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Feind im Spiegel

Worte: 40.911
Inhalt: Nach Iantos Verrat glaubt Jack die Kontrolle über sein Team verloren zu haben. Er versucht, die mentalen Wunden zu heilen, obwohl er selbst nicht in der Lage ist, Ianto vollständig zu vergeben. Als das Team dann scheinbar von jemandem bedroht wird, der über Gedankenkontrolle Zugang zu Torchwood sucht, ahnen sie nicht, dass der Feind bereits unter ihnen ist …
Charaktere: Jack Harkness, Ianto Jones, Owen Harper, Toshiko Sato, Gwen Cooper, Rhys Williams, Myfanwy, OCs
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys, Tosh/OC, Owen/OC
Rating: PG-13
Spoiler: Tag Eins, Cyber Woman
Setting: nach Cyber Woman
Warnungen: Kraftausdrücke, wirklich kurze Dub-Con Kussszene
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 7
Masterliste

***
***


8.


Jack beobachtete Iantos Hände, die sich um eine Tasse heißen Tees schlossen und verzog mitleidig das Gesicht, als ein Aufschrei Myfanwys Ianto zusammen zucken ließ.

”Aspirin?”, fragte er.

”Wird nicht helfen.”

”Ich weiß”, antwortete Jack. Er drückte das Klemmbrett in seiner Hand an die Brust. ”Wollte mich nur nützlich machen.”

Ianto schenkte ihm ein angespanntes Lächeln.

”Das bist du.”

Er zog die Beine an seinen Oberkörper auf die Sitzfläche der Couch. Die Jogginghose und das zu große T-Shirt, die er mit einem Ersatz-Anzug für Notfälle in der Basis aufbewahrte, ließen ihn kleiner wirken. Er zitterte wieder. Während einer heißen Dusche war es verschwunden, aber während Jack und er ein spätes Abendessen zu sich genommen hatten, war das Zittern zurückgekehrt.

”Frierst du noch immer?”, fragte Jack.

Ianto nickte.

”Ist eine Weile her, seit ich einen PS hatte. Hatte nie einen so schlimmen.”

Jack nickte verstehend. Er hatte selbst nie einen Psi-Schock gehabt, aber zwei miterlebt. Das wichtigste war schnelle Hilfe, Wärme und Geduld. Die Opfer konnten manchmal für mehrere Tage nicht laufen oder verloren für einige Stunden die Fähigkeit zu sprechen. Das Gehirn war verletzlich. Und jeder Psi-Schock hatte individuelle Folgeschäden. Iantos Worte waren etwas unverständlich und seine Reaktionen langsam. Seine Hände zitterten. Der Griff um die Tasse machte es fast unsichtbar, aber Jack konnte es noch immer sehen.

”Alles okay”, sagte er und wusste nicht, wieso. ”Du kannst gleich schlafen. Aber solange die Erinnerungen frisch sind, sollten wir das hinter uns bringen.”

Er hielt das Klemmbrett hoch, um seine Worte zu unterstreichen.

Ianto nippte an seinem Tee.

”Kein Problem.”

”Du weißt, was ich brauche”, sagte Jack.

Ianto nickte.

”Ich habe sein Bewusstsein ein paar Sekunden festhalten können. Ich konnte einen kurzen Blick hinein werfen. Es war ein Mann”, sagte er leise. “Jung.”

Er schloss die Augen, um sich zu konzentrieren.

Jack schrieb seine Worte auf.

”Okay. Was noch?”

Ianto nippte an seinem Tee.

”Er hatte keine Schilde. Gar nichts und das war merkwürdig, weil … na ja ...”

Er zuckte mit den Schultern und Jack nickte. Er wusste, was Ianto zu sagen versuchte. Es gehörte zu den ersten Lektionen, sein eigenes Bewusstsein zu verhüllen. Andere zu kontrollieren war etwas für Fortgeschrittene.

Ianto seufzte.

”Ich habe seine Gefühle lesen können. Er war … ängstlich, hatte Schmerzen ...” Er runzelte die Stirn und blickte Jack an. ”Verwirrt?”

”Verwirrt?”, wiederholte Jack. ”Sicher?”

Ianto nickte.

”Verwirrt. Das war eigentlich sogar das stärkste Gefühl.”

Ianto dachte nach und Jack beobachtete Myfanwy, um ihm Zeit zu geben.

Schließlich schüttelte Ianto den Kopf.

”Das ist alles. Es ging so schnell und es ist eine Weile her, seit ich ein Training hatte.”

Jack nickte.

”Schon okay. Schlafenszeit für Archivare.”

Ianto lächelte müde und stellte die Tasse weg, ehe er sich auf der alten Couch ausstreckte.

”Nimm mein Bett, Ianto”, schlug Jack vor.

Ianto schüttelte den Kopf.

”Nicht nötig. Das hier reicht mir.”

Jack seufzte und holte eine Decke. Er breitete sie über Ianto aus.

”Danke”, flüsterte der jüngere Mann.

Jacks Hand fand ihren Weg in Iantos Haar und der Archivar öffnete seine müden Augen, um ihn nachdenklich anzusehen.

Jack ließ seine Hand in den dunklen Haaren ruhen.

”Das hat mir ziemlich Angst gemacht, heute.”

Ianto antwortete nicht. Er konnte sich nicht entschuldigen, denn es war nicht seine Schuld gewesen und es käme ihm dumm vor, für etwas um Verzeihung zu bitten, das er nicht hätte ändern können.

Er beließ es dabei, eine seiner Hände mit der von Jack zu verschränken.

”Mir auch.”

Jack brachte ihre verschränkten Hände zu Iantos Gesicht und strich mit seinen Fingerknöcheln über Iantos Wange. Er hockte sich neben die Couch.

”Mach das nie wieder, Ianto”, flüsterte er.

Es war beinahe, als würde die Basis um sie herum nicht existieren. Die grellen Lichter, Myfanwy, das leise Piepen von Toshs Computern … das alles war ausgeblendet. Nur sie waren noch da.

Ianto schluckte und zog Jack näher.

”Ich versuche es.”

Jack küsste seine Stirn und Ianto schloss die Augen, als Jack seine Wange streichelte und dann zärtlich seine Lippen küsste. Ianto zitterte wieder, doch dieses mal nicht vor Kälte, und er hielt die Decke hoch. Lud Jack ein. Jacks Hand akzeptierte die Einladung und legte sich auf Iantos Hüfte, um ihn näher zu ziehen, doch dann hielt er inne und Ianto konnte sehen, dass er sich verschloss.

Der Captain seufzte, scharf und verärgert, ehe er seine Hand wegnahm und die Decke wieder um Ianto feststeckte. Ein weitere Kuss für Iantos Stirn, kurz und etwas ungeschickt, und dann richtete Jack sich auf.

”Ich mache die Lichter aus, okay?”

Ianto nickte langsam.

”Okay, Sir.”

Jack war fast in seinem Büro angekommen, da fragte Ianto: ”Darf ich es sagen?”

Jack schob die Hände in die Hosentaschen und drehte sich um.

”Noch nicht, Ianto.”

Der Archivar nickte enttäuscht. Jack schenkte ihm ein kleines Lächeln, beinahe entschuldigend, und ging.

Als die meisten Lichter einen Moment später erloschen, seufzte Ianto.

”Es tut mir leid.”

Er sah nicht, wie Jack mit einem müden Seufzen in seinen Stuhl fiel, sich mit den Händen das Gesicht rieb und wütend mit einer Hand durch seine Haare fuhr.

***

Gwen Cooper liebte ihren Job bei Torchwood. Er war herausfordernd und neu und gefährlich, aber auch faszinierend und fantastisch und es war eine Schande, dass Rhys das nie wissen würde.

Rhys bremste, um ein paar Kinder über die Straße zu lassen.

”Also habe ich versucht, ihm die ganze Sache zu erklären, aber er sagt nur 'Mann, das ist kompliziert.' Und ich sagte: 'Nein, wieso?'” Er gab wieder Gas. ”'Es ist ganz einfach. Leia und Luke sind Geschwister. Und die neuen Filme, die passieren eigentlich vor den alten.' Und er sieht mich an, als ob ich bescheuert wäre.”

Er lachte und Gwen lächelte. Sie hatte nicht wirklich zugehört. Seit sie am gestrigen Abend nach Hause gekommen war, dachte sie an nichts als Gedankenkontrolle, Cyberwesen und Toshs Vorwürfe. Dass ihre größte Sorge vor einem Monat eine Kneipenschlägerei gewesen war … war verrückt.

Sie seufzte.

”Halt hier an.”

Er parkte das Auto und blickte zum Roald Dahl Plass.

”Hier ist doch gar nichts.”

”Oh, ich laufe den letzten Rest”, antwortete Gwen.

Sie lehnte sich zu ihm, um ihn kurz zu küssen. Bevor er noch weitere Fragen stellen konnte, stieg sie aus und schlug die Tür zu. Sie winkte ihm zu und eilte zum Plass und dann weiter zur Touristeninformation. Es begann zu regnen und sie beschleunigte ihre Schritte. Als sie sich der Tür näherte, senkte sie schützend den Kopf. Deshalb sah sie Owen nicht, der von seinem Platz an der Balustrade zurück trat und mit ihr zusammen stieß.

Sie fluchten beide und Owen schnappte: ”Verdammt, Gwen, pass gefälligst auf, wo du hinläufst!”

”Entschuldige”, sagte sie.

”Von wegen”, antwortete er und betrat die Touristeninformation.

Gwen folgte ihm hinein.

Ianto kam aus dem Hinterzimmer. Gwen fragte sich, wann er morgens mit der Arbeit anfing oder wann er nach Hause ging. Er war einfach immer da.

Er lächelte freundlich.

”Guten Morgen.”

”In deinen Träumen, Jones”, antwortete Owen und lehnte sich über den Tresen, um die Tür zur Basis zu öffnen.

Gwen folgte ihm nicht, sondern verweilte in dem kleinen Büro.

”Er ist heute schlecht gelaunt. Lass dich nicht von ihm unterkriegen, Ianto”, sagte sie.

”Natürlich nicht”, antwortete Ianto.

Er arrangierte ein paar Kataloge und Flugblätter noch perfekter, als sie ohnehin schon waren. Die Tür zur Basis schloss sich mit einem schleifenden Geräusch.

”Fühlst du dich besser?”, fragte Gwen besorgt.

”Sehr viel besser, vielen Dank.” Er lächelte. Es wirkte etwas gequält, wie jedes Lächeln, seit Lisa tot war. ”Ich begleite dich nach unten. Ich denke, Owen wird bereits nach Kaffee verlangen.”

Er öffnete die Tür zur Basis wieder und kam um den Tresen herum.

Gwen überraschte ihn mit einer Umarmung.

”Ianto, es tut mir so leid.”

Sie konnte spüren, dass sie ihn erschreckt hatte und dass er sich nicht ganz wohl mit der Situation fühlte.

Er war angespannt und erwiderte die Umarmung kaum.

”Was denn?”

”Du weißt schon”, sagte sie. Sie blickte zu seinen Augen auf. ”Die letzten Wochen. Dass ich dich während der Suspendierung nicht besucht habe und … dich ignoriert habe.”

Wieder ein gequältes Lächeln.

”Du hattest allen Grund, wütend zu sein.”

”Du hattest allen Grund, zu Lisa zu stehen.” Sie seufzte. ”Letzten Endes hast du in dieser Nacht jemanden verloren. Und das tut mir unendlich leid.” Sie lachte. ”Ich meine, ich bin diejenige, die ein von Sex besessenes Alien auf die Menschheit losgelassen hat.”

”Ich bezweifle, dass sich die Situationen vergleichen lassen”, antwortete Ianto, aber er lächelte und dieses mal war es etwas echter.

”Menschen sind gestorben”, sagte sie.

Die Stille wurde von dem Schließen der Tür zur Basis durchbrochen.

Ianto räusperte sich.

”Mir tut es auch leid.”

”Das hast du schon gesagt”, erinnerte sie ihn. ”Mehr als einmal.”

”Trotzdem”, antwortete er.

Die Tür flog auf und Tosh trat mit einem Windstoß und einigen Regentropfen ein.

”Furchtbares Wetter”, sagte sie und schlug die Tür zu. ”Ianto”, lächelte sie warm. ”Kaffee?”

”Ich mache dir sofort welchen.”

”Du bist ein Engel.”

”Aber gut getarnt”, antwortete er.

Tosh lachte.

***

Es war ein nervtötendes Summen und es machte ihn fertig. Owen hatte in seinem Leben oft Kopfschmerzen gehabt – zu viel Alkohol, Migräne, verursacht durch Krankheit und Fieber –, aber das hier war anders. Es tat nicht wirklich weh, es nervte. Es störte seine Konzentration nicht wirklich, aber es reizte ihn. Und er war wütend auf jeden.

”Was ist dein verdammtes Problem?”, fragte Gwen, als Owen sie anfuhr, weil sie eine Frage zur Suchmaschine der UNIT-Datenbank hatte.

Tosh war mit Jack im Büro des Captains beschäftigt, sonst hätte sie sie gefragt. Ianto beseitigte ein paar Schritte entfernt die Überreste des Mittagessens.

”Mein verdammtes Problem ist, dass ich versuche zu arbeiten, Gwen. Lass mich in Ruhe.” Er bemühte sich, sie nicht mental zu beeinflussen. Nach dem Zwischenfall mit Ianto wollte er den Stein nicht mehr benutzen. Das änderte nichts daran, dass er kaum an etwas anderes denken konnte und dass ihn die Erinnerung an das warme Gefühl, das die Benutzung des Steins brachte, nicht los ließ. Er musste es wieder fühlen. Aber ein Teil von ihm, der größere Teil, sagte ihm, dass es zu gefährlich war.

Gwen war wütend.

”Es war eine einfache Frage, Owen.”

Ianto bemerkte, dass Jack mit einem verärgerten Stirnrunzeln durch die Fenster seines Büros zu den beiden hinüber sah und entschied sich, den Streit zu beenden. Er trat zwischen sie.

”Wo liegt denn das Problem, Gwen?”, fragte er. ”Vielleicht kann ich helfen.”

”Geh irgendwas aufräumen, Jones. Lass die Erwachsenen reden”, schnappte Owen.

Ianto drehte sich ungläubig zu ihm um.

”Entschuldige bitte.”

”Nein”, antwortete Owen. Wut und Frustration stiegen in ihm hoch und er ballte die Hände zu Fäusten. ”Ich entschuldige nicht, Ianto”, schnappte er. ”Ich bin es leid, zu entschuldigen. Wenn Jack dich nicht so leicht ins Bett kriegen würde, wärst du gar nicht hier.”

Ianto starrte ihn an. Gwen schüttelte den Kopf.

”Arschloch!”

Owen drehte sich zu ihr.

”Was? Die Wahrheit tut weh, nicht wahr?”

”Was meinst du?”

”Komm schon, Gwen. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so sehr mit Jack Harkness ins Bett wollte wie du. Es ist erbärmlich. Du himmelst ihn an, aber erzählst jedem, wie sehr du Rhys liebst. Nur traurig, dass er Ianto bevorzugt.”

Jacks Stimme erklang hinter Owen: ”Ich denke das reicht.”

Der Arzt drehte sich zu ihm um. Jack stand in der Bürotür neben Tosh, die Owen ansah, als wäre er ein Fremder.

”Komm wieder runter, Owen”, sagte Jack und der Arzt lächelte humorlos.

Dieses Ding – diese Wut in ihm – hatte nun voll von ihm Besitz ergriffen und er würde nicht nachgeben.

”Das würde es dir leicht machen, nicht wahr?”

Jack verschränkte die Arme und reckt das Kinn vor.

”Ich meine es ernst, Owen. Geh nach draußen. Mach Pause, atme mal tief durch, was auch immer dich glücklich macht. Solange du nur ohne diese Laune wieder hier auftauchst.”

”Laune”, wiederholte Owen mürrisch.

Tosh runzelte verwirrt die Stirn.

”Was ist denn mit dir los?”

Sie zuckte zusammen, als Owen mit der flachen Hand auf den Tisch schlug.

”Nichts! Was soll denn mit mir los sein, hm?”

”Weil du nicht du selbst bist, Owen”, antwortete Jack und Owen beobachtete, wie er einen Schritt zur Seite machte, als wolle er Tosh vor seiner Wut schützen. ”Mach Pause.”

Jack starrte ihn an und die Wut steigerte sich ins Unermessliche. Owen hielt mit großer Beherrschung einen Schrei zurück und presste die Lippen zusammen. Er würde gegen Jack nicht ankommen. Er konnte sehen, wie wütend der Captain bereits war. Es würde nichts bringen, ihn weiter zu provozieren. Die Gefahr, ohne Erinnerung an die letzten Jahre aufzuwachen, war zu groß.

Er grinste abfällig.

“Zu Befehl, Captain”, zischte er.

Er riss seine Jacke von der Lehne des Stuhls und Jack kehrte in sein Büro zurück. Tosh folgte ihm zögerlich. Owen blickte Gwen und Ianto an. Sie wirkten schockiert und verwirrt. Mitleidig. Er konnte diesen Blick in seine Richtung nicht ausstehen. Konnte er noch nie.

Er streckte die Hand aus und blickte in Iantos Augen, während er seine Kaffeetasse vom Schreibtisch stieß. Dem Geräusch der zerbrechenden Tasse folgte das der Rolltür, als Owen die Basis verließ.

”Dieses Arschloch”, fluchte Gwen.

Ianto seufzte nur und ging in die Hocke, um die Scherben aufzusammeln. Plötzlich eilte Jack an ihm und Gwen vorbei zur Tür.

”Fass das nicht an, Ianto.”

”Sir-”

”Lass es liegen, Ianto!” Jack verließ die Basis und holte Owen an dem kleinen Fahrstuhl ein, der hoch zur Touristeninformation fuhr. Er trat hinein und ehe Owen realisieren konnte, dass er da war, packte Jack seine Jacke und drückte ihn an die Wand.

”Es reicht mir mit dir. Wo liegt dein Problem?”

Owen wollte ihn anschreien, ihn schlagen, aber plötzlich fühlten seine Arme sich schwer an und seine Energie verließ ihn und er war so müde.

”Wenn ich je wieder mitbekomme, dass du so mit Gwen und Tosh sprichst oder Ianto so mies behandelst-”

”Mies?”, murmelte Owen.

Jack verstärkte den Druck seiner Hände.

”Ja, mies.”

Die Türen öffneten sich, aber sie stiegen nicht aus. Jack starrte in Owens Augen und Owen fühlte sich merkwürdig erschöpft und er schämte sich. Was hatte er sich gedacht? Wo waren diese Worte nur hergekommen? Er wusste, dass er schnippisch und zynisch sein konnte, aber … das war extrem gewesen, sogar für ihn.

Jacks Gesicht war eine wütende Grimasse.

”Wenn du ein Problem mit mir hast, dann kommst du damit zu mir.”

Owen wurde nun wirklich nervös. Jack wurde selten so wütend und so gut wie nie seinem Team gegenüber.

”Ich habe kein Problem mit dir.”

”Was stimmt dann nicht?”

”Ich weiß es nicht!”, explodierte Owen. Er zog die Schultern hoch. ”Ich weiß es nicht.”

Und es war ihm nicht mal bewusst, dass er log. Unterbewusst wusste er, was nicht stimmte und es hatte nichts mit dem Team zu tun, sondern nur mit dem Stein.

Kapitel 9