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Numb3rs: Stille Wasser (Fanfiction)

Serie: Acht Arten, auf die Ian und Charlie ein Paar wurden … und eine, auf die sie es nicht wurden 1/9 (Masterliste)
Worte: 912
Inhalt: Ian wollte herausfinden, ob er den Professor sprachlos machen konnte.
Charaktere: Ian Edgerton, Charlie Eppes
Pairing: Charlie/Ian Edgerton
Rating: M
Setting: direkt nach Hinterhalt
Warnungen: Slash
Anmerkungen: Geschrieben für die Mai Rewatch Challenge auf sniper_voodoo  mit dem Prompt Hinterhalt.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Numb3rs und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Acht Arten, auf die Charlie und Ian ein Paar wurden und eine, auf die es nicht wurden Masterlist
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Es gab Zufälle, es gab Schicksal und es gab Glück. Man würde es nicht auf Anhieb vermuten, aber Ian Edgerton glaubte an alle drei. Und er hinterfragte sie nicht. Er akzeptierte einfach, dass sie da waren und ihm gute Momente bescherten, an die er sich erinnern konnte, wenn der Job besonders hart wurde.

Gute Momente wie dieser. Er atmete vollkommen ruhig und schmiegte sich noch ein kleines Stück enger an den kleineren Körper vor ihm. Schwarze Locken kitzelten seine Wange und der Geruch von fruchtigem Shampoo stieg ihm in die Nase. Ein Teil von ihm fragte sich, wonach das Shampoo roch, ein anderer bemühte sich darum, diesen Moment in sein Gedächtnis zu brennen und der letzte, kleinste Teil seines Bewusstseins konzentrierte sich auf den Unterricht, den er gerade erteilte. “Ganz ruhig“, sagte er leise und half den zitternden Händen des anderen Mannes, die Waffe ruhig zu halten. Charlie Eppes war Zufall, Schicksal und Glück in einem. Und Ian war fest entschlossen, ihn zu einem der Momente zu machen, an die er sich gerne erinnerte. Seine Hände legten sich auf die von Charlie und halfen ihm, das Gewehr an seine Schulter zu drücken.

“Das Schießen im Stehen“, sagte Ian leise und benutzte einen Fuß, um Charlies Beine weiter auseinander zu drücken, “ist schwieriger als das mit einer Unterlage. Du darfst nicht zu stark zittern. Die Waffe ist schwer, aber du musst trotzdem treffen.“

Charlie lehnte sich leicht zurück und sein Rücken drückte sich an Ians Brustkorb.

“So stehst du gut“, sagte Ian leise.

Sein Atem strich über Charlies Halsbeuge und der jüngere Mann lachte nervös. “Die Waffe ist wirklich schwer“, versuchte er, seine zitternden Hände zu erklären, aber Ian wusste, dass mehr als nur Anstrengung den Professor aus der Bahn warf.

Und er fühlte sich geschmeichelt. Er hatte das Gefühl, dass Charlie nur wenigen Dingen wirklich Aufmerksamkeit schenkte. Er war gerne eines davon. “Du machst das gut.“ Ian wollte nicht hinterfragen, wieso Charlie ihn darum gebeten hatte, ihm Unterricht zu geben oder warum Don davon nichts erfahren sollte. Letzteres konnte er sich denken. Don mochte es nicht, wenn sein kleiner Bruder der Realität ausgesetzt wurde. Aber er beschwerte sich auch, dass Charlie keine Ahnung vom wahren Leben hatte. Ian konnte verstehen, dass die Beziehung der beiden so aufgewühlt und von Missverständnissen geprägt war.

“Sieh dir das Ziel an.“ Eine von Ians Händen verließ Charlies und legte sich stattdessen stabilisierend auf die Hüfte des Professors. “Konzentriere dich.“ Sein Griff festigte sich etwas und er atmete ein. Möglicherweise war es Erdbeer-Shampoo. “Atme durch.“ Seine Hand glitt von Charlies Hüfte zu seinem Bauch und zog ihn näher. Charlies Atmung beschleunigte sich. 'Besser als Sex', dachte Ian, als er die Körperwärme in sich aufsog, das Adrenalin, und lächelte. Sie waren in der letzten Box am Ende der Reihe des Schießstandes. Es war spät. Sie waren ungestört. Seine andere Hand rückte Charlies Ohrenschützer zurecht, ehe er seine eigenen richtete. Dann legte er sie ebenfalls auf Charlies Hüfte. Er spürte Charlie durchatmen, dann die Luft ausstoßen, wie Don es ihm beigebracht hatte. Der Schuss traf sein Ziel unbeirrt und Charlie lächelte zufrieden, ehe er die Waffe sinken ließ. Ian zog seine Ohrenschützer herunter und befreite auch Charlie von seinen. Er legte das Paar auf den Tisch. “Sehr gut, Professor.“

“Danke“, antwortete Charlie und drehte den Kopf, blickte grinsend zu ihm auf. Und Ian dachte sich, dass es das Risiko wert war. Er griff nach der Waffe, entwand sie sanft Charlies Händen und noch während er sie ablegte, umfasste er mit einer Hand Charlies Nacken und zog ihn in einen Kuss. Charlie gab einen überraschten Laut von sich, aber er erwiderte den Kuss zögerlich.

Als Ian den Kuss brach und zu ihm hinunter sah, starrte der Professor ihn überrascht an. “Was war das?“, fragte er.

“Ich scheine nachzulassen, wenn du das nicht weißt“, antwortete Ian mit einem Lächeln.

Es war ermutigend, dass Charlie nicht zurück trat oder ihn weg schubste. Charlie schüttelte den Kopf. “Ich weiß, was das war, aber ...“ Er brach ab, als Ian erneut ihre Lippen aufeinander drückte. Der Agent drängte Charlie zurück an die Trennwand und drückte sich an ihn. Seine Zunge teilte Charlies Lippen und vertiefte den Kuss. Charlie stöhnte auf. Ian zog ihn näher, drückte ihn wieder an die Wand und grub eine Hand in Charlies Haare. Ian verließ Charlies Lippen, ließ einen Kuss auf Charlies Wange fallen und blickte ihn fragend an.

“... wieso?“, beendete Charlie den Satz, hatte den Faden offenbar nicht verloren, obwohl er etwas atemlos wirkte.

Ian wollte herausfinden, ob er den Professor sprachlos machen konnte. Seine Hand strich über Charlies Schoß und der jüngere Mann griff mit einem leisen Wimmern nach Ians Schulter, zog ihn näher. Ian antwortete: “Ich wollte dich von der ersten Minute an. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber Intellekt ...“ Er schob sein Bein zwischen die von Charlie. “... finde ich heiß. Und ich bin der Meinung …“ Ein Kuss auf Charlies Wange. “... stille Wasser ...“ Er legte eine Hand in Charlies Halsbeuge und hob sein Kinn mit dem Daumen an, damit ihn der Professor ansah. “... sind tief.“ Er streichelte über eine gerötete Wange.

Charlie schien seine Überraschung zu überwinden, denn er lächelte Ian an und fragte: “Willst du raus finden, wie tief?“

Ian lachte. “Wusste ich es doch. Du siehst nur unschuldig aus.“

Charlie grinste. “Stille Wasser sind tief.“


ENDE
05/10

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