?

Log in

Previous Entry | Next Entry

Der Faden der Ariadne – 12/15

Worte: ~ 30.000
Inhalt: Nach einem Unfall im Archiv landen die Torchwood-Agenten Jack und Gwen in einer alternativen Dimension, wo sie unerwartet auf die Warehouse 13-Agenten Artie und Claudia treffen, die ebenfalls dort gestrandet sind. Um sie zu retten, müssen die Organisationen zusammenarbeiten: Ianto und Rhys fliegen nach South Dakota, während die Gestrandeten sich einem tödlichen Feind gegenüber sehen.
Charaktere: Jack Harkness, Gwen Cooper, Claudia Donovan, Arthur Nielsen, Ianto Jones, Steve Jinks, Rhys Williams, Myka Bering, Pete Lattimer, Leena, Mrs. Frederick, Trailer, OCs
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys, Pete/Kelly Hernandez (angedeutet), Artie/Vanessa Calder (angedeutet)
Rating: PG-13
Spoiler: Die Braut, die vor nichts graut, Wundmale / Doctor Who: The Sound Of Drums
Setting: nach Wundmale
Crossover: Warehouse 13
Crossover-Setting: nach Lovesick
Crossover-Spoilers: Spielt in der dritten Staffel von Warehouse 13, also sind Charakter-Spoiler selbstverständlich! Aber ich verrate nichts über den wirklich spannenden Handlungsbogen. :)
Warnungen: Erwähnung von Canon Character Death
Beinhaltet: Canon Slash
Anmerkungen: Das hier ist das Produkt eines Traumes. Und dann dachte ich, dass die beiden Serien gut zusammenpassen würden. Also passierte das hier.
Beta: larsinger29 und EmrysofWriting, danke. :)
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und Warehouse 13 und die in ihnen vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.


Kapitel 11
Der Faden der Ariadne Masterlist

***
***


12.



“Ich sollte euch warnen”, sagte Ianto und tippte etwas auf dem Laptop ein, den er vor einer halben Stunde ausgepackt und an den Computer angeschlossen hatte. ”Das hier wird euch viel Strom kosten.”

Myka verschränkte die Arme. ”Wie viel?”

”Genug, dass ihr sichergehen solltet, dass wichtige Systeme an die Notgeneratoren angeschlossen sind.” Er blickte sie an, als würde er hoffen, dass sie überhaupt Notgeneratoren hatten. Myka dachte, dass Artie so etwas mal erwähnt hatte, aber sie war sich nicht sicher. Die technischen Bereiche unterlagen Artie und Claudia.

Leena trat näher und sagte: ”Das Verlies ist gesichert und das ist auch die einzige Abteilung, bei der wir einen Stromausfall keinesfalls riskieren können.”

Myka schauderte es etwas. Das Verlies war der Ort, an dem die gefährlichsten Artefakte aufbewahrt wurden. Es befand sich hinter schweren Türen, aber das würde ihnen vielleicht nicht helfen, sollten die Artefakte die Möglichkeit haben, ihre Wirkung zu entfalten. Es gab Gründe, aus denen sie als die gefährlichsten ihrer Art angesehen wurden.

“Okay!”, sagte Rhys, während er vom Balkon ins Büro eilte. Er war etwas verschwitzt und wischte sich die Hände an einem Lappen ab. ”Wir sind fertig.”

Ianto nickte ihm zu, schloss den Laptop und trennte die Verbindung zum Computer. ”Ich bin auch fertig. Wir können anfangen.”

Myka und Leena folgten ihnen die Treppe hinunter zu der leeren Fläche unterhalb des Balkons, kurz bevor die Regale begannen. Dort hatten die Männer das transdimensionale Portal errichtet. Es war etwas höher als Pete und rund … es sah aus, als wäre es einem billigen Science-Fiction-Film entsprungen. Pete und Steve waren dabei, Werkzeug wegzupacken und auf dem Boden lag eine komplizierte Aufbauanleitung.

Pete grinste sie an wie ein Kind am Weihnachtsmorgen. ”Ich habe gerade ein transdimensionales Portal gebaut. Nimm das, Kirk!”

Steve hob eine Augenbraue. ”Wir haben nur die Teile zusammengeschraubt. Wir haben das Ding nicht wirklich gebaut.”

Pete starrte ihn verärgert an. ”Spielverderber.”

Ianto hatte den Laptop bereits an das Gerät angeschlossen und ließ das Programm laufen. Rhys stand hinter ihm und versuchte nervös, Iantos Plan zu verstehen, aber er schien kein Glück zu haben.

Myka sah Leena an, die Ianto mit einem konzentrierten Stirnrunzeln anstarrte. Myka trat näher. ”Stimmt was nicht?”

”Seine Aura”, sagte sie. ”Er ist nervös, verängstigt … er ist sich nicht sicher, dass es funktionieren wird.”

”Was für eine Wahl haben wir denn?”, antwortete Myka. Leena wandte den Kopf, um sie anzusehen und ihre grünen Augen waren traurig. Sie antwortete nicht.

”Richtig”, sagte Ianto und legte ein Headset an. ”Jack und Gwen tragen ihre Headsets, also werden wir mit ihnen kommunizieren können.”

Steve runzelte die Stirn. ”Was genau wird dieser Transporter tun?”

”Er wurde gemacht, um den Transport zwischen einem Raumschiff und einem Planeten zu ermöglichen, aber das Computerprogramm wird ihm ermöglichen, die Schichten zwischen Dimensionen zu durchdringen und sie zurückzuholen. Um das zu schaffen, wird es die Partikel verfolgen, die Claudias und Arties Transport hinterlassen hat. Ich habe eure Artefakt-Sensoren modifiziert, um sie finden zu können.”

Myka seufzte. ”Okay … fang einfach an.”

Ianto drückte eine Taste und das Gerät summte leise, als es zum Leben erwachte. Er trat zurück und stemmte die Hände in die Hüften. Seine Finger verkrampften sich im Stoff seiner Jeans und verrieten, wie angespannt er war. ”Okay, es wird ein paar Minuten dauern, um die Partikel zu finden, dann wird der Transporter sie analysieren und … die Tür öffnen.”

”Wie lange wird das dauern?”, fragte Myka.

Die Lichter flackerten und Ianto sah sie an. ”Wie viel Zeit kannst du mir geben?”

***

Jack starrte zu dem Büro – so weit weg und hoch oben – und fragte sich, wie sie dort hineingelangen könnten, um das Wollknäuel zu erreichen. Sie machten gerade gemeinsam eine Pause von ihren Versuchen, die Teams auf der anderen Seite zu erreichen. Offiziell wollten sie das weitere Vorgehen besprechen, aber sie alle schwiegen. Ihre Motivation und Moral hatte einen Tiefpunkt erreicht und Jack fiel nichts Ermutigendes ein. Er war ebenso hoffnungslos.

Natürlich nahm Ianto das als sein Zeichen, um die Hoffnung neu zu wecken. Jacks Headset gab ein kratzendes Geräusch von sich und dann drang Iantos Stimme hindurch. ”Jack, Gwen, hier ist Ianto.”

Jack wandte sich Gwen zu, nur, um sicherzugehen, dass er sich das nicht einbildete, aber ihr entkam ein erleichterter Aufschrei – den sie wahrscheinlich niemals zugeben würde – und antwortete: ”Ianto, Gott sei Dank.”

Claudia und Artie blickten sie erleichtert an und sie alle stellten sich unbewusst näher zusammen. Jack berührte sein Headset – ein unbewusster Versuch, Ianto näher zu sein. ”Ianto, ich bin froh, dich zu hören.”

”Ebenso, Sir.” Die formale Anrede verbarg nur schwer den erleichterten Tonfall und Jack lächelte. Ianto fuhr fort: ”Wir haben nicht viel Zeit. Es gibt einen Ausweg für euch. Unterhalb des Balkons steht ein transdimensionales Portal.”

”Unter dem Balkon?”, fragte Jack und blickte zum Büro. ”Das ist ein Problem.”

Es gab eine Pause – kaum merklich, aber Ianto zögerte immer nur eine Sekunde, bevor er sich für etwas entschied. Das war einer der Gründe, warum Jack ihn so gerne in seinem Team hatte. ”Ist es problematisch oder unmöglich?”

Jack biss sich auf die Lippe. Ianto musste einen guten Grund für die Frage haben. Er konnte womöglich nur schwer den Ort wechseln. ”Problematisch”, entschied er.

”Das Tor neu zu positionieren dauert etwa zwei Stunden.”

”Wir müssen nehmen, was wir kriegen können”, sagte Jack und lächelte die anderen an. ”Wir müssen uns beeilen. Ihr solltet euch vorbereiten. Etwas großes und hungriges wird uns auf den Fersen sein.”

Vor seinem inneren Auge konnte er Ianto schlucken und nicken sehen, sein junges Gesicht ernst. ”Wir sind vorbereitet.”

”Das habe ich nie bezweifelt. Wie lange haben wir?”

”Wir schätzen, dass die Energie etwa zehn Minuten reichen wird.”

”Okay, ich sehe dich auf der anderen Seite.”

”Bis dann.”

Jack unterbrach die Verbindung und sah zu Claudia und Artie. ”Sie haben ein Tor geöffnet.”

Artie runzelte verwirrt die Stirn. ”Ein Tor?”

Jack winkte die Frage weg. ”Später. Jetzt müssen wir erst mal dort hin und es befindet sich unter dem Balkon.”

Claudia schluckte. ”Da ist der Minotaurus.”

”Wir werden uns beeilen müssen.”

Gwen nickte entschlossen, während Claudia und Artie einander ansahen. Artie holte tief Luft. ”Werden wir.”

”Der Minotaurus wird und verfolgen, sobald wir zu nahe kommen, also sollten uns aufteilen und es ihm schwerer machen. Artie und ich kommen aus einer Richtung, Gwen und Claudia aus der anderen. Die Zeit läuft.” Er lächelte aufmunternd. ”Schlagen wir sie.”

***

Ianto erhob sich aus seiner hockenden Position neben dem Laptop. ”Sie versuchen, es zu schaffen.” Die Lichter flackerten und er schenkte den Lampen einen besorgten Blick.

Rhys war ebenfalls beunruhigt. Er hoffte, dass ihr Plan funktionieren würde. Und er wollte wissen, ob Gwen okay war, aber Leena war schneller. ”Geht es ihnen gut?”

Ianto seufzte. Er wirkte erschöpft. Rhys realisierte, dass er ihn noch nie so gesehen hatte. Müde, ja, aber so erschöpft? Nie. ”Ich habe nicht gefragt und sie haben nichts erwähnt. Wir hatten nicht viel Zeit. Jack hätte aber etwas gesagt, wenn es so wäre.” Er wandte sich den Stufen zu, die zum Balkon hinauf führten.

Myka fragte: ”Wo gehst du hin?”

”Um etwas aus dem Auto zu holen. Ihr solltet alle ein paar Schritte zurückgehen und in Deckung gehen. Jack sagt, dass sie möglicherweise nicht alleine kommen, sondern dass ihnen etwas folgen könnte.”

Rhys gefiel das nicht. ”Etwas?”

”Etwas großes”, antwortete Ianto mit einem Nicken und eilte nach oben.

Steve tauschte besorgte Blicke mit Myka, während Pete laut die Luft ausstieß. ”Gut, hören wir lieber auf den Experten”, schlug er vor. ”Verstecken wir uns.”



Kapitel 13
Der Faden der Ariadne Masterlist