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Torchwood: Abschied (Fanfiction)

Abschied

Worte: ~ 600
Inhalt: Am Abend vor Tag 4 haben Jack und Ianto sich etwas zu sagen.
Charaktere: Ianto Jones, Jack Harkness
Pairing: Jack/Ianto
Rating: PG
Spoiler: Wundmale, Kinder der Erde
Setting: vor Kinder der Erde - Tag 4
Warnungen: Erwähnung von Canon Character Deaths
Anmerkungen: Geschrieben für den jack_ianto_las-Prompt "Where do we go from here?". Da die Community aber im Tiefschlaf liegt, höre ich auf und poste. Passt auf meine 5_prompts-Challenge #3 – hey, you.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


Ianto öffnete die Hintertür der alten Torchwood 1-Lagerhalle und trat in die kalte Nachtluft hinaus. Es regnete stark und der Asphalt hatte sich von einer staubigen Fläche in einen nass schimmernden Platz verwandelt.

Ianto drückte sich an die Wand, vom Vordach vor dem Regen geschützt, jedoch nicht vor der kühlen Luft. Er zog die Schultern hoch und grub die Hände in die Taschen der Jogginghose. Er hatte Gwen und Rhys im Hauptraum der neuen Basis zurückgelassen, wo sie über Gwens Schwangerschaft diskutierten. Jack war schon vor einiger Zeit auf der Couch eingeschlafen, vollkommen erschöpft von seiner letzten Serie der Erstickungstode und deshalb ungestört von dem Gespräch. Ianto hatte das Verlangen nach frischer Luft gespürt und sich die Jogginghose und das T-Shirt angezogen, die Jack nicht mehr brauchte, um seinen Anzug – den einzigen, den er noch hatte – vor dem Regen zu schützen. Dann war er hierher gekommen.

Ianto drückte sich von der Wand weg und ging ein paar Schritte. Der Regen ließ seine Haare schon nach wenigen Sekunden schwer in seine Stirn hängen. Er schloss die Augen und nahm ein paar tiefe Atemzüge, die Ruhe nach der Aufregung der letzten Tage, den Geruch nach Regen und die Tatsache, einfach zu existieren genießend.

Er war nicht überrascht, nicht sehr, als er die Angeln der Tür quietschen hörte. Ein paar Sekunden später bereits legten sich zwei starke Arme um ihn und zogen ihn gegen einen Brustkorb zurück. Ianto ließ den Kopf auf Jacks Schulter fallen und drehte ihn zur Seite, um Jacks Geruch einatmen zu können: Pheromone und nasse Haut.

"So ein Zufall. Du auch hier?", flüsterte Jack in einem offensichtlichen Versuch, die Stimmung zu heben.

Ianto küsste seinen Hals. "Hallo", antwortete er.

"Bist du okay?", fragte Jack. "Du warst so ruhig während dem Essen."

Ianto seufzte. "Ich bin nicht okay", antwortete er. Jacks Lippen drückten sich beruhigend gegen seine Schläfe. Ianto erklärte: "Ich denke, das ist das Ende."

"Sag so etwas nicht", antwortete Jack. "Wir haben noch nicht verloren."

“Ach nein?", fragte Ianto ungläubig. Er drehte sich um und grub kurz das Gesicht in Jacks Halsbeuge, bevor er ihn ernst ansah. "Wir haben alles verloren. Tosh, Owen, Myfanwy und die Basis. Sie wollen uns umbringen. Wie auch immer diese ... Invasion enden wird – wir haben bereits verloren, Jack. Die Frage ist nur, wie viel wir noch verlieren werden. Alles ist anders und ... ich weiß nicht, wo uns das hinführen wird." Er war froh, dass es regnete. So konnte Jack seine Tränen nicht sehen.

Jacks Hand legte sich auf seine Wange. "Das ist nicht das Ende", sagte er, als ob er alles Schlechte nur mit diesen Worten vertreiben könnte.

Ianto schüttelte den Kopf und umschloss Jacks Gesicht mit den Händen. "Lass mich nur ... nimm nur für eine Minute an, dass es das ist." Er wartete auf einen Protest, aber Jack schwieg, also fuhr Ianto fort: "Wenn es das ist ... will ich, dass du weißt ... ich will ..." Er schloss die Augen und schluckte, drückte seine Hände gegen Jacks Schläfen, um das Zittern in ihnen zu unterdrücken. "Ich will dir sagen ... ich lie-"

Er wurde von Jacks Lippen auf seinen unterbrochen. Jacks Arme legten sich um seine Hüfte und zogen ihn näher. Er schmeckt nach Regen und Tränen. Ianto war nicht sicher, ob er seine eigenen Tränen schmeckte oder Jacks. Jack wirkte verzweifelt genug, um selbst zu weinen. Er lehnte seine Stirn gegen Iantos und starrte ihn an. "Sag das nicht." Seine Hand fuhr durch Iantos nasse Haare. "Es klingt nach Abschied. Das hier ist kein Abschied." Er schloss die Augen und drängte sich noch näher. "Ianto Jones", flüsterte er heiser, "das hier ist kein Abschied."

Ianto biss sich auf die Lippe und schüttelte den Kopf. "Trotzdem-"

"Ich weiß." Jack nickte, küsste Iantos Wange und erzwang ein Lächeln. "Ich weiß." Er nahm Ianto in den Arm. Ianto lehnte sich gegen ihn, atmete den Geruch des Mantels ein, im Regen so viel intensiver und etwas anders als sonst, da es ein neuer Mantel war.

Er fragte Jack nicht, ob er ihn auch liebte. Er hatte nicht den Mut dazu. Stattdessen genoss er nur Jacks Umarmung, ließ den Regen auf sich niederprasseln und fragte sich, was der nächste Tag bringen würde.


ENDE
07/11

Prompt Table
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