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Torchwood: Er wusste es (Fanfiction)

Er wusste es

Worte: ~ 460
Inhalt: Gwen dachte, dass er es nicht wusste. Dass er sich nicht erinnern konnte. Sich nie erinnern würde. Aber Rhys wusste es.
Charaktere: Rhys Williams
Pairing: Gwen/Rhys
Rating: PG
Spoiler: Erntezeit, Faustrecht, Fleisch
Setting: beginnt nach Fleisch
Warnungen: Erwähnung von Untreue
Anmerkungen: Geschrieben für torchwood_las und den Prompt Erinnerungen. Das zusätzliche Wort, das man benutzen sollte, war lila.
Beta: Eleanor Harkness-Jones, danke!
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

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Gwen dachte, dass er es nicht wusste. Dass er sich nicht erinnern konnte. Sich nie erinnern würde.

Aber Rhys wusste es.

Seine Erinnerungen waren eindeutig: ihre stolpernde Entschuldigung, als sie ihm sagte, dass sie ihm eine Amnesiepille untergeschoben hatte, ihr Geständnis, mit jemand anderem geschlafen zu haben, seine Wut auf ihre verzweifelte Bitte, ihr zu vergeben. Rhys erinnerte sich an all das, nachdem die ganze Geschichte mit dem Weltraum-Wal passiert war.

Anfangs hatte er gedacht, es wäre ein Traum – ein Alptraum, geschürt durch seine eigene Unsicherheit. Dann hatten die Bilder begonnen, sich in sein tägliches Leben einzuschleichen: Wann immer er auf ihrer Couch saß, wenn Gwen anrief und ihm sagte, sie würde lange arbeiten müssen, wenn sie über ihre männlichen Kollegen redete. Eine unschuldig klingende Frage über Retcon hatte ihm dann Sicherheit gegeben: Sie hatte ertappt gewirkt, als sie seine scherzhafte Frage, ob sie ihm jemals Retcon gegeben hatte, mit einem Lachen abwehrte. Ihr Lächeln war gezwungen gewesen, hatte Lügnerin! Lügnerin! Lügnerin! geschrien. Es war dasselbe Lächeln, das sie ihm geschenkt hatte, als sie behauptete, ihre Mutter sei begeistert von ihm oder als sie gesagt hatte, dass sie nur Akten für eine Spezialeinheit ablegte oder als sie erklärt hatte, die Schusswunde in ihrer Seite käme von einem Unfall, 'mein Kollege, dieser ungeschickte Dummkopf'. Er konnte sich dann sicher sein. Sie hatte ihm mindestens ein Mal Retcon gegeben, ihr Geständnis aus seinen Erinnerungen gelöscht. Was er nicht mehr wusste, war der Name, den sie erwähnt hatte. Er hatte keine Ahnung, mit wem sie geschlafen hatte.

Also beobachtete er sie. Jedes Mal, wenn er sie von der Arbeit abholte und die Basis betreten durfte. Er sah, wie Jack sie umarmte, ihr zuzwinkerte und wie sie auf seine zweideutigen Anspielungen mit einem Grinsen reagierte. Er sah sie und Ianto einander anlächeln, miteinander flüstern und über Insiderwitze lachen, die er nicht verstand. Er sah, wie Owen ihr beim Basketball etwas zu nahe kam und hörte die spielerischen Neckereien, die sie sich zuwarfen. Er sah sogar, wie Gwen und Tosh Blicke austauschten und Pizzas oder Frühlingsrollen teilten.

Aber er fragte sie nie danach. Er wollte nicht riskieren, das zu verlieren, was sie in den letzten Jahren sorgfältig aufgebaut hatten. Er lebte lieber mit der offenen Frage, weil er wusste, dass es vorbei war und dass sie ihn liebte. Er sah es in dem Lächeln, das sie ihm schenkte, als er ihr das lila Kleid kaufte, das sie unbedingt wollte. Er sah es in ihren Augen, als sie an ihrem Hochzeitstag Ringe tauschten. Er sah es in der Art, wie sie sich an ihn klammerte, als ihre Welt zusammenbrach und Tosh und Owen fortriss.

Es tat weh, aber er konnte es ertragen. Der Schmerz würde irgendwann nachlassen.

Zumindest hoffte er das.


ENDE
05/12


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