Szene aus Divided. (Und das obwohl sie auf ihn nach dem Coup vermutlich ziemlich sauer ist, aber zu ihren Patienten ist sie trotzdem immer freundlich, habe ich den Eindruck)
jolinarjackson
Apr. 29th, 2010 04:16 pm (UTC)
Dankeschön. :)

Während einer OP aufzuwachen, ist auch eine meine Horrorvorstellungen. Deswegen hat sich die Szene bei mir wirklich festgesetzt.

Die Story hat nichts mit Mallozzi zu tun. Tatsächlich existierte die Geschichte vor dem Blog-Eintrag, da ich sie vor dem 26. in der Challenge-Community posten "musste". Die Story hängt an diesem einen Satz "What are doing to me?". Ich fand's aber lustig, Mallozzis Blog zu lesen und meine Theorie bestätigt zu finden. :)
sacredclay
Oct. 11th, 2011 11:57 pm (UTC)
Is there an English version of this? It was rec by someone one GW forum.
sacredclay
Oct. 11th, 2011 11:59 pm (UTC)
Opps! Sorry, someone just sent me the link to the English version. :)
jolinarjackson
Oct. 12th, 2011 09:54 am (UTC)
:D No problem. I'm happy it was recced.
( 5 comments — Leave a comment )