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Der Faden der Ariadne – 9/15

Worte: ~ 30.000
Inhalt: Nach einem Unfall im Archiv landen die Torchwood-Agenten Jack und Gwen in einer alternativen Dimension, wo sie unerwartet auf die Warehouse 13-Agenten Artie und Claudia treffen, die ebenfalls dort gestrandet sind. Um sie zu retten, müssen die Organisationen zusammenarbeiten: Ianto und Rhys fliegen nach South Dakota, während die Gestrandeten sich einem tödlichen Feind gegenüber sehen.
Charaktere: Jack Harkness, Gwen Cooper, Claudia Donovan, Arthur Nielsen, Ianto Jones, Steve Jinks, Rhys Williams, Myka Bering, Pete Lattimer, Leena, Mrs. Frederick, Trailer, OCs
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys, Pete/Kelly Hernandez (angedeutet), Artie/Vanessa Calder (angedeutet)
Rating: PG-13
Spoiler: Die Braut, die vor nichts graut, Wundmale / Doctor Who: The Sound Of Drums
Setting: nach Wundmale
Crossover: Warehouse 13
Crossover-Setting: nach Lovesick
Crossover-Spoilers: Spielt in der dritten Staffel von Warehouse 13, also sind Charakter-Spoiler selbstverständlich! Aber ich verrate nichts über den wirklich spannenden Handlungsbogen. :)
Warnungen: Erwähnung von Canon Character Death
Beinhaltet: Canon Slash
Anmerkungen: Das hier ist das Produkt eines Traumes. Und dann dachte ich, dass die beiden Serien gut zusammenpassen würden. Also passierte das hier.
Beta: larsinger29 und EmrysofWriting, danke. :)
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und Warehouse 13 und die in ihnen vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.


Kapitel 8
Der Faden der Ariadne Masterlist

***
***


9.



Sie waren alle außer Atem, als sie das Büro erreichten. Claudia drehte sich im Kreis und blickte alle Gänge hinunter, aber der Minotaurus war nicht zu sehen. Noch nicht. Sie rieb sich den Bauch, wo der Hunger Löcher in ihren Magen zu graben schien … und sie war durstig.

Jack, der irgendwie zum Anführer ihrer kleinen Gruppe geworden war, stemmte die Hände auf die Hüften. ”Okay, wir haben sicher nicht viel Zeit”, sagte er und blickte zu den Fenstern des Büros auf. “Wie kommen wir da hoch?”

Claudia blickte zwischen dem Balkon und einem der nahen Regale hin und her. ”Springen?”, schlug sie vor.

Jack verzog das Gesicht. ”Zu riskant. Es ist zu weit weg.”

”Das ist es nicht. Ich kann es schaffen.”

Artie ließ sie mit einem mahnenden Blick verstummen. ”Er hat Recht.”

Claudia runzelte die Stirn. ”Ich bin schnell und ich kann weit springen.”

”Als du das das letzte Mal gemacht hast, wärst du beinahe gestürzt.”

”Da ging es nur um Zentimeter! Das hier ist etwa derselbe Abstand. Ich bin schnell, ich bin leicht – ich kann das.”

Jack starrte sie nachdenklich an, als würde er ihre Optionen abwägen.

Claudia hob die Augenbrauen. “Wir haben keine andere Wahl. Das Ding könnte jeden Moment wieder auftauchen.“

Gwen sah sich um. “Ich frage mich, warum er noch nicht da ist.“

Artie machte ein nachdenkliches Geräusch. “Wenn das ein Spiel ist … vielleicht gibt er uns dann einen Vorsprung.“

Claudia nickte. “Das sollten wir ausnutzen.“

Jack schien unentschieden. Gwen legte eine Hand auf seinen Arm. ”Jack? Ich könnte es versuchen.”

Er schüttelte den Kopf. ”Ich denke noch immer, wir sollten nach einem anderen Weg suchen. Das ist ziemlich hoch. Wenn einer von uns fällt, dann wäre das katastrophal.”

Ein tiefes Grollen hallte durch das Warehouse. Sie sahen sich um, aber der Minotaurus war nirgendwo zu sehen. Claudia stieß die Luft aus. ”Okay, die Zeit läuft ab.” Sie begann, auf eines der Regale zu klettern.

Nur eine Sekunde später schloss sich Arties Hand um ihren Knöchel. ”Was glaubst du, was du da tust?”

”Ich springe.”

”Hör auf. Sofort.”

Sie ignorierte ihn und schüttelte Arties Hand ab, kletterte höher.

”Claudia”, sagte Jack mit strenger Stimme.

“Ihr steht nur herum, obwohl wir schon auf dem Weg nach Hause sein könnten.“ Sie rutschte ab, aber schaffte es, sich festzuhalten.

“Okay, das reicht“, sagte Jack. Das Regal schwankte und als sie hinunterblickte, sah sie, dass Jack ihr folgte. Sie konnte nicht weiterklettern und hielt sich fest.

Es war Gwen, die einschritt. ”Jack, stopp! Es ist instabil.”

”Claudia”, sagte Artie.

Sie erreichte die Oberfläche und stand auf. Sie konnte den Minotaurus sehen, der langsam näher kam, als wollte er ihnen Zeit geben und dann einschreiten, wenn sie Fortschritt machten … und sie stolperte, als das Regal wieder schwankte. Wütend starrte sie zu Jack hinunter. ”Hör auf damit!”

Er verengte die Augen und sprang runter. ”Du weißt besser, was du tust.”

Sie lächelte. ”Tue ich das je?” Sie ging ein paar Schritte zurück, um einen längeren Anlaufweg zu haben. Dann warf sie einen letzten Blick auf den Minotaurus. Er war stehengeblieben und beobachtete sie neugierig. Als wollte er sehen, was sie tat. Sie sah wieder um Büro, holte tief Luft und rannte los.

In der Sekunde, in der ihre Füße sich vom Regal abstießen, wusste sie, dass sie es nicht schaffen würde. Ihr Oberkörper knallte gegen die Kante des Balkons und sie rutschte ab. Ihre Finger hakten sich in den Gitterboden und stoppten ihren Fall. Sie versuchte, sich hochzuziehen, ignorierte die besorgten Rufe der anderen. Sie schaffte es nicht. Die Schritte des Minotaurus kamen näher.

”Verdammt!”, schrie sie. “Was mache ich jetzt?”

Jacks Stimme drang zu ihr hoch. ”Lass los, wir fangen dich!”

Sie hörte Artie schnauben. ”Bist du verrückt? Sie könnte sich den Hals brechen.”

”Es ist wahrscheinlicher, dass sie gelähmt bleibt.”

Claudia verdrehte die Augen. ”Seid ihr mit der Diskussion fertig!?”

”Lass dich fallen!”, sagte Jack.

Claudia schloss die Augen, versuchte es, aber ihre Finger bewegte sich nicht. ”Ich kann nicht.”

Gwens Stimme klang ruhig und gesammelt. ”Du musst! Der Minotaurus ist unterwegs hierher. Claudia, du musst loslassen. Jack fängt dich auf.”

Sie hörte Jack etwas murmeln.

”Was ist mit Munition?”, fragte Gwen.

”Das ist alles, was wir haben. Also … nur im Notfall.”

Claudia stieß die Luft aus, versuchte so, die Angst loszuwerden. ”Okay … okay.”

”Braves Mädchen”, sagte Jack.

Claudia verdrehte die Augen. “Ich bin alt genug, um zu trinken“, murmelte sie.

”Lass los!”

Sie schloss die Augen und ließ los.

In den Armen von jemandem zu landen war schmerzhafter als sie gedacht hätte, aber Jack war tatsächlich sehr gut darin. Er stolperte zurück gegen ein Regal, aber er ließ sie nicht fallen.

”Wow”, sagte sie.

”Ich habe viel Übung im Auffangen von Frauen”, antwortete er mit einem Grinsen und setzte sie ab. Claudia konnte nicht anders, als zu bemerken, wie gut er roch. Er nahm ihre Hand. ”Lasst uns verschwinden.”

Sie rannten los und sogar Artie hatte keine Probleme, mit ihnen Schritt zu halten. Gwen blieb mit Jacks Waffe immer hinter ihnen und behielt den Minotaurus im Blick. Claudia bezweifelte jedoch, dass der Revolver ihnen helfen würde.

“Okay“, sagte Jack und blieb plötzlich stehen.

Sie blickten alle zum Minotaurus zurück. Er war stehen geblieben und sah ihnen misstrauisch nach.

Jack grinste triumphierend. ”Er bewacht das Areal um das Büro. Sonst nichts.”

Gwen nickte zustimmend und gab Jack seinen Revolver zurück. ”Der Faden muss dort oben sein.”

Claudia lehnte sich an ein Regal und holte tief Luft.

“Bist du okay?“, fragte Artie besorgt.

Sie nickte. “Ja, nur ein paar blaue Flecken.“

Er lehnte sich näher, seine dunklen Augenbrauen streng zusammengezogen. “Das war äußerst dumm.“

“Ich habe vom Besten gelernt“, erwiderte sie und lächelte ihn an. Artie verdrehte die Augen. Claudia lehnte den Kopf zurück und starrte an die Decke. Langsam beruhigte sich ihr Herzschlag und sie entspannte wieder. Eine Bewegung aus ihrem Augenwinkel erschreckte sie jedoch und sie drehte rasch den Kopf … und erstarrte. ”Steve”, sagte sie. Die anderen blickten zu ihr und dann in die Richtung, in die sie starrte. Da war Steve und ein weiterer Mann. Sie standen eng beieinander und starrten einander in die Augen. Doch sie bewegten sich nicht und schienen die vier anderen nicht wahrzunehmen.

”Ianto”, sagte Jack und dann, lauter: ”Ianto!”

Sie verschwanden.

Gwen fragte: ”Was war das?”

Jack blickte auf sein Armband, drückte ein paar Knöpfe und sah sich dann um, bevor er mit gerunzelter Stirn zu Artie blickte. ”Wie groß genau ist dieses Warehouse?”

”So groß, wie es sein muss”, antwortete Artie. ”Groß.”

”Größer als es außen ist?”

Claudia runzelte die Stirn und riss ihren Blick von der Stelle, an der Steve noch vor einer Minute gestanden hatte. ”Es ist in den Berg hinein gebaut.”

Artie fragte: ”Warum all diese Fragen?”

”Weil mein Manipulator diesen Ort nicht versteht und bisher ist mir das nur an einem anderen Ort passiert. Dieses Warehouse ist größer von innen als von außen, oder?”

Claudia sah Artie neugierig an. ”Nehme ich an”, gab er zu. ”Ich bin nicht sicher.”

”So groß, wie ihr es braucht, nicht wahr? Praktisch. Was passiert, wenn euch der Platz ausgeht?”

Es war still, dann antwortete Artie: ”Das passiert nicht.”

Gwen verschränkte die Arme. ”Was hat das damit zu tun, dass Ianto aufgetaucht ist?”

”Wir haben einen Blick auf die Dimension werfen können, aus der wir kommen”, erklärte Jack, ”weil die Technologie des Geräts nicht mit der Größe von diesem Ort mithalten kann. Es ist zu groß. Also entstehen Risse. Und die können wir nutzen, um mit den anderen zu kommunizieren.”

Artie nickte und fragte dann: ”Um ihnen was zu sagen?”

”Um Ianto zu sagen, dass wir in der Hölle sind”, sagte Jack und sah zu Gwen. Ihre Augen weiteten sich verstehend. Jack blickte zu Artie. ”Und uns rauszuholen.”



Kapitel 10
Der Faden der Ariadne Masterlist


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