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Inhalt: Charlie starrte ihn forschend an, während Ian einen Arm um seine Hüfte legte und ihm mit der freien Hand die dunklen Locken aus der Stirn strich. “Sag ja“, flüsterte Ian.

Pairing: Charlie/Ian Edgerton
Rating: NC-17
Spoiler: Sniper Zero, Toxin, Two daughters, Spree, Hot Shot
Setting:
reicht von Season 1 bis Season 3
Warnungen: Slash, Sex, böse Worte
Anmerkungen: Geschrieben für die Numb3rs-New Year-Challenge. Ich antworte hiermit auf die Prompts von Truthwritaslies: 1. How they got together und 2. A fight bad enough that it nearly breaks them up, but then something happens and they don’t (nimmt aber nur einen kleinen Teil der Story ein)

Beta: cpwatcher – danke!

Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Numb3rs und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Teil 1 findet ihr hier
Nicht der Typ Mann Masterlist


6.


“Charlie“, keuchte Ian, als er in den anderen Mann eindrang.

Charlie stöhnte und krallte sich in sein Laken. Ian küsste ihn, tief und leidenschaftlich. Charlies Beine rutschten von seinen Schultern und wanden sich um seinen Oberkörper. “Los, los“, bettelte er zwischen fieberhaften Küssen. Ian grub eine Hand in Charlies Haare und presste ihre Lippen aufeinander, ehe er sich zu Charlies Halsbeuge hinunter küsste und zärtlich zubiss. Er rollte die Hüften, begann, sich in Charlies Körper zu bewegen und Charlie schrie leise auf. Ian umfasste eines von Charlies Beinen und spreizte sie weiter, um tiefer in ihn eindringen zu können. Schweiß tropfte ihm in die Augen und er wischte seine Stirn an Charlies Schulter ab, festigte den Griff in den dunklen, feuchten Locken auf Charlies Kopf. Der Sex war immer am besten, wenn sie sich lange nicht gesehen hatten. Charlie fasste zwischen ihre Körper, umfing seine eigene Erektion. Ian ließ Charlies Bein los und folgte seiner Hand, verschränkte ihre Finger um Charlies Glied. Er küsste ihn wieder, beschleunigte seine Bewegungen und schluckte Charlies Aufschrei, als der jüngere Mann kam. Charlies Orgasmus brachte auch ihn zum Höhepunkt. Ian keuchte erschöpft, platzierte zärtliche Küsse auf Charlies Lippen, seinem Kinn und seinen Wangen. Charlie streichelte mit einer Hand Ians Rücken. “Hm“, machte er, als Ian sich neben ihn fallen ließ und das Kondom entfernte. Er ließ es in der Plastiktüte der Drogerie verschwinden, in der er Kondome und Gleitgel hergebracht hatte. Charlie drehte sich auf die Seite und streichelte Ians Wange. “Ich liebe dich“, flüsterte er und es war, als hätte jemand Ian in den Magen geboxt.

“Was?“, fragte er.

“Ich liebe dich“, wiederholte Charlie.

Es war das letzte, was Ian hörte, ehe er das Haus fünf Minuten später fluchtartig verließ.

***

Ian wusste, dass Don ihn beobachtete. Die Blicke, die nicht so versteckt waren, wie Don sie ihm eigentlich zuwerfen wollte, fielen sogar Dons Team auf. Charlie schloss seine Erklärung mit einer langen Formel auf dem Whiteboard ab und drehte sich dann zu Dons Team und Ian um, die im Konferenzraum versammelt saßen.

“Ich bräuchte mehr Daten“, sagte er zu Don, seine Augen fanden Ian. Als der Agent den Blick erwiderte, wandte Charlie sich ab und unterstrich das Ergebnis, als hätte er es vergessen.

Don nickte. “Ich weiß nur nicht, ob wir im Augenblick viel mehr haben, Kumpel.“

Charlie zuckte mit den Schultern. “Ich kann versuchen, den Algorithmus zu modifizieren, aber das Ergebnis wäre viel ungenauer.“

“Versuch es“, antwortete Don knapp und stand auf, “Megan, du hängst dich ans Telefon. David, Colby, fahrt noch zur Jennings Frau und kontrolliert, ob er da wirklich nicht aufgetaucht ist. Kann sein, dass sie ihn versteckt.“

Megan runzelte die Stirn. “Welche Frau versteckt einen Vergewaltiger?“, fragte sie. Don ließ die Frage unbeantwortet und verließ den Konferenzraum. Ian sah, dass Charlie sich darauf konzentrierte, seine Berechnungen zu machen und stand ebenfalls auf, um den Raum zu verlassen.

“Und du hast nichts zu sagen?“, fragte Charlie plötzlich und Ian drehte sich zu ihm um. Charlie starrte auf das Whiteboard, als hätte er nicht gerade mit Ian gesprochen. Die Tür zum Konferenzraum fiel verspätet hinter Colby zu.

Ian stemmte die Hände in die Hüften. “Wir sollten mit dieser Sache aufhören, Charlie.“

Charlie drehte sich nun doch zu ihm um. “Diese Sache“, wiederholte er mit einem traurigen Nicken.

“Charlie, ich …“ Ian brach ab und fuhr sich frustriert durch die kurzen Haare, dann sagte er: “Ich mache so was nicht, okay? Rote Rosen zum Valentinstag und gleich aussehende Bademäntel.“

“Das verlangt niemand“, antwortete Charlie.

“Wir sollten Schluss machen.“

Charlie senkte den Blick und schluckte schwer. Ian sah seine Hände zittern. “Tu das nicht“, bat Charlie.

“Es ist besser“, antwortete Ian.

Charlie blickte nun doch auf. In seinen Augen zeigten sich Tränen, aber sie flossen nicht. Charlie war scheinbar zu stolz, um zu weinen – oder zumindest zu stolz, um es in der FBI-Zentrale zu tun. “Bitte nicht.“

“Charlie …“ Ian schluckte schwer, wollte nicht zugeben, dass ihm dieser Schritt ebenfalls schwer fiel.

Er wollte nicht ohne Charlie sein, aber er konnte diese drei Worte nicht über die Lippen bringen und das musste einfach heißen, dass sie nicht füreinander bestimmt waren. Charlie umklammerte den Stift in seinen Händen wie eine Rettungsleine. “Ich liebe dich“, sagte er leise.

Ian hob die Hände. “Nein. Sei still. Das will ich nicht hören.“

Die Tür zum Konferenzraum wurde aufgerissen. “Jennings wurde gerade gesichtet. Er ist bewaffnet und versucht scheinbar, an einer Tankstelle an Bargeld zu kommen“, sagte Megan.

“Ich komme sofort“, antwortete Ian. Er wandte sich von Charlie ab und ließ ihn im Konferenzraum stehen.

***

Der Schuss, der Ian traf, war glühend heiß und schickte den Schmerz von der Einschussstelle in seiner Schulter direkt durch seinen gesamten Oberkörper. Er bekam kaum mit, wie er auf dem Asphalt des Parkplatzes vor der Tankstelle landete. Aber er sah Jennings wild mit seiner Waffe um sich schießen, sah einen Polizisten zu Boden gehen und dann Jennings. Hände an seinen Wangen waren das nächste, was er wahrnahm. Sie hielten sein Gesicht fest. Ein anderes Paar presste auf seine Schulter.

“Los, los, los!“, schrie jemand und Ian erkannte die Stimme als die von Colby wieder. Eine Hand löste sich von seiner Wange und streichelte seine Stirn.

“Charlie?“, fragte er leise.

“Sh!“, antwortete jemand, “Der Krankenwagen ist unterwegs.“ Es war Megan.

Als Ian in die Dunkelheit gerissen wurde, erinnerte er sich an Charlie vor ein paar Stunden, in seinem Bett.

“Ich liebe dich.“

***

Ian wusste, warum es neben ihm piepte. Er hatte es so oft gehört, dass er gar nicht darüber nachdenken wollte. Ein dumpfer Schmerz in seiner Schulter war das nächste, was er wahrnahm. Dann folgte die Hand, die seine umschlossen hielt. Stimmen, aber verstand nicht, was sie sagten. Er öffnete die Augen, als eine Tür ins Schloss fiel. Charlie starrte ihn an - unsicher, ängstlich und müde. “Hey“, sagte er leise, “Du wurdest angeschossen. Du warst 23 Stunden bewusstlos. Eigentlich nur 20 Minuten, aber sie mussten operieren und dir Schmerzmittel geben. Ich denke mal, das zählt auch.“

Ian unterbrach Charlies Worte mit einer zitternden Hand, die er schwach in Charlies dunklen Locken vergrub. Und es fühlte sich so sicher an, so vertraut. “Charlie“, flüsterte er.

Charlie lächelte kurz, dann wurde er wieder ernst. Er stand auf und ließ Ians Hand los. “Das Schlimmste hast du überstanden“, sagte er. Ian konnte nicht beschreiben, wie weh es tat, als Charlie sich umdrehte und ging.

***

Ian erholte sich auf Alans Einladung hin im Haus der Eppes von seinen Verletzungen. Er sah Charlie in den drei Tagen, die er im Krankenhaus verbrachte, nicht wieder. Alan und Don, die wohl wussten, dass etwas zwischen ihnen nicht stimmte, schienen Ian als zu krank zu befinden, um ihn darauf anzusprechen. Ian war nun seit etwas über 24 Stunden aus dem Krankenhaus entlassen und lehnte in der Tür zur Garage, in der Charlie sich seit seiner Ankunft versteckt hatte. Charlie stand vor seinen Tafeln und schrieb. Ian wusste, dass er momentan keine Fälle bearbeitete und nahm daher an, dass es sich um Berechnungen für die Kognitive Emergenz-Theorie handelte.

“Charlie“, sagte er und der Professor hielt in seinen Bewegungen inne.

“Ich bin beschäftigt“, antwortete er.

“Nein“, sagte Ian, “ich muss mit dir reden.“

“Wir haben doch alles gesagt“, meinte Charlie widerwillig.

“Ich habe überreagiert“, begann Ian dennoch. Charlie schrieb weiter auf die Tafel, aber Ian ignorierte die trotzige Bewegung. Er wusste, dass Charlie ihn hören konnte. “Die Wahrheit ist, dass ich nicht Schluss mit dir machen will.“

Charlie hielt in seinen Bewegungen inne. “Ach nein?“, fragte er.

“Nein.“ Ian seufzte. “Du erwartest einfach zu viel, Charlie.“ Er trat hinter ihn und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Charlie drehte sich von ihm weg und Ian ließ ihn los. “Ich bin so etwas nicht gewohnt“, sagte Ian leise, “Du kannst nicht erwarten, dass ich es sage, nur weil du es tust.“

“Darum geht es nicht. Du musst es nicht sagen. Es ist ein großer Schritt.“ Charlie schrieb in paar Zahlen und Ian legte die Arme um seine Hüfte, verschränkte seine Hände auf Charlies Bauch. Charlie wehrte ihn nicht ab und Ian nahm das als Zeichen, seinen Griff zu festigen.

“Worum geht es dann?“, fragte er.

“Du bist weggelaufen.“ Charlie drehte sich zu ihm um und legte seine Hände auf Ians Schultern. “Weißt du, für mich ist das auch nicht einfach. Ich kann meine festen Beziehungen an einer Hand abzählen – Gott, ich kann die Leute, mit denen ich Sex hatte, an einer Hand abzählen und hätte trotzdem noch Finger übrig.“ Er ballte seine Hände in Ians Pullover zu frustrierten Fäusten. “Es war verdammt schwer, es dir zu sagen. Und du bist weggelaufen.“

“Es tut mir leid“, antwortete Ian. Charlie blickte auf einen Punkt über Ians Schulter und der Agent presste seine Stirn an die von Charlie, zwang ihn, ihn anzusehen. “Ich habe einen Fehler gemacht.“ Er küsste Charlies Lippen. Regungslos standen sie einige Minuten so da. Ian hielt Charlies Blick, wann immer der jüngere Mann zu ihm aufsah. “Charlie“, flüsterte er schließlich, “Sag Ja.“

Charlie lachte leise bei der Erinnerung an die erste Benutzung dieser Worte zwischen ihnen. Dann schüttelte er den Kopf. “Ich liebe dich“, antwortete er stattdessen. Ian grinste, dann zog er Charlie näher, ehe er ihn an einen der Pfosten drückte, die die Garage stützten.

Ian war nicht der Typ Mann, der die Worte sagte.

Aber er war der Typ Mann, der daran glaubte, es irgendwann zu können.


ENDE
JJ 12/09

Nicht der Typ Mann Masterlist
Komplette Fanfiction Masterlist

Comments

( 3 comments — Leave a comment )
callisto24
Mar. 27th, 2010 05:10 pm (UTC)
Awwww... schööön. Und für einen Moment hast Du mir richtig Angst gemacht. Wie konnte Ian nur einfach weglaufen. ( Obwohl er wirklich der Typ Mann dafür ist. *g* )
Eine tolle Geschichte. Hast Du Dir schon mal überlegt sie in fanfic_de zu posten?

Dankeschön fürs Schreiben.:)
jolinarjackson
Mar. 27th, 2010 06:41 pm (UTC)
Das werde ich jetzt wohl tun. Ich kannte die Community nicht, aber danke. Da werde ich mich in nächster Zeit mal etwas umsehen ...

Danke für's Lesen und Feedback.
callisto24
Mar. 27th, 2010 06:59 pm (UTC)
Sehr gerne geschehen. Das wäre klasse, dann bekäme die Community auch endlich einen Numb3rs Tag. (Ich glaube bislang ist nur eine Geschichte darin.)
Liebe Grüße ;)
( 3 comments — Leave a comment )