?

Log in

No account? Create an account

Previous Entry | Next Entry

Feind im Spiegel

Worte: 40.911
Inhalt: Nach Iantos Verrat glaubt Jack die Kontrolle über sein Team verloren zu haben. Er versucht, die mentalen Wunden zu heilen, obwohl er selbst nicht in der Lage ist, Ianto vollständig zu vergeben. Als das Team dann scheinbar von jemandem bedroht wird, der über Gedankenkontrolle Zugang zu Torchwood sucht, ahnen sie nicht, dass der Feind bereits unter ihnen ist …
Charaktere: Jack Harkness, Ianto Jones, Owen Harper, Toshiko Sato, Gwen Cooper, Rhys Williams, Myfanwy, OCs
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys, Tosh/OC, Owen/OC
Rating: PG-13
Spoiler: Tag Eins, Cyber Woman
Setting: nach Cyber Woman
Warnungen: Kraftausdrücke, wirklich kurze Dub-Con Kussszene
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 13
Masterliste

***
***


14.


“Owen geht nicht dran”, sagte Gwen und Jack fluchte.

Er festigte den Griff um Iantos Hüfte und umrundete Toshs verlassenen Schreibtisch.

”Komm. Du schaffst es.”

Ianto sackte in sich zusammen, schwer atmend, aber Jack zwang ihn, denselben Weg weiter zu gehen, den sie seit fast einer halben Stunde gingen.

”Versuch es weiter.”

Ianto stolperte und Jack half ihm, auf den Beinen zu bleiben.

”Ist okay”, flüsterte er und schob seine eigene Panik zur Seite, um Ianto zu beruhigen.

Iantos Hand klammerte sich in das Material von Jacks Mantel, um nicht zu fallen.

”Ich bin so müde.”

”Lauf weiter, Ianto. Du darfst nicht einschlafen.”

Gwen rief: ”Nichts!”

”Versuch es weiter, Gwen!”, schnappte Jack. Er half Ianto über die schmale Brücke, die über dem Becken in der Mitte des Raumes lag, und flüsterte: ”Ianto, nicht einschlafen.”

”Ändert nichts”, antwortete Ianto.

Sie gingen langsam, aber Ianto schaffte es, einen Schritt nach dem anderen zu machen.

”Warum zum Teufel hast du das getan, Ianto?”

”Ohne mich ist es besser, Sir.”

”Ich dachte, das hätten wir besprochen.”

”Besser”, murmelte Ianto und brach zusammen.

”Nein, Ianto.” Jack versuchte, ihn hochzuziehen, aber Ianto konnte nicht mehr, also gab Jack auf, setzte sich auf die kalten Fliesen und zog Ianto an sich.

Iantos Kopf fiel gegen Jacks Schulter.

”Besser”, flüsterte er. ”Besser ohne mich.”

”Das ist nicht wahr”, antwortete Jack und grub seine Nase in verschwitzte, dunkle Haare. Eine Hand legte sich in Iantos Nacken und die andere zog ihn näher, ehe sie sich um seine Hüfte wickelte. ”Ianto Jones”, sagte er.

Gwen hockte sich neben ihn, ihre grünen Augen sorgenvoll geweitet.

”Vielleicht versuchen wir's noch mal mit Übergeben.”

Jack schüttelte den Kopf.

”Dafür ist es zu spät. Wir können nur warten und hoffen, dass es nicht zu schlimm wird.”

”Wie viele hast du genommen, Ianto?”, fragte Gwen.

Ianto kämpfte gegen den Schlaf.

”Fünf … oder … sechs … glaube ich.”

”Verdammt”, murmelte Jack.

Gwen ließ das Handy sinken.

”Er geht nicht dran.”

Jack starrte sie böse an.

”Ich versuch's weiter”, murmelte sie und ließ sie allein. Sie drückte wieder das Handy an ihr Ohr.

”Jack … das ist schlecht”, sagte Ianto und blickte zu ihm auf.

”Ich weiß.” Jack zog ihn näher und wickelte seine Arme um ihn. ”Ich bleibe bei dir, bis es vorbei ist. Es ist okay. Wir machen das Beste aus dem, was passiert.” Er drückte einen Kuss auf Iantos Stirn.

”Versprich mir, dass ich hier bleiben kann … falls ich Torchwood vergesse. Ich will bleiben.”

”Warum hast du das dann getan?”, fragte Jack wütend.

Ianto schüttelte den Kopf.

“Ich weiß es nicht. Ich … es tut mir leid.“

Jack schüttelte den Kopf.

”Es ist meine Schuld. Ich habe dich zu früh zurück an die Arbeit gelassen.”

Iantos Augen schlossen sich und Jack schüttelte ihn vorsichtig, um ihn wach zu halten.

”Nicht einschlafen.”

Gwen kehrte zurück. Sie hielt ihr Handy ans Ohr und kniete sich neben sie. Ihre freie Hand ergriff eine von Iantos.

”Wie wär's mit einem Krankenhaus?”, fragte sie.

”Du machst Witze, oder?”, fragte Jack, ehe er sich wieder auf Ianto konzentrierte.

Ianto blickte ihn an.

”Kann ich es sagen, Sir?”

Jack holte tief Luft.

”Oh, Gott, Ianto. Du musst nicht.”

”Bitte, Sir.”

Jack schloss die Augen, dann nickte er.

”Es tut mir leid. Alles. Lisa. Dass du dein Vertrauen in mich verloren hast.”

Jack nickte und zwang Tränen zurück.

”Ich weiß.” Er lehnte sich hinunter. ”Entschuldigung angenommen.” Er fing Iantos Lippen in einem zärtlichen Kuss.

Als er ihn brach, hielt er die Augen geschlossen, bis Gwen sagte: ”Er ist eingeschlafen.”

Er nickte.

”Ich weiß.”

”Sollen wir ihn wecken?”

”Können wir nicht”, antwortete er. ”Wenn Retcon seine Arbeit beginnt, kann man es nicht aufhalten.”

Gwen legte auf und drückte die Wahlwiederholung.

”Er geht nicht an sein Handy.”

”Ruf Tosh an”, sagte Jack. Er zog Ianto näher an seine Brust und stand mit Gwens Hilfe auf. ”Es ist jetzt sowieso zu spät. Wir können nur hoffen, dass er es geschafft hat, das meiste aus seinem System zu bekommen.”

”Wenn er fünf oder sechs Tabletten genommen hat, verliert er nur fünf Tage, oder?”

Jack schüttelte den Kopf.

”Je mehr man nimmt, desto mehr verliert man. Fünf oder sechs Tabletten … er könnte bis zu fünf Jahre verlieren.”

Gwen blickte ihm nach, als er Ianto zur Couch trug.

***

Es musste einen guten Grund dafür geben, dass er mitten in der Nacht auf dem Regennasen Boden in einer Gasse aufwachte, aber so sehr Owen sich auch anstrengte, er konnte sich nicht erinnern. Sein Handy klingelte, sein Kopf schmerzte so schlimm, dass er mit den Händen kontrollierte, ob nicht doch eine Kettensäge darin steckte, und er war unendlich müde.

Er stöhnte auf und griff in seine Jeanstasche, um das Handy heraus zu ziehen. Als er es schließlich geschafft hatte, hatte der Anrufer bereits aufgelegt. Er blickte mit zusammengekniffenen Augen auf das Display, das neben der Straßenlaterne die einzige Lichtquelle hier war, und fluchte. Er hatte 32 Anrufe aus der Basis verpasst. 32. Was zum Teufel ging dort vor?

Er kam langsam auf die Beine und stolperte. Er würde sich übergeben müssen - wenn er nicht zuerst durch den Tod erlöst wurde.

”Was zum Teufel habe ich getrunken?”, flüsterte er. Er schaffte es, die Gasse zu verlassen, ohne sich zu übergeben und stand nun an einer Straße, die er wieder erkannte. Sie lag auf halbem Wege zwischen seiner Wohnung und der Basis. Er war gerade dabei, die Basis zurück zu rufen, als ein Auto mit quietschenden Reifen neben ihm zum Stehen kam.

Das Fenster auf der Fahrerseite wurde herunter gelassen und Tosh blickte ihn vom Beifahrersitz aus an.

”Wo warst du?”

Verspätet bemerkte er Gwen auf dem Fahrersitz, die ihn wütend anstarrte. Er fühlte sich merkwürdig, als wäre er nicht in seinem eigenen Körper.

”Ich ...”

”Steig ein. Sofort.” Tosh klang ungewöhnlich streng. Er griff mit zittrigen Händen nach dem Türgriff und kletterte auf den Rücksitz. Ihm war noch immer übel und er war verwirrt. Was war passiert?

Gwen gab Gas und Owen glaubte, sein Gleichgewicht aus dem noch immer geöffneten Fenster fliegen zu sehen.

”Wir haben versucht dich anzurufen. Wo warst du? Wir hätten dich in der Basis gebraucht”, schimpfte Gwen. ”Verdammt, Owen. Hast du wieder getrunken?”

”Nein”, sagte er, nicht sicher, ob er die Wahrheit sagte.

”Geh das nächste Mal dran, wenn wir anrufen.”

Er hasste es, wenn sie sich so aufspielte. Es trieb ihn in die Defensive.

”Halt die Klappe, Gwen!”

”Nein. Wir mussten dein Handy orten, um dich zu finden. Hast du irgendeine Ahnung, wie sauer Jack ist?”

Die hatte er tatsächlich. Jack war kein strenger Chef. Es gab nicht viele Regeln. Aber eine von ihnen lautete 'Geh an dein Handy'. Verdammt. Was auch immer passiert war, er hoffte wirklich, dass es das wert gewesen war.

Kapitel 15