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Stargate: Kopie 7/12 (Fanfiction)

KOPIE 7/12

Inhalt: Daniel wird von einer alternativen Realität um Hilfe gebeten. Die Erde steht dort am Rande der Zerstörung: Ba’al und die Ori haben sich zusammen geschlossen, um sie zu erobern. Die letzte Hoffnung scheint die Verlorene Stadt der Antiker zu sein. Mit Jack O’Neill, Rodney McKay und Carson Beckett bricht Daniel auf, um die alternative Version der Erde zu retten, nicht wissend, dass dieses Abenteuer sein Leben und die Beziehung zu seinem besten Freund für immer ändern wird.
Pairing: Jack/Daniel, Rodney/Carson
Rating: PG
Spoiler: Kleine für Kinofilm, Der Feind in seinem Körper, Freund oder Feind?, Seth, Lebenslinien, Doppelter Einsatz, Die Entscheidung, Avenger2.0, Helden, Die Verlorene Stadt, Neue Machtverhältnisse, Avalon, Das Geheimnis der Ori, Ex-Deus Machina, Die Quelle der Wahrheit
Crossover-Spoilers: Stargate Atlantis: Aufbruch in eine neue Welt, Dunkle Schatten / Stargate Universe: Die Destiny, Führungskampf auf der Destiny
Warnungen: Folter, Slash
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serien Stargate SG-1, Stargate Atlantis und Stargate Universe und die in ihnen vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kopie Masterlist
Kapitel 6


7.



Es kostete Daniel viel Überwindung, nicht die ganzen Räume zu betreten, die vom Korridor abzweigten.

“Weiter gerade aus, Dr. Jackson“ , sagte Rodney etwas ungeduldig und Daniel war froh, dass der Wissenschaftler es geschafft hatte, eine Pogramm zu finden, das ihre Wärmesignaturen las.

Das machte es ihnen leichter, die Piers zu finden. Daniel blieb stehen, als er an einer Fensterfront vorbeiging, die ihm einen atemberaubenden Blick über die Stadt bot. Wenn sie Atlantis in seiner Realität fanden, musste er dorthin. Es war groß genug, um ein Lebenswerk zu werden.

“Dr. Jackson, ist alles in Ordnung?“ , fragte Rodney.

Daniel griff zum Funkgerät. “Ja. Ich war nur …“ Er brach ab und ging weiter. Seine Kopfschmerzen hatten sich inzwischen mit aller Macht zurückgemeldet und er verzog das Gesicht und rieb sich die Stirn.

“Ich hab’s“ , sagte Jack in dem Moment, “Hier ist es. Es ist in einer … Box. Ich kann es sehen, aber ich komme nicht dran.“

“Gibt es Kontrollelemente? Vielleicht kann ich es von hier aus öffnen“ , sagte Rodney.

Daniel blendete den Dialog aus und lehnte sich an die Wand. Ihm war schwindelig. Er schloss die Augen und stöhnte leise. Als er die Augen wieder öffnete, sah er leicht verschwommen. “Okay“, murmelte er, “etwas stimmt nicht.“ Er schluckte eine Welle der Übelkeit hinunter und stieß sich von der Wand ab. Er musste weiter. Je eher er das ZPM hatte, desto eher kehrten sie zur Erde zurück und desto eher konnte er in seine Realität und herausfinden, was nicht mit ihm stimmte.

Er stolperte über seine eigenen Füße und taumelte gegen eine Wand, als das Hämmern hinter seiner Stirn stärker wurde.

Das letzte, was er hörte, war Rodneys tadelnde Stimme: “Dr. Jackson, gehen Sie weiter. Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.“

Dann wurde ihm schwarz vor Augen.

***

“Daniel?“ Jemand hielt sein Handgelenk und er öffnete vorsichtig die Augen. Carson kniete neben ihm und sah auf die Uhr. Er war verschwitzt und atmete angestrengt.

“Dr. Beckett?“ Jacks besorgte Stimme ließ Carson das Pulsmessen unterbrechen und zu seinem Funkgerät greifen.

Ehe er etwas sagen konnte, tippte Daniel sein Knie an. Carson lächelte erleichtert. “Er kommt gerade zu sich, General. Kein Grund zur Besorgnis.“

Jack klang skeptisch. “Ich sollte kommen.“

“Nein“ , antwortete Rodney, “General, ich brauche Sie hier im Kontrollraum. Sie müssen etwas für mich aktivieren.“

Daniel aktivierte sein Funkgerät mit zitternden Händen. “Mir geht’s gut, Jack.“

Der General antwortete mit einem zweiflerischen “Okay“ . Daniel richtete sich mit Carsons Hilfe vorsichtig auf und lehnte sich an die angenehm kühle Wand hinter ihm. Carson bot ihm seine Flasche an und Daniel nahm ein paar Schlucke. Er fühlte sich gleich besser, als das trockene Gefühl in seinem Mund weggespült wurde. “Wie lange war ich weg?“, fragte Daniel.

“Lange genug, um herzukommen.“ Carson war noch immer etwas außer Atem. “Schätzungsweise 15 Minuten.“

“Du warst schnell“, meinte Daniel beeindruckt.

“Ja, ich bin fasziniert von meiner Kondition. Und Rodney hat eine Abkürzung gefunden“, antwortete Carson mit einem Lächeln. Dann wurde er professionell. “Schwindelgefühle? Übelkeit?“

Daniel schüttelte den Kopf. “Nur Migräne“, antwortete er.

“Was ist passiert?“, fragte Carson.

“Ich bin nicht sicher“, antwortete Daniel, “Aber die Kopfschmerzen wurden stärker und ich bin … einfach zusammen gebrochen.“

“Jetzt wirkst du okay. Regelmäßiger Puls“, meinte Carson und stand auf. Er streckte Daniel die Hand entgegen. “Komm. Wir müssen dein ZPM holen und zurück zum Torraum.“

Daniel ließ sich hoch helfen und taumelte leicht, als er auf die Beine kam.

“Geht es?“, fragte Carson besorgt und Daniel nickte.

“Ja. Geht schon.“ Er machte in paar unsichere Schritte und lächelte. “Ist schon besser.“ Er nahm einen letzten Schluck Wasser, ehe er Carson die Flasche gab. Der Arzt steckte sie in Daniels Rucksack und sie gingen weiter.

“Es ist nicht mehr weit“, sagte Daniel. Sie bogen um eine Ecke und befanden sich nun in einem Korridor, der auf einer Seite von einer Fensterfront begrenzt war. Ihnen bot sich ein Blick über die Stadt und das weite Meer. Daniel war jedes Mal aufs Neue beeindruckt, wie groß Atlantis zu sein schien.

Carson blickte aus der Fensterfront, während sie daran vorbeigingen. “Beeindruckend, nicht wahr?“, fragte er.

Daniel nickte. “Die Stadt ist älter als Rom.“

“Ich sage dir, wenn das Militär sich entschließt, hierher zurückzukommen und die brauchen einen Arzt …“ Carson zuckte mit den Schultern. “Ich würde den Job nehmen.“

“Das ist gut“, meinte Daniel, “Ich habe dran gedacht, dein Alter Ego zu bitten, für uns zu arbeiten.“

Carson lächelte. “Das wird ihm gefallen …“ Er runzelte die Stirn. “Lass nur nicht zu, dass er sich auf den Stuhl setzt. Ich hätte beinahe einen Hubschrauber abgeschossen.“

***

Das ZPM hatte sich in einer schützenden Ummantelung auf einem kleinen Balkon befunden. Die salzige Seeluft fuhr durch Daniels Haare und schaffte es tatsächlich, seine Migräne etwas zu mildern. Er brauchte einen Moment, ehe er es geschafft hatte, das ZPM aus seiner Schutzvorrichtung zu entfernen. Daniel fuhr mit den Fingern über die glatte Oberfläche der zylinderförmigen Energiequelle, ehe er sie in seinen Rucksack packte. Als er sie aus der Verankerung gelöst hatte, waren die orangen Kristalle darin erloschen. Carson griff zum Funkgerät: “Wir haben es und machen uns jetzt auf den Rückweg.“

Rodney antwortete: “Okay.“

Jack fügte hinzu: “Dr. McKay arbeitet bereits daran, das DHD zu modifizieren. Wir hätten ein Fenster in fünf Minuten, aber das werden wir nicht schaffen. Wir wollen also in knapp 43 Minuten raus wählen. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Tor auf der Erde sich zwischen zwei Anwahlen befinden.“

Daniel setzte seinen Rucksack auf und verzog das Gesicht, als er merkte, wie schwer das ZPM tatsächlich war. “Dann lass uns gehen“, meinte er zu Carson.

***

Nicholas Rush war nervös. Er starrte auf das Whiteboard, das er sich in einer Ecke des Kontrollraums aufgebaut hatte, und versuchte, Sinn aus den Zahlen darauf zu machen.

Die Unruhe um ihn herum lenkte ihn nicht ab und niemand wagte es, ihn zu stören, wenn er nachdachte. Alle konzentrierten sich auf die Computer um sie herum und die Daten, die sie ihnen gaben. Sie hatten es nur ein Mal geschafft, schneller als Ba’al zu wählen.

Seit die Verbindung zu Atlantis unterbrochen worden war, wurde ihr Leben wieder von der regelmäßigen Anwahl es Goa’uld bestimmt. Aber Nicholas musste es schaffen, das Wahlprogramm noch ein Mal zu verbessern. Er musste einfach. Nicht nur Colonel Lorne erwartete das von ihm, sondern er selbst auch. Das Tor schaltete sich ab und wurde direkt wieder angewählt.

“Atlantis?“, fragte Walter Harriman angespannt und Rush blickte auf die Uhr.

“Möglich. Es kommt darauf an, wie schnell sie die ZPMs holen konnten und ob Dr. McKay in der Lage ist, das DHD schnell zu modifizieren.“

“Die Iris, Doktor?“

“Bleibt geschlossen“, antwortete Rush, “bis wir einen Code haben. Anweisung des Generals.“ Er nahm seinen Laptop zur Hand und ging erneut die Anweisungen durch, die er McKay mitgegeben hatte.

Er nickte sich selbst zu. Wenn McKay seiner Anleitung folgte, müsste Atlantis schneller rein wählen können als Ba’al. Das Geräusch des sich öffnenden Tores hinter der Iris brachte Nicholas dazu, nur kurz aufzublicken. Er war es gewöhnt. Ein warnender Ton von dem Computer, an dem Harriman saß, hingegen ließ ihn den Laptop vergessen. “Was war das?“, fragte er scharf.

Harriman runzelte die Stirn, blickte zum Tor und dann auf seinen Bildschirm. “Sir, das Diagnostik-Programm hat ein Problem entdeckt.“

“Ein Problem?“ Rush schob Harriman samt seinem Stuhl zur Seite und rief das Diagnostik-Programm auf. “Was ist das?“, fragte er leise, starrte auf die Zahlenkolonnen, die durch ein Fenster in der Mitte des Bildschirms ratterten.

“Sir?“, fragte Harriman verunsichert und auch die anderen Techniker waren nun aufmerksam geworden, “Was sollen wir tun?“

“Mich in Ruhe lassen“, antwortete Nicholas scharf und rief einen anderen Teil des Diagnostik-Programms auf. “Oh, mein Gott“, murmelte er, kalte Panik in seiner Stimme, “Oh … nein, nein! Nein!“ Er tippte Befehle ein, während die anderen ihm ratlos zusahen. Der Computer ignorierte ihn.

“Was ist los?“, fragte Sgt. Siler leise und Harriman antwortete: “Keine Ahnung. Aber wenn er so reagiert … ist es nichts Gutes.“

***

“Bist du in Ordnung?“, fragte Jack besorgt, als Daniel und Carson in den Torraum zurückkehrten und Daniel nickte.

Er wirkte etwas blass und müde, also glaubte Jack ihm nicht so recht.

“Ja.“

Carson ging die Treppe hinauf zum Kontrollraum und gesellte sich zu Rodney, der mit dem Oberkörper in der Atlantis-Version des DHDs vergraben war und über Rushs Anweisungen schimpfte. Daniel sah auf die Uhr. “Wann wählen wir an?“

“Wir haben ein Fenster in …“ Jack blickte auf die Stoppuhr. “… 13 Minuten.“

“Reicht das?“

Jack nickte. “McKay denkt, er ist in ein paar Minuten fertig mit der Modifizierung.“

Daniel blickte zum regungslosen Tor und setzte den Rucksack ab, um seinen Rücken zu entlasten. Jack legte besorgt eine Hand auf seinen Arm. “Bist du sicher, dass du in Ordnung bist?“

Daniel lächelte versichernd. “Nur Migräne.“

“Wir hätten dich nicht mit hierher nehmen sollen.“

Daniel schüttelte den Kopf. “Ich denke nicht, dass es mit der Torreise zusammen hängt. Eher mit der Reise durch den Spiegel.“

Jack drückte versichernd seinen Arm und lächelte. Dann wandte er sich ab.

“Jack“, sagte Daniel und der General drehte sich wieder zu ihm um, “ich habe dir noch nicht gesagt, wie leid mir … sein Tod tut.“

Jack runzelte die Stirn. “Doch, hast du.“

Daniel schüttelte den Kopf und trat auf Jack zu. Leise sagte er: “Nein, ich meine … dein Verlust … tut mir so leid.“

Jack schluckte und wich seinem Blick aus. Er räusperte sich. “Mein Verlust …“, nickte er. Er warf Daniel ein hilfloses Lächeln zu. Daniel legte eine Hand auf Jacks Schulter. Jack atmete tief durch und ballte die Hände zu Fäusten, dann schüttelte er den Kopf und zog Daniel in eine plötzliche Umarmung. Ein Arm wickelte sich um Daniels Hüfte und zog ihn näher, während sich die andere Hand in seine kurzen Haare grub. Jack drückte seine Wange an Daniel Schläfe. Daniel zögerte einen Moment, unsicher, wie er reagieren sollte, dann legte er die Arme um Jacks Oberkörper. Er und Jack hatten sich im Laufe der Jahre umarmt, wenn auch nicht oft.

Dennoch fühlte es sich anders an, irgendwie intimer, und Daniel schloss die Augen. Jacks Körper war warm und er roch nach dem Aftershave, das Daniel so mochte. Jack festigte die Umarmung kurz, ehe er sie löste und sich abwandte, peinlich berührt. “Entschuldige.“

“Ist okay“, sagte Daniel schnell.

Jack seufzte, blickte ihn noch immer nicht an. “Wir sollten sehen, wie weit McKay ist.“

Daniel akzeptierte Jacks offensichtlichen Wunsch, das Thema ruhen zu lassen.

“Okay.“

***

Das Tor öffnete sich und McKay stieß ein triumphierendes Geräusch aus. “Wir haben eine Verbindung“, sagte er.

Jack lächelte ihn an. “Gute Arbeit, Doktor.“ Er stand von den Stufen auf, wo er mit Daniel gewartet hatte und trat auf das Tor zu.

Er gab seinen Iris-Code ein und zog dann den Ärmel seiner grünen Jacke wieder über das GDO. “Wir sollten gehen.“

Rodney nickte und kam mit Carson die Stufen zum Tor hinunter. Daniel setzte seinen Rucksack auf, während Carson es vorzog, seinen in der Hand zu behalten. Rodney warf einen sehnsüchtigen Blick zurück zum Kontrollraum. “General-“

“Wir kommen wieder, Dr. McKay. Sobald wir unser Problem gelöst haben.“

Rodney nickte und ging entschlossen auf das Tor zu, ein breites Grinsen im Gesicht. “Das werden wir.“

Carson runzelte die Stirn. “Du bist doch sonst nicht so optimistisch.“

“Ja“, antwortete Rodney und blieb vor dem Ereignishorizont stehen, “aber wir haben jetzt ZPMs. Was soll noch passieren?“

“McKay“, meinte Jack warnend, “wenn jemand so etwas sagt, dann geht alles den Bach runter.“

Rodney winkte ab. “Ich finde, diese Mission war ein Spaziergang.“

Jack winkte ihn ungeduldig auf das Tor zu und Rodney ging hindurch.

“Nervensäge“, murmelte Jack und folgte ihm mit Carson und Daniel.

Auf der anderen Seite stolperte er in Rodney und fluchte. “McKay, bewegen Sie sich vom Tor weg. Jemand könnte …“ Er brach ab, als ihm auffiel, dass Rodney die Hände gehoben hatte und Carson und Daniel es ihm nachtaten.

Er blickte über Rodneys Schulter dorthin, wo der Kontrollraum sein sollte und stöhnte auf, als ihn stattdessen Ba’al anlächelte, die Arme verschränkt. Ba’als menschlicher Wirt war attraktiv, mit dunklen Augen, schwarzen Haaren und einem markanten Gesicht. Obwohl er recht schmal gebaut war, strahlte Ba’al eine Autorität aus, die auch Jack anerkennen musste. Von allen Goa’uld, mit denen sie es über die Jahre hinweg zu tun bekommen hatten, war Ba’al der klügste.

Man durfte ihn nicht unterschätzen. Manchmal kam es Jack surreal vor, dass ihr größter Feind schlicht und einfach ein zu groß geratener Wurm war, der in einem menschlichen Wirt lebte. Hinter und neben Ba’al standen Jaffa, ihre Waffen auf die Ta’uri gerichtet. Sie trugen die für Jaffa typische Uniform, bestehend aus schützenden Metallplatten und einem Kettenhemd. Ba’al selbst bevorzugte einen schlichteren Stil und trug ein dunkles Oberteil aus Leder, das keine Ärmel hatte und eine dunkle Hose, die in seine schwarzen Stiefel gesteckt war.

Hinter Ba’al, auf einem Podest, stand sein Thron. In den schlichten, schwarzen Wänden des Raumes spiegelte sich das künstliche Licht der Lampen.

“Verdammt, McKay“, meinte Jack, “was habe ich Ihnen gesagt?“

Rodney seufzte. “Das ist so unfair.“

Kapitel 8
Kopie Masterlist