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Numb3rs: Gleichgültig (Fanfiction)

Gleichgültig

Serie: Acht Arten, auf die Ian und Charlie ein Paar wurden … und eine, auf die sie es nicht wurden 8/9 (Masterlist)
Worte: 734
Inhalt: Ian zuckte wieder mit den Schultern, als wäre ihm das gleichgültig – als wäre ihm der eigene Tod völlig gleichgültig und nur eine Konsequenz aus seinen Handlungen, nicht das Ende seines Lebens.
Charaktere: Ian Edgerton, Charlie Eppes
Pairing: Charlie/Ian Edgerton
Rating: PG
Spoiler: Ultimatum
Setting: nach Ultimatum
Anmerkung:
Geschrieben für die Rewatch Challenge auf sniper_voodoo . Der Prompt war Ultimatum.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Numb3rs und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Acht Arten, auf die Charlie und Ian ein Paar wurden und eine, auf die es nicht wurden Masterlist
Komplette Fanfiction Masterlist

***
***


Ian stand vor dem Haus der Eppes, als Charlie nach Hause kam. Er lehnte an der Motorhaube seines dunklen Jeeps, die Sonnenbrille in die Haare geschoben, die Hände in den Jeanstaschen und Charlie nahm auf einer Bewusstseinsebene, deren Existenz er irgendwann nach seiner ersten Begegnung mit dem Scharfschützen akzeptiert hatte, wahr, dass er besser denn je aussah. Doch das bedeutete nicht, dass er ihm verziehen hatte. Was auch immer Ian von ihm wollte, er würde noch ein paar Tage warten müssen.

Charlie stieg von seinem Fahrrad und ging kommentarlos an ihm vorbei.

“Was? Nicht mal ein Hallo?“, fragte Ian.

Charlie schüttelte den Kopf.

“Nicht mal ein Hallo“, bestätigte er und lehnte sein Fahrrad an die Garage. Er hörte Ians schwere Stiefel auf dem Asphalt hinter sich näher kommen und dann auf den Stufen der Veranda, als er die Haustür aufschloss. Charlie verfluchte stumm den Umstand, dass er mit dem Agent allein sein würde. Sein Vater war bei seinem Buchclub. Das Haus war in Stille gehüllt.

Ian hielt die Tür fest, als Charlie sie schließen wollte und drängte sich durch den Spalt in das angenehm kühle Wohnzimmer. Charlie stellte seine Tasche ab und verschränkte die Arme, als er sich zu Ian umdrehte.

“Was willst du?“, fragte er gereizt.

Ian schloss die Tür.

“Ich will mich bei dir entschuldigen.“

“Ich bin nicht interessiert. Jetzt geh bitte“, antwortete Charlie und wandte sich ab.

Ians Hand schloss sich um seinen Arm.

“Professor-“

“Agent.“ Er riss sich los und ließ die Wut, die er bisher mühsam unterdrückt hatte, an die Oberfläche dringen. “Du hast mich erpresst. Du hast Colby als Druckmittel verwendet und mich erpresst!“

Ian nickte.

“Du warst der einzige, der mir helfen konnte. Das wusste ich.“

“Du hättest einfach fragen können.“

“Hättest du geholfen?“

“Natürlich“, antwortete Charlie. “Natürlich hätte ich das! Was sollte dieser Stunt? Was wolltest du damit erreichen?“

Ian starrte ihn an, dann senkte er den Blick, schob die Hände in die Hosentaschen und zuckte mit den Schultern.

“Ist nicht wichtig, oder?“

Charlie starrte ihn ungläubig an.

“Mir ist es wichtig.“ Er verschränkte die Arme. “Du hättest sterben können. Ist dir das bewusst? Wären diese Leute nur ein bisschen schießwütiger gewesen, hätten sie nur ein bisschen weniger auf Dons Meinung gegeben ...“

Ian zuckte wieder mit den Schultern, als wäre ihm das gleichgültig – als wäre ihm der eigene Tod völlig gleichgültig und nur eine Konsequenz aus seinen Handlungen, nicht das Ende seines Lebens. Charlie runzelte die Stirn.

“Ist das alles?“, fragte er und imitierte die Bewegung.

“Was soll's, Professor?“ Ian wandte sich ab und wollte gehen. Dieses mal war es Charlie, der ihn festhielt. Ian blickte ihn nicht an.

“Wäre dir das wirklich egal gewesen?“, fragte Charlie leise.

Ian drehte den Kopf in seine Richtung und lächelte bitter.

“Ich mache diesen Job schon viel zu lange, Charlie. Jeder Tag könnte mein letzter sein.“

Charlie kam einen Schritt näher und ließ ihn los.

“So gleichgültig ist dir das?“

Ian senkte den Blick und wieder dieses Schulterzucken.

“Keiner, der auf mich wartet, Professor.“

“Also was?“, fragte Charlie. “Du gehst diese Risiken ein, in der Hoffnung, getötet zu werden?“

“Nein“, antwortete Ian, “aber wenn es passiert, ist es nicht so tragisch.“

“Aber das ist es“, antwortete Charlie ungläubig. Seine Hand ergriff Ians und drückte fest. “Es ist tragisch.“

Ian blickte ihn lächelnd an.

“Komm schon, Professor ... würdest du mich vermissen?“

Charlie legte den Kopf schief und antwortete: “Natürlich.“ Der Griff um Ians Hand wurde fester und Charlie zog ihn näher, bis sie nur noch ein paar Millimeter voneinander entfernt standen. “Natürlich“, wiederholte Charlie.

Ian starrte ihn abschätzend an, dann legte er langsam eine Hand an Charlies Wange. Er küsste ihn flüchtig und lächelte, als Charlie als Antwort die Hände auf seine Hüften legte. Ian strich ihm die Haare aus der Stirn.

“Fühle dich geehrt“, meinte er leise.

“Wieso?“, wollte Charlie ebenso leise wissen.

Ian grinste.

“Nicht jeder würde einen Agent kidnappen, um deine Aufmerksamkeit zu bekommen.“

“Du hättest das nicht tun müssen“, meinte Charlie.

Ian lachte.

“Ich weiß ...“ Er schüttelte den Kopf, lehnte sich zu Charlie und sagte leise: “Aber das war es wert. Du hast nicht die geringste Ahnung, wie sexy du bist, wenn du wütend wirst.“


ENDE
11/10

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