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Fünf Gelegenheiten, bei denen Jack Rhys im Dunkeln ließ und eine, bei der Rhys ihn überlistete

Worte: ~ 2.800
Inhalt: Wie der Titel schon sagt. Geschrieben für diesen queer_fest-Prompt: Jack sollte Rhys' Verwirrung wirklich nicht so auskosten, aber zuerst war der Kerl eifersüchtig wegen Gwen und dann sah er Jack mit Ianto tanzen und nun scheint er nicht zu wissen, was er glauben soll. Um fair zu sein: Jack macht es ihm schwer.
Charaktere: Jack Harkness, Rhys Williams, Ianto Jones, Gwen Cooper, Toshiko Sato, Owen Harper
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys
Rating: PG
Spoiler: Die Braut, der vor nichts graut / Hörspiel: Ghost Train / Roman: The Undertaker's Gift
Setting: beginnt nach Die Braut, der vor nichts graut, geht weiter bis weit nach Wundmale
Anmerkungen: Geschrieben für queer_fest. Prompt gibt’s in der Zusammenfassung.
Beta: larsinger29, danke!
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


Fünf Gelegenheiten, bei denen Jack Rhys im Dunkeln ließ ...

1.



Die Lobby war um diese Uhrzeit ruhig. Selbst die Musik aus dem Ballsaal war inzwischen verstummt. Die Hochzeit war offiziell vorbei und die Aufräumarbeiten beinahe getan. Das Taxi, das Gwen und Rhys zum Flughafen bringen würde, würde jeden Augenblick eintreffen und Jack hatte Gwen zur Seite genommen, um sich zu verabschieden. "Viel Spaß", sagte er mit einem Lächeln und küsste Gwens Wange. "Mach dir keine Gedanken um Torchwood. Wir rufen dich an, wenn es einen Notfall gibt."

"Versprochen?", fragte Gwen, offensichtlich hin und her gerissen zwischen ihren Flitterwochen und ihrer Sorge um das Team.

"Natürlich", antwortete Jack.

"Du lügst."

Jack grinste. "Natürlich."

Sie lachte, bevor sie ihn fest umarmte und flüsterte: “Danke für heute. Ich weiß, ich habe es dir nicht leicht gemacht."

"Da hast du Recht", sagte Jack mit einem Nicken und erwiderte die Umarmung. "Aber die Hauptsache ist doch, dass alles gut gegangen ist.“ Einen Moment lang blieben sie so stehen, froh, dass sich am Ende wirklich alles zum Besten gewendet hatte.

Jemand räusperte sich und Jack ließ Gwen los, um sich zu Ianto zu drehen. "Das Taxi wartet schon", sagte er und nickte in Richtung des Autos, das vor dem Hotel geparkt stand.

Rhys erschien an der Eingangstür. "Können wir gehen?"

Gwen verzog das Gesicht. "Ich muss zur Toilette."

Rhys verdrehte die Augen. "Typisch." Er grinste, um zu zeigen, dass er nur einen Witz machte und Gwen eilte mit einem Kichern davon.

Jack blickte Ianto an. "Wie laufen die Aufräumarbeiten?"

"Fast fertig. Ich werde Tosh in einer Minute nach Hause bringen, also müsst ihr den Rest zu zweit erledigen. Ich würde bleiben, aber sie ist ziemlich angeheitert und Owen weigert sich, ein Auto mit ihr zu teilen."

"Heißt das, ich muss ihn nach Hause fahren?"

"Ja."

Jack nahm Iantos Hand, zog ihn näher und flüsterte: "Komm in die Basis, nachdem du Tosh nach Hause gebracht hast."

Ianto machte ein nachdenkliches Geräusch.

Jack fügte hinzu: "Warte im Bett auf mich, nackt."

"Ich werde wahrscheinlich einschlafen, sobald mein Kopf das Kissen berührt. Ich kann nicht mit deinem Niveau an Energie mithalten."

Jack lächelte nachsichtig. "Na schön."

"Bis morgen dann?"

"Nein, ich habe es ernst gemeint. Schlaf in der Basis."

Ianto starrte ihn misstrauisch an. "Nur schlafen?"

"Wir könnten einen Quickie morgen früh einlegen."

"Und ich dachte, Romantik sei tot", sagte Ianto mit einem Lächeln und drückte einen Kuss auf Jacks Lippen. Dann ging er, um Tosh zu finden. Jack sah ihm nach.

Er bemerkte nicht, dass Rhys näher kam, bis der sagte: "Weißt du, ich war mal ziemlich eifersüchtig auf dich."

Jack sah ihn an und lächelte. "Warum das?"

"Schau dich an und dann schauen mich an. Außerdem hast du diese ganze 'mysteriöser Anführer'-Aura. Ich glaube nicht, dass ein Manager bei Harwoods Lorries damit konkurrieren kann."

Jack schob die Hände in den Manteltaschen und zuckte mit den Schultern. "Aber sie hat dich geheiratet."

"Schwere Wahl", schnaubte Rhys. "Du bist immerhin schwul."

Jack lachte. "Ihr und eure Schubladen." Er sah Gwen von den Toiletten auf sie zueilen.

"Aber stimmt doch, oder? Du bist mit Ianto zusammen."

"Ja", antwortete Jack mit einem Nicken. Er ging zurück in Richtung der Ballsaal, um Owen mit den letzten Aufräumarbeiten zu helfen. "Heißt aber nicht, dass ich nur auf Männer stehe, oder?" Er zuckte mit den Schultern und grinste, als Rhys ihm verwirrt hinterher starrte.


2.



Wenn Jack ganz ehrlich mit sich selbst war, dann musste er zugeben, dass er es absichtlich tat. Aber Rhys Verwirrung und sein Widerwille, einfach zu fragen, waren zu amüsant. Jack war immer wieder erstaunt, wie weit die Menschen in diesem Jahrhundert gingen, um unbequeme Themen zu vermeiden, aber zugleich waren sie so neugierig. Es war sehr unterhaltsam. Also fing er an, Wege zu finden, Rhys zu verwirren, und Ianto und Gwen – bereits an Jacks Art gewöhnt – spielten mit. Jack glaubte sogar, dass Ianto die ganze Sache ebenso amüsant fand wie er selbst. Sie sprachen nie darüber, aber manchmal erwischte Jack Ianto bei einem Lächeln, wenn Rhys ungeschickt versuchte, das Gespräch unauffällig auf Jacks Sexualität zu lenken. Rhys schien besorgt, dass Jack nur auf eine Gelegenheit wartete, Ianto zu verlassen und ihm Gwen wegzunehmen.

Auch jetzt behielt er Jack und Gwen scharf im Auge, während sie in Gwens Wohnzimmer tanzten. Als das Lied endete, lächelte Jack Gwen an. "Alles Gute zum Geburtstag."

Sie grinste. "Vielen Dank. Du hättest mir auch einfach etwas kaufen können."

"Wo wäre der Spaß daran? Du mochtest den Tanz auf deiner Hochzeit." Er zwinkerte ihr zu. “Und es ist nun wirklich nicht so, als würde ich keinen Vorteil daraus ziehen.“

"Ich bin nur nicht daran gewöhnt, einen Tanz geschenkt zu bekommen."

"Wirklich? Ich verschenke sie die ganze Zeit", antwortete Jack, dann beugte er sich hinunter und flüsterte: "Ianto ist ganz wild darauf."

Später, als Jack in der Küchennische war, um Wein für Ianto und Gwen zu holen, kam Rhys zu ihm. Er öffnete eine Flasche Bier, während er fragte: "Also, du und Ianto ... geht ihr viel aus? Tanzen, meine ich." Seine Stimme war sorgfältig neutral gehalten.

Jack schüttelte den Kopf. "Nicht so viel. Wir sind nicht wirklich die Art Paar, die viele Dates hat."

Rhys kniff die Augen zusammen. "Ach nein?"

"Müssten wir?"

"Ich weiß es nicht. Normale Paare unternehmen gemeinsam etwas."

Jack grinste. "Ich glaube nicht, dass wir ein normales Paar sind." Er zwinkerte Rhys zu und ging zurück zu Gwen und Ianto. "Ach, übrigens, Gwen: Das Kleid ist sehr sexy." Sie kicherte und Jack erwiderte Rhys' scharfen Blick mit einem Lächeln.


3.



Ianto lag schwer und warm an Jacks Oberkörper gelehnt und Jack genoss diesen Moment der Entspannung. Er ließ sich von dem Film ablenken, um seine Nase in Iantos Haar zu graben und tief einzuatmen. Seine Finger zogen langsam Iantos Kapuzenpullover hoch, um seine Haut zu streicheln. Ianto schlug seine Hand weg. "Ich will das sehen."

"Das ist keine Entschuldigung."

"Wir sind nicht allein."

Jack schaute zu Rhys und Gwen, die am anderen Ende der Couch saßen, und dann Owen und Tosh in den bequemen Sesseln. Er seufzte und wandte seine Aufmerksamkeit wieder James Bond zu.

Rhys sagte: "Alle Frauen sind ganz verrückt nach Daniel Craig als James Bond. Ich mag ihn nicht sonderlich."

"Er kann sicherlich nicht mit Sean Connery verglichen werden", antwortete Ianto.

Tosh schüttelte den Kopf. "Wer kann das schon?"

Gwen sagte: "Ich mochte Pierce Brosnan."

Ianto starrte sie schockiert an. "Die Spezialeffekte waren großartig, ja, aber Brosnan?"

"Er ist heiß."

Owen gähnte. "Ich bevorzuge Roger Moore", sagte er. Alle starrten ihn an. "Was? Wenn ich wählen müsste ..."

Gwen lächelte Jack an. "Mit wem würdest du schlafen, Jack? Wenn du müsstest."

Jack machte ein nachdenkliches Geräusch. "Ich denke, Daniel Craig ist sexy, aber Halle Berry wird immer meine erste Wahl bleiben." Er zwinkerte Gwen zu. Rhys starrte ihn wütend an.


4.



"Also", sagte Rhys und Jack blickte von seinem Bier auf, "du und Ianto ... habt ihr jemals darüber nachgedacht, zusammenzuziehen?"

"Zusammenzuziehen", wiederholte Jack, überrascht von der Frage. Er schaute zu Gwen und Ianto, die an der Bar darauf warteten, bedient zu werden. Der Pub war heute voll und ständig strömten neue Leute hinein. Sie waren früh genug hier gewesen, um einen relativ abgelegenen Tisch zu bekommen und Jack war froh darüber. Er mochte es nicht, wenn zu viele Menschen an ihm vorbeiliefen, während er sich unterhielt.

"Ja, der nächste Schritt in eurer Beziehung", erklärte Rhys.

Jack nahm einen Schluck von seinem Bier und dachte über eine passende Antwort nach. "Ich habe nicht darüber nachgedacht", gestand er schließlich. Es war nicht die Wahrheit - es war auch keine Lüge.

Rhys nickte, und versuchte vergeblich, eine Grimasse zu unterdrücken.

Jack bekam das Gefühl, dass er etwas verpasst hatte. "Was? Was ist?"

"Ich meine nur ..." Rhys sah ebenfalls zu Gwen und Ianto. Gwen lachte über etwas, das Ianto gesagt hatte, und gab ihm einen spielerischen Schubs. "Weißt du, ich war in Iantos Wohnung, während du ihn dort besucht hast."

Jack wusste das. Sie hatten eine lange Abschlussbesprechung über alles gehabt, was während dem Fall mit dem Geister-Zug geschehen war. "Und weiter?"

"Ich habe euch gehört", sagte Rhys.

Jack wusste, was Rhys meinte. Ruhige Abende vor dem Fernseher, nicht ernst gemeinte Streits darüber, wer mit dem Geschirr an der Reihe war, Jack, der zu alten Songs sang und kochte, während Ianto auf der Couch schlief ... das waren die Momente, die sie beide niemals mit anderen hatten teilen wollen. Iantos Wohnung war ein abgetrennter Bereich von Torchwood, abgetrennt von allem. Es war traurig, dass ihr Job einen Weg hinein gefunden hatte, auch wenn es nicht Rhys' Schuld war. Ja, Jack wusste, was Rhys meinte, aber er entschied sich, zu einem anderen Schluss zu kommen. Er entschied sich, zu glauben, dass Rhys von Sex sprach, vom Vorspiel und von allem, was danach kam. Rhys hatte immerhin auch die nicht so ruhigen Dinge gehört. Jack grinste. "Ich weiß. Beeindruckt?"

Rhys wurde rot. "Ich meine nicht ... Gott, Jack ...", stotterte er und rang nach Worten.

Jack lachte. "Du kannst dich gerne jederzeit anschließen, Rhys."

"Hör auf!" Rhys sah sich um, als ob er fürchtete, jemand könnte sie belauschen.

"Du könntest Gwen mitbringen", fuhr Jack fort. "Wir könnten eine Orgie haben. Ich hatte seit Ewigkeiten keine mehr."

Gwen und Ianto wählten diesen Augenblick, um an den Tisch zurückzukehren. Gwen fragte neugierig: "Was hattest du ewig nicht mehr?" Sie warf Rhys einen fragenden Blick zu, als sie bemerkte, wie rot er geworden war.

"Frag nicht", stöhnte Rhys.

Ianto setzte sich und Jack legte eine Hand auf seinen Oberschenkel. Gwen ließ sich neben Rhys nieder und schenkte Jack einen drohenden Blick. "Was hast du mit meinem Ehemann gemacht?"

"Ich?", fragte Jack. "Ich war der perfekte Gentleman."

Ianto schnaubte. "Sicher."

Jack lächelte und war froh, dass Rhys seine ursprüngliche Frage vergessen zu haben schien. Er war sich selbst nicht sicher, was er hätte antworten sollen.


5.



Der James Bond-Marathon war Gwens Idee gewesen. Ianto hatte sich sofort dafür begeistert und Jack war mitgekommen, weil er so Zeit jenseits von Torchwood mit den beiden verbringen konnte. Manchmal ließen sie sich zu sehr von Torchwood in Besitz nehmen und nachdem sie erst kürzlich eine Dalek-Invasion und eine Reise der gesamten Erde durch das halbe Universum überlebt hatten, war eine Pause nur allzu willkommen. Rhys war für ein paar Tage verreist und Gwens Wohnung war größer als Iantos, also stand auch relativ schnell fest, wo sie sich treffen würden. Sogar der Riss verhielt sich endlich ruhig. Sie benutzten den Fernseher in Gwens Schlafzimmer, weil sie es sich dann auf dem Doppelbett gemütlich machen konnten. Die Anstrengung der letzten Wochen aber verlangte Opfer und so schlief Gwen bereits kurz vor Mitternacht ein und Ianto kaum eine Stunde später. Während Ianto von Anfang an an Jack gelehnt gesessen hatte, rutschte Gwen im Schlaf näher an ihn heran. Schon bald lagen zwei Köpfe auf Jacks Schultern und Arme und Beine fesselten ihn ans Bett, aber es machte ihm nichts aus. Er entspannte sich und konzentrierte sich auf den Film.

Und so fand Rhys sie vor, als er um zwei Uhr morgens früher als erwartet zurückkehrte. Als er den Schlüssel in der Wohnungstür hörte, wusste Jack, dass er nun zwei Möglichkeiten hatte und er konnte nicht widerstehen, die sinnvollere – Ianto und Gwen zu wecken – links liegen zu lassen. Stattdessen schloss er die Augen und stellte sich ebenfalls schlafend. Er hörte Rhys' Schritte stocken, als er das Schlafzimmer betrat und wünschte, er hätte eine Überwachungskamera installiert, um seinen ungläubigen Blick sehen zu können. Jack wusste, dass Rhys noch immer eifersüchtig auf seine Präsenz in Gwens Leben war. Er musste zugeben, dass er nicht viel getan hatte, um Abhilfe zu schaffen.

Er hörte Rhys schnauben und der mörderische Ausdruck auf seinem Gesicht während dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen war Jacks Höhepunkt des Tages.


Eine Gelegenheit, bei der Rhys ihn überlistete



Die Welt wäre beinahe untergegangen – mal wieder – und Jacks Team hätte fast den höchsten Einsatz verloren: Das Leben. Jack rieb sich die müden Augen und erhob sich von dem unbequemen Stuhl, den das Krankenhaus zu Verfügung stellte. Er beugte sich über Ianto, der fest eingeschlafen war, und platzierte einen zärtlichen Kuss auf seiner Stirn. "Ich ersticke hier drin", sagte er leise zu Gwen. Sie sah ihn mit geröteten, erschöpften Augen an. Jack lächelte. "Ich hole dir etwas zu essen."

"Du musst dich nicht um mich kümmern, Jack", antwortete sie. "Ich kann das selber."

"Wohl kaum mit dem Zustand, in dem dein Knöchel ist. Ich brauche ohnehin ein bisschen frische Luft und wir können jetzt sicher sein, dass er wieder in Ordnung kommt." Seine Worte klangen vernünftig. Zumindest hoffte Jack das. Die Wahrheit war, dass er eine Weile weg von Ianto musste, jetzt, wo die Ärzte ihnen gesagt hatten, dass er gesund werden würde. Er musste raus, atmen und das Gefühl loswerden, zu ersticken. Es war so knapp gewesen - zu knapp - und es war allein seine Schuld. Die Xilobyte waren für ihn bestimmt gewesen. Es war unfair, dass Ianto zu ihrem Ziel geworden war, noch dazu unter so schlimmen Umständen, die keine Zeit ließen, sich um ihn zu kümmern und keine Chance gaben, ihn zur Priorität zu machen.

Jack machte einen schnellen Spaziergang zu einem Café in der Nähe und kaufte ein Sandwich für Gwen. Kurzentschlossen entschied er sich auch für eine Packung Schokoladenkekse für Ianto. Als Anreiz, rasch gesund zu werden.

Als er zum Eingang des Krankenhauses zurückkehrte, hörte er jemanden seinen Namen rufen und drehte sich um. Rhys kam ihm entgegen. "Jack", sagte er mit einem Lächeln, "habe dich eine Weile nicht mehr außerhalb von Iantos Zimmer gesehen."

"Die Ärzte haben uns vor einer Stunde gesagt, dass er wieder gesund wird", erklärte Jack. Nach drei qualvollen Tagen, in denen er hilflos mitansehen musste, wie Ianto um jeden Atemzug kämpfte.

Rhys nickte. "Das ist großartig." Zusammen betraten sie das Krankenhaus. "Ich bin gekommen, um meine Frau abzuholen", sagte Rhys, während sie auf die Fahrstühle zugingen. "Sie braucht wirklich ein paar Stunden Schlaf. Erst recht, wenn es Ianto nun besser geht."

"Sehe ich auch so, aber sie will immer noch nicht von seiner Seite weichen. Vielleicht kannst du sie ja überzeugen." Jack gab Rhys die Plastiktüte aus dem Café. "Ich habe Mittagessen für sie gekauft. Ich dachte ... ich dachte, sie könnte es brauchen." Er schämte sich etwas, dass ihm Gwens Gesundheit erst jetzt wieder wichtiger wurde. Ianto war in den letzten Tagen seine oberste Priorität gewesen.

Rhys spähte neugierig in die Tüte. "Kekse. Die wird sie lieben."

"Eigentlich", antwortete Jack und sie betraten den Aufzug, "sind die für Ianto. Seine Lieblingssorte."

Rhys sah ihn nachdenklich an. "Weißt du, ich habe eine Weile gebraucht, um zu sehen, was ein Kerl wie Ianto an dir finden könnte."

Die Bemerkung traf Jack unerwartet und er schaute Rhys verwirrt an. "Wie meinst du das?"

"Er ist ein guter Kerl. Versteh mich nicht falsch, du bist auch nicht schlecht, aber er liebt dich offensichtlich und alles, was du ihm im Gegenzug bietest – zumindest dachte ich das lange – sind Flirts mit anderen und Bemerkungen über flotte Dreier. Ganz zu schweigen von dem, was mit Gwen vorgeht. Aber das ist nur eine Maske, oder?"

Jack lächelte müde. "Nun, ich würde nie Nein sagen, wenn-"

"Halt die Klappe, Jack", unterbrach Rhys ihn. "Sag ihm, dass du ihn liebst und bring es hinter dich. Du kannst mir nichts mehr vormachen, weißt du. Du glaubst, du täuschst alle. Vielleicht bist du dieser wilde Kerl, wenn du allein bist, aber ... ich weiß, was du jetzt gerade bist. Und ich meine nicht schwul oder bi oder wie auch immer du es nennen willst. Du bist nur eines, wenn du mit jemandem zusammen bist und das ist monogam." Die Türen des Aufzugs öffneten sich und Rhys verließ die Kabine, blockierte die Tür aber mit seinem Fuß. "Du liebst ihn", sagte er und hielt die Tüte hoch, "und ich habe Kekse als Beweis." Er trat zurück und lächelte. "Oder hast du es ihm schon gesagt?"

Jack grinste, während die Türen sich schlossen und antwortete: "Das wüsstest du wohl gerne."

Rhys verdrehte die Augen.


ENDE
04/12

Wenn ihr diese (oder eine andere) Story als PDF haben möchtet, sende ich sie euch gerne. Schreibt mir einfach eine PM mit dem Titel der Story, der Sprache, in der ihr sie wollt und eurer E-Mail-Adresse und ich schicke sie euch. :)


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