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Stargate SG-1: Erste Schritte (Fanfiction)

Erste Schritte

Serie: Sharing (Masterliste)
Inhalt: Zeltteiler: Jack und Daniel!
Rating: PG
Setting: Season 1
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Beta: sheneya , danke dafür!
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Stargate SG-1 und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Sharing Masterlist


***
***


Jack kroch in das Zelt und an Daniel vorbei zu seinem Schlafsack. Er zog die Stiefel aus und kniete sich hin, um sich über Daniel zu beugen. Er schlief. Jack seufzte und schlug die Decke über Daniels Beinen zurück, um die Schiene zu kontrollieren, dann deckte er Daniel wieder zu und legte ihm eine Hand auf die Stirn.

“Autsch!“, beschwerte sich der jüngere Mann und schlug die Augen auf.

“Entschuldige. Habe ich dich geweckt?“, fragte Jack.

“Würdest du nicht aufwachen, wenn jemand seine Hand auf deine Wunde legt?“, fragte Daniel und betastete das Pflaster an seiner Stirn. Jack grinste.

“Seit wann seid ihr zurück?“, fragte Daniel und nahm das Buch, das aufgeschlagen auf seiner Brust gelegen hatte.

Der Archäologe starrte auf die Seiten und seufzte, als er erkannte, dass er darüber eingeschlafen sein musste. Außerdem hatte er keine Ahnung mehr, was er den ganzen Abend an Informationen hatte aufnehmen wollen.

Er würde noch einmal von vorne beginnen müssen.

“Wir sind vor einer halben Stunde angekommen. Carter hat darauf bestanden, dich nicht zu wecken, deshalb sehe ich erst jetzt nach dir.“

Daniel schloss die Augen und stieß die Luft aus.

“Sie hat erzählt, was passiert ist“, sagte Jack.

“Großartig“, antwortete Daniel und schüttelte den Kopf.

“So schlimm ist es gar nicht ... du hast es immerhin noch bis hierher geschafft“, tröstete Jack. Daniel nickte wenig überzeugt.

“Alleine. Carter hat gesagt, du musstest dich nicht bei ihr abstützen.“

“Ich habe an ihr gehangen.“

“Du hast dich etwas abgestützt.“

“Es war furchtbar, Jack“, sagte Daniel.

“Das kann jedem passieren ... mir auch“, sagte der Colonel.

Daniel blickte ihn forschend an. “Ehrlich?“, fragte er.

“Na ja ...“, meinte Jack.

“Vergiss es“, murmelte Daniel.

“Okay“, meinte Jack.

Er schwieg einen Moment, dann sagte er: “Du scheinst kein Fieber zu haben.“

“Mit geht’s gut“, antwortete Daniel. Jack legte sich in seinen Schlafsack. Er griff nach der Taschenlampe und schaltete sie aus.

Es war eine Weile ruhig, dann fragte Daniel: “Sam fand es witzig, oder?“

Jack lächelte: “Es ist schon guter Stoff für eine Anekdote.“ Er hörte Daniel seufzen.

“Hey, so eine Anekdote ist doch nichts Verwerfliches“, meinte Jack.

“Hm.“

“Hm?“

“Hm.“

“Was soll denn das heißen, Daniel?“, fragte Jack. Daniel seufzte wieder.

“Hör auf damit.“

“Wieso?“, fragte Daniel erstaunt.

“Es klingt traurig“, antwortete Jack.

“Es ist doch auch traurig“, antwortete Daniel.

“Wieso?“, fragte Jack.

“Ihr seid drei Militärs. Wo passe ich da rein?“

“Teal’c ist kein Militär.“

“Nicht in unserem Sinne, aber er kann kämpfen.“

“Und du nimmst Unterricht.“

“Ich mache mich nicht so gut.“

“Wer sagt das?“

“Makepeace.“

“Der soll dich trainieren und keine klugen Reden schwingen.“

Es war eine Weile still, dann sagte Daniel: “Ich kann ihn nicht leiden.“

“Teal’c?“

“Makepeace natürlich und er mich auch nicht.“

“Oh! Hätte nie gedacht, aus deinem Munde zu hören, dass du jemanden nicht magst. Du bist so friedliebend.“

“Jack.“

“Daniel?“

“Du bist absolut unproduktiv.“

“Was heißt das?“

Daniel seufzte.

“Daniel.“

“Ich kann das nicht, Jack.“

“Was?“

“Militär und Archäologe in einem. Ich kann das nicht.“

“Hey!“ Jack richtete sich auf und schaltete die Taschenlampe ein. Daniel kniff geblendet die Augen zusammen und Jack leuchtete mit der Lampe in eine andere Richtung. Daniel blickte zu Jack hinüber, als dieser sagte: “Du bist ein Mitglied meines Teams. Du bist ein kompetenter Archäologe und kein Soldat. Niemand verlangt von dir, alle 101 Arten zu beherrschen, einen Menschen mit einem Teelöffel zu töten. Wenn Makepeace meint, du machst dich nicht so-“

“Genauer gesagt meint er, ich wäre eine gute Lachnummer für die Jaffa. Im Feld wäre das auch nicht so schlecht. Dann lachen sie sich tot, anstatt, dass ich sie totschlage oder totschieße.“

“Ich will diesen verdammten Unsinn nicht hören, Daniel. Auch Makepeace war nicht innerhalb eines Monats der perfekte Marine ... er ist es noch immer nicht. Wenn es stimmt, was du sagst, müsste ich mit ihm mal über den Punkt Gruppenmoral reden. Das SGC existiert erst seit einem Monat.“

“Jack, wie bin ich in diese Situation gekommen?“, fragte Daniel und nickte in Richtung seines Beines.

Jack stieß die Luft aus: “Du bist gestürzt, das kommt vor.“

“Ich bin nicht gestürzt, Jack, ich bin gekippt.“

“Hä?“

“Ich habe meinen Rucksack aufgesetzt, voll gepackt mit Materialien und hatte zu viel Schwung drauf und das Ding war so schwer, dass ich nach hinten gekippt bin. Natürlich direkt einen Abhang hinunter.“

Jack biss sich auf die Innenseite seiner Unterlippe. ’Nicht lachen, O’Neill. Das ist nicht lustig.’

“Gott, Jack.“ Daniel schüttelte den Kopf und drehte ihn von Jack weg.

’Okay, Versuch fehlgeschlagen.’ - “Daniel-“

“Ich bin müde. Mach das Licht aus.“

“Daniel-“

“Mach das Licht aus.“

“Danny-“

“Hör auf mit ’Danny’ und mach das Licht aus, Jack.“

“Okay.“ Jack schaltete das Licht aus. Dann sagte er: “Ich hoffe, dir ist klar, wie ich so einen Pessimismus hasse. Wenn du deine Einstellung nicht grundlegend änderst, werde ich dich aus dem Team nehmen müssen. Ich kann es mir leisten, mit einem Archäologen ohne Kampferfahrung ins Feld zu ziehen, der hervorragende Kenntnisse hat und uns schon mehrmals den Hintern rettete. Aber ich kann es mir nicht leisten, mit einem Zivilisten ins Feld zu ziehen, der versucht, jemand anderer zu sein, als er ist. Du misst dich an den Idealen anderer, Daniel. Nicht nur das, du misst dich an Makepeace. Du musst einfach weiter trainieren. Und wenn du SG-1 weiterhin angehören willst, dann tust du das auch. Und irgendwann, Daniel, werden die Jaffa es bereuen, gelacht zu haben. Haben wir uns verstanden?“

Er spürte förmlich Daniels ungläubigen und verletzten Blick in seine Richtung.

“Daniel?“

“Ja“, kam die leise Antwort.

“Wofür entscheidest du dich?“

“Ich will mit jemand anderem trainieren“, antwortete Daniel.

“Okay“, antwortete Jack, “Teal’c?“

“Bist du verrückt? Der tötet mich doch.“

Jack lachte: “Um fair zu sein, das liegt nicht an dir. Das liegt an Teal’c. Wäre unser Boxkampf von neulich blutiger Ernst gewesen, dann hätte ich jetzt einen Aufenthalt in der Krankenstation für weitere sechs Wochen.“

Er hörte Daniel seufzen.

“Soll ich mit dir trainieren?“, fragte Jack.

“Würdest du das tun?“, wollte Daniel wissen.

“Ob ich alleine im Trainingsraum bin oder wir beide, was macht da schon den Unterschied?“

“Okay.“

“Gut.“ Jack legte sich gemütlich hin: “Nacht, Daniel.“

“Nacht.“

Es war eine Weile ruhig, dann fragte Daniel: “Jack, störe ich?“

“Ja.“

“Oh!“

Es wurde ruhig.

“Nun sag schon“, seufzte der Colonel.

Daniel zögerte einen Moment, dann meinte er: “Danke.“

“Kein Problem, Dannyboy.“


ENDE
JJ 01/05

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