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Torchwood: Teamgeist (Fanfiction)

Teamgeist

Worte: ~ 2.100
Inhalt: Nachdem Jack sie alle verlassen hat, zieht Owen in eine neue Wohnung und Gwen sieht die perfekte Chance, die Moral zu stärken.
Charaktere: Owen Harper, Gwen Cooper, Toshiko Sato, Ianto Jones
Pairing: Jack/Ianto (hinted), Gwen/Rhys (hinted)
Rating: PG-13
Spoiler: Captain Jack Harkness, Das Ende aller Tage
Setting: Zwischen Season 1 und 2
Anmerkungen: Geschrieben für torchwood_fest und arnicas Prompt: Ich ziehe gerade um, also hätte ich gerne eine witzige Geschichte über einen Umzug. Ich hoffe, das hier gefällt dir.
Beta: Eleanor Harkness-Jones, danke!
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


Es geschah früh an einem Samstagmorgen. Sie fielen in seine Wohnung ein und übernahm die Kontrolle über sein Leben.

Owen stand in seinem Flur, noch in seiner Schlafanzughose, und rieb sich den Schlaf aus seinen Augen, während sein Team an ihm in seine Wohnung trat, mit Pappkartons und Entschlossenheit bewaffnet. Gwen führte sie an. "Okay, laut Toshs Instrumenten haben wir einen Tag ohne Riss-Aktivität vor uns. Also lasst uns anfangen."

"Was zum Teufel ...?", fragte Owen schließlich und schloss die Tür. "Ich war noch im Bett! Ich wollte ausschlafen."

"Das kannst du dir nicht erlauben, wenn du umziehst", erwiderte Gwen.

Ianto sagte: "Ich habe dich per SMS darüber informiert, dass wir um acht hier sein würden." Er hielt mehrere Kartons und trug das älteste T-Shirt, das Owen je gesehen hatte. Es hatte Farbflecken auf der Vorderseite, wie auch die Jeans an den Beinen, und Owen würde sich nicht wundern, wenn Ianto dieses Outfit speziell für Umzüge und Renovierungen in seinem Schrank verstaut hielt. Gwen und Tosh sahen ebenso vorbereitet aus, die Haare zurück gebunden und ihre Kleidung etwas lässiger als üblich.

Es sah nicht so aus, als könnte er dieser Sache entkommen. Zwar hatte er um Hilfe gebeten, aber er hatte angenommen, er könne das Kommando haben ...

"Ich habe keine SMS bekommen", sagte er übellaunig und griff sein Handy vom Couchtisch. Okay, da war die fragliche SMS, aber ... "Wann genau hätte ich die lesen sollen? Du hast die erst vor einer Stunde geschickt."

Ianto sah ihn etwas beleidigt an. "Eine Stunde ist ausreichend."

Gwen setzte die Kartons in ihren Händen ab. "Hör auf, dich zu beschweren, Owen. Wir sind jetzt hier, also lasst uns loslegen." Sie sah sich in seiner Wohnung um, als wäre sie nie hier gewesen. "Sollte nicht lange dauern."

"Es ist ein bisschen kahl", bestätigte Ianto.

Owen fühlte sich angegriffen und warf selbst einen Blick auf sein Wohnzimmer. Er hatte noch nie viele Möbel benötigt und ein paar seiner Kartons waren noch nicht ausgepackt – gefüllt mit Büchern, die er in den letzten Jahren nicht gebraucht hatte und ein paar von Katies Dingen, die er nicht ansehen wollte. Und ja, einige der Kartons dienten als Beistelltische, aber seine Wohnung hatte alles, was er brauchte. "Ich bin glücklich damit" , sagte er.

Tosh hob die Augenbrauen. "Dein Fernseher steht auf einem Pappkarton."

"Ich hatte nun Mal keine Zeit, Möbel einkaufen zu gehen."

"Du lebst seit Jahren hier."

Gwen nickte Ianto zu und er hielt Owen einen IKEA-Katalog entgegen, den er aus dem Nichts gezogen zu haben schien. "Such dir etwas aus. Wir helfen dir später, alles abzuholen."

Mit diesen Worten ließen sie ihn in seinem Wohnzimmer stehen und gingen in die Küche, um anzufangen.

***

Owen hatte eingesehen, dass er verloren hatte und eine Dusche genommen. Als er die Küche betrat, waren bereits mehrere Kartons gepackt und Gwen machte sich Notizen.

"Wo sind die anderen?", fragte Owen.

"Ianto ist im Schlafzimmer und Tosh im Wohnzimmer", antwortete sie.

Owen legte seine Hände auf die Hüften und seufzte tief. "Was kann ich tun?"

Gwen sah sich um. "Ah ... hilf mir, die Liste zu machen."

"Welche Liste?"

"Dinge, die du brauchst."

Owen runzelte die Stirn. "Ich brauche nichts."

Gwen sah zu ihm auf und fragte langsam: "Hast du einen Spritzschutz?"

Owen starrte sie ungläubig an. "Ich weiß nicht mal, was das ist."

"Du brauchst einen Spritzschutz, Owen!" Sie sah ihn an, als ob er verrückt war.

Owen schnaubte. "Wofür?"

"Damit nichts spritzt. Du brauchst so etwas einfach." Sie zögerte einen Moment, schien zu merken, dass ihre Argumente nicht die besten waren. Aber sie gab nicht auf. "Es ist eines der Dinge, die du vermisst, wenn du es brauchst."

"Ich würde euch jetzt gerne vermissen."

Gwen starrte ihn böse an, während Ianto aus dem Schlafzimmer zu ihnen stieß. "Ich weiß, was er nicht braucht."

Gwen grinste ihn an. "Kondome?"

"Nein, die kannst du eigentlich auf die Liste setzen."

Mit einem Nicken fügte Gwen sie ihrer Liste hinzu.

Owen verdrehte die Augen und murmelte: "Danke, das ist überhaupt nicht peinlich."

Ianto ignorierte ihn. "Ich meinte Pornos."

Owen starrte ihn ungläubig an. "Danke dafür."

Ianto sah ihn an, sein Gesicht vollkommen neutral, aber seine Augen zeigten Triumph. "Gern geschehen."

Owen und Ianto waren noch immer nicht ganz über den Vorfall mit dem Riss-Manipulator hinweggekommen. Es war schlimmer geworden, seit Jack sie verlassen hatte. Er war der letzte Puffer zwischen ihnen gewesen.

Da er das letzte Wort haben wollte, konnte Owen nicht umhin, zu erwähnen: "Ich kann nicht glauben, dass du das Wort 'Porno' in den Mund nimmst, ohne rot zu werden."

Gwen lachte leise. Entweder konnte sie die Spannung zwischen ihnen nicht sehen oder sie versuchte, sie zu lösen. "Owen, er hat mit Jack geschlafen. Ich glaube nicht, dass irgendetwas ihn jemals wieder dazu bringt, rot zu werden."

Ianto schenkte ihr ein Lächeln, das ein bisschen traurig schien, und sie berührte seinen Arm. Jack war ein schwieriges Thema für alle, aber Ianto schien besonders von seiner abrupten Abreise getroffen worden zu sein. Owen hatte fast Mitleid mit ihm ... fast.

Gwen atmete tief durch. "Wisst ihr, das hier ist großartig", sagte sie, versuchte offensichtlich, das Thema zu wechseln. "Es ist quasi eine Übung für unseren Teamgeist."

Mit diesen Worten ließ sie sie allein. Owen sah zu Ianto, der sich abwandte und ihr folgte. "Ja", murmelte Owen, "einfach toll."

***

Owen hätte nie gedacht, dass eine Couch so schwer sein konnte. Gwens besorgtes Gesicht und Toshs nicht sehr hilfreiche Anweisungen machten es nicht gerade leichter, das Ding durch das enge Treppenhaus nach unten zu bringen. "Nach rechts", sagte Tosh.

"Es gibt kein rechts, Tosh!", fuhr Owen sie an und versuchte, den Griff am unteren Ende der Couch nicht zu verlieren. "Rechts ist eine scheiß Wand!"

Ianto, der das obere Ende trug, stöhnte ungeduldig auf. "Wir müssen sie zur Seite kippen", sagte er.

Owen sah zu der engen Kurve, die sie nehmen mussten. "Im Ernst? Kippen? Das Ding ist schwer!"

"Was du nicht sagst!"

"Haltet die Klappe, alle beide!", schnappte Gwen. "Probiert es einfach."

Owen sah zu Ianto und Ianto zuckte mit den Schultern. Sie versuchten es.

Als die Couch über das Geländer und drei Stockwerke hinunter rumpelte, entfaltete Gwen ihre Liste. "Couch", sagte sie und fügte sie hinzu.

Owen starrte sie böse an.

***

"Wow!", sagte Tosh, als sie und Owen mit ein paar Kartons die neue Wohnung betraten. Owen war selbst etwas überrascht, als er sie das erste Mal seit seinem letzten Besuch vor ein paar Wochen wieder sah. Inzwischen war das Mobiliar des Paares, das vor ihm hier gelebt hatte, verschwunden. Die großen Fenster ließen reichlich Licht auf das helle Parkett des großen Wohnzimmers mit der Küchennische fallen. Owen würde es niemals zugeben, aber er hatte sich vom ersten Moment an in diese Wohnung verliebt. Gwen betrachtete die Wohnung mit einem breiten Lächeln.

Ianto sagte: "Das ist eigentlich ziemlich nett."

Owen sah ihn an. "Was hast du erwartet? Eine Höhle?"

"Nein, ich hatte nur keine Ahnung, dass es so schöne Wohnungen in dieser Nachbarschaft gibt." Er zuckte mit den Schultern. "Es war ein Kompliment."

"Okay", antwortete Owen widerwillig. "Danke."

Gwen stand an einem der Fenster und starrte auf die belebte Einkaufsstraße drei Stockwerke unter ihnen hinunter. "Wow, Owen, das ist eine wirklich tolle Wohnung. Nicht, dass die alte Wohnung schlecht war ..."

Er schüttelte den Kopf. "Ich weiß, was du meinst." Er seufzte. "Ich habe mich dort nicht mehr wohl gefühlt. Ich wollte etwas … das etwas einladender ist, schätze ich."

Tosh fragte: "Lässt du dich etwa häuslich nieder?"

Als er sie ansah, senkte sie den Blick und wandte sich ab, um die Küchennische näher zu betrachten. Owen seufzte tief. "Vielleicht."

***

"Hast du das vor?" fragte Gwen, während sie ein paar Kartons hinauftrugen.

Owen machte eine Pause auf dem Treppenabsatz und drehte sich zu ihr um. "Was?"

"Dich häuslich niederlassen."

Er zuckte mit den Schultern und wandte sich ab, um weiter zu gehen. "Wie gesagt: Vielleicht." Er lächelte schief. "Ich glaube nicht, dass es funktionieren wird – der Job ist im Weg."

"Warum nicht?" fragte Gwen. "Ich habe Rhys."

Owen blieb vor seiner Tür stehen und drehte sich zu ihr um. "Nur, weil du ihn schon vor Torchwood hattest."

Gwen starrte ihn einen Moment nachdenklich an, dann setzte sie ein entschlossenes Gesicht auf. "Nun, das hört jetzt auf. Wir alle brauchen ein Leben."

"Du kannst Notfälle nicht vorhersagen oder kontrollieren", meinte Owen.

"Nein, aber ich kann dafür sorgen, dass wir nicht alle ständig in der Basis sind. Wir etablieren einen Schichtplan." Ihre Augen leuchteten begeistert auf. Sie alle wussten, was dieser Ausdruck auf ihrem Gesicht bedeutete: Er sagte ihnen, dass sie überzeugt von ihrer Idee war und niemand würde sie davon abbringen können. Jack hatte diesen Blick gehasst.

Owen konnte nicht sagen, dass er ihn mochte. "Ein Schichtplan?"

Sie blickte ihn an, als wäre er schwer von Begriff und fuhr fort: "Es müssen doch nur zwei Leute tagsüber in der Basis sein und nur einer in der Nacht. Wenn es eine große Riss-Spitze gibt, können die anderen dazu geholt werden, aber wir hatten solche Notfälle in letzter Zeit eher selten. Tosh denkt, dass die Vernichtung von Abaddon den Riss wieder beinahe ganz geschlossen hat." Sie seufzte und sah ihn ernst an. "Ich möchte, dass wir alle eine Chance auf ein Privatleben bekommen. Für Torchwood zu arbeiten sollte das nicht ausschließen."

Sie sah ihm in die Augen, als würde sie ihn herausfordern, sich darüber lustig zu machen, aber er lächelte nur. "Ich mag die Idee."

"Wirklich?"

"Ja. Wirklich." Er zwinkerte ihr zu. "Schau dich an – du wirst eine richtig gute Anführerin."

Sie wurde rot.

***

Owen hatte einen Seufzer der Erleichterung ausgestoßen, als endlich alle Kartons oben angekommen waren. Sie hatten zu Mittag gegessen und jetzt packten Gwen und Tosh in der Küchennische aus, während Owen und Ianto gezwungen worden waren, zusammen die Möbel aufzubauen. Owen glaubte, dass Gwen diese Kombination mit voller Absicht gewählt hatte, um ihm und Ianto über ein paar der Hindernisse in ihrer Beziehung zu helfen. Und nach drei Stunden des gemeinsamen Verzweifelns an einem Bücherregal funktionierte das auch.

"Okay", sagte Owen, als sie endlich fertig waren, "eine Schraube ist übrig." Er deutete auf die kleine Plastiktüte auf dem Boden, in der die Schraube sie durch ihre bloße Anwesenheit verspottete.

Ianto sah das Regal misstrauisch an. "Das kann nicht sein. Wir haben es so zusammengesetzt, wie es sein sollte."

"Und doch ..." Owen hielt die Schraube hoch.

Ianto drückte eine Handfläche gegen das Regal. "Scheint stabil zu sein."

Sie sahen einander an, dann warf Owen die Schraube in den Plastiksack, den sie in einer Ecke verwendeten, um den Müll zu sammeln. Er wandte sich wieder Ianto zu, die Hände auf den Hüften. Gleichzeitig sagten sie: "Erledigt."

***

Owen tat alles weh. Vorne und hinten, vom Kopf bis zu den Zehen. Er stöhnte auf und lehnte sich auf der Couch zurück. "Ich glaube, ich muss mir morgen freinehmen", sagte er müde. Er sah sich in der Wohnung um, nun komplett eingerichtet und gefüllt mit seinen Sachen. Dann sah er zum Team, das um den Couchtisch saß. "Danke für die Hilfe."

Gwen gähnte. "Gern geschehen."

Tosh und Ianto nickten. Sie wurden still und alle schienen auf einen Scherz zu warten, der nie kam. Plötzlich wurden sie sich des Lochs bewusst, das Jack in die Gruppe gerissen hatte. Ein unbehagliches Schweigen entstand, während alle an dasselbe dachten und keiner von ihnen bereit war, es zuzugeben.

Owen seufzte tief. "Auf Teamarbeit", sagte er leise und hob seine Bierflasche.

Gwen hob ihre. "Auf Freundschaft."

Tosh tat es ihnen nach. "Auf Torchwood."

Alle blickten zu Ianto, der einen Moment zögerte und dann sagte: "Auf Jack Harkness."

Owen nickte. "Wo auch immer der Idiot gerade steckt." Sie tranken darauf. Owen seufzte tief und sah zu seinem Fenster auf die nächtliche Stadt. Dann wandte er sich wieder an das Team. "Also", sagte er, "Jack ist nicht hier, also kann er nicht wirklich etwas sagen, aber ich denke, ich weiß, was er jetzt vorschlagen würde: Wer ist für Strip-Poker?"

Gwen trat ihm gegen das Schienbein.


ENDE
05/12


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