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Torchwood: Im Schatten (Fanfiction)

Im Schatten

Worte: ~700
Inhalt: Manchmal ist etwas, das sich falsch anfühlt, das einzig richtige
Charaktere: Jack Harkness, der Doktor (Eleven)
Pairing: Jack/Ianto
Rating: PG
Spoiler: Kinder der Erde
Setting: nach Kinder der Erde
Crossover: Doctor Who
Crossover-Setting: irgendwann nach The Eleventh Hour
Crossover-Spoilers: The Eleventh Hour
Warnungen: Erwähnung von Canon Character Deaths
Anmerkungen: Geschrieben für torchwood_las und den Prompt Fehler. Das zusätzliche Thema war Eine Art Wetter.
Beta: larsinger29, danke!
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


Regen wurde vom Wind durch die Luft gewirbelt, klammerte sich an die Wolle von Jacks Mantel und tropfte von seinem Haar. Er bemerkte es kaum, zu abgelenkt, um zu frieren. Er musste schnell handeln, aber Unsicherheit ließ ihn zögern. Ließ ihn an dem gut durchdachten Plan zweifeln. Am Wert des Risikos.

Aus seinem Versteck in den nächtlichen Schatten zwischen zwei Gebäuden konnte Jack Ianto sehen, der in einem hell erleuchteten Restaurant auf der anderen Straßenseite saß und die Speisekarte studierte. Manchmal sah er auf die Uhr oder blickte zur Tür. Jack wusste, auf wen er wartete. Er wusste auch genau, wann die Wartezeit vorbei sein würde. Er hatte nicht mehr viel Zeit, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Die letzten Jahre hatte er damit verbracht, auf diesen Moment hin zu arbeiten. Nach den 456 hatte er die Erde verlassen, auf der Suche nach der einen Person, die ihm helfen könnte. Er hatte John schließlich in der Vegas-Galaxie aufgespürt und ihm einen Deal für die Benutzung seines Vortex-Manipulators angeboten.

Er hatte sich selbst angeboten.

John hatte abgelehnt, ihm nur den Manipulator gegeben. "Damit sind wir quitt."

Jack schluckte. Er wusste, dass er zu weit gekommen war, um jetzt aufzugeben ... doch die Instinkte eines Time Agents rebellierten gegen seinen Plan. Sie waren schwer zu ignorieren.

Er trat vom Bürgersteig auf die Straße.

"Jack, nein."

Er drehte sich um. Ein junger Mann stand hinter ihm. Rote Hosenträger, ein Tweed-Jackett und eine Fliege. Jack kannte ihn nicht ... oder doch? Er blinzelte, sah etwas Vertrautes in die Augen des Mannes ... "Doktor?"

"Hallo, Jack."

Er trat auf den Mann zu. "Du bist so jung."

"Ich bin älter als bei unserer letzten Begegnung."

Jack blickte zurück zum Restaurant und er ließ geschlagen die Schultern hängen, als er eine jüngere Version seiner selbst durch die Tür eilen und Ianto einen Kuss geben sah. "Du hast mich abgelenkt."

"Ja." Der Doktor trat neben ihn. "Bist du wütend auf mich?"

"Ich glaube nicht, dass ich die Energie habe."

"Weil du weißt, dass es ein Fehler wäre."

Jack sah den Doktor ungläubig an. "Wie kann es ein Fehler sein, ihn zu retten?"

"Es ist ihm nicht bestimmt, zu überleben, Jack."

Die gleichgültigen Worte des Doktors machten Jack wütend. "Das ist nicht deine Entscheidung!"

"Wenn es das wäre, würde ich ihn selbst retten."

Jack war überrascht. "Du kennst ihn doch kaum."

Der Doktor sah ihn an, als ob er Jacks Verwirrung nicht verstehen könne. "Er bedeutet dir genug, um die Zeit selbst herauszufordern. Das ist Grund genug."

Sie sahen wieder zum Restaurant, beobachteten Ianto und den jüngeren Jack. Als Jack wieder zum Doktor blickte, warf ein Stirnrunzeln Schatten auf dessen junges Gesicht. Jack fragte: "Wie entscheidest du, wer gerettet werden darf? Manchmal gibst du alles, um ein Leben zu retten, aber andere Male ..."

"Es ist nicht meine Entscheidung."

Jack starrte zu seiner jüngeren Version und Ianto. "Ich war so dumm. Zu denken, dass …" Er seufzte. "Er ist so stark, so mutig ..."

"Das muss er sein. Man muss schon eine ganz besondere Person sein, um dir nahe kommen zu können."

"Ich habe vergessen, wie zerbrechlich er ist ... was habe ich mir nur dabei gedacht, ihn mit zu den 456 zu nehmen?"

"Hättest du ihn davon abhalten können?"

Jack lächelte schief. Nein, Ianto hätte nicht auf ihn gehört, aber ... "Ich hätte es zumindest versuchen können." Er sah zum jüngeren Jack, der einen Kuss auf Iantos Handrücken drückte. "Eine Woche später ist er tot. Und ich habe ihn geliebt."

"Also hast du dich entschlossen, ihn mitzunehmen, bevor es zu spät ist." Der Doktor nickte verständnisvoll. "Aber kannst du sicher sein, dass er mitkommen würde?"

"Er ist zu loyal. Das war schon immer sein Schwachpunkt."

"Jack, sein Tod ist ein fester Punkt in Raum und Zeit. Warum glaubst du, das ändern zu können? Er würde ablehnen und das weißt du auch."

"Warum hast du mich dann aufgehalten?"

"Weil es dein Herz brechen würde, ihn Nein sagen zu hören."

Jack sah wieder zu sich selbst und Ianto. "Es fühlt sich falsch an, einfach zu gehen."

"Ich weiß", sagte der Doktor, "aber manchmal ist etwas, das sich falsch anfühlt, das einzig richtige."


END
07/12

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Comments

( 3 comments — Leave a comment )
momo_uli
Jul. 17th, 2012 08:50 am (UTC)
Der OS ist so brilliant. Du meine Güte. Habe Tränen in den Augen. Der Versuch zu ändern, was nicht zu ändern ist. Und die Aussage des Doctors er würde, wenn er könnte Ianto für Jack retten. Das ist so traurig, und gleichzeitig so herzerwärmend.
Vielen Dank für diese Geschichte.
Liebe Grüße
momo
jolinarjackson
Jul. 17th, 2012 12:33 pm (UTC)
Danke. :) Ist selten, dass jemand die deutschen Versionen liest.
momo_uli
Jul. 18th, 2012 11:12 am (UTC)
Immer gern. Lese lieber in deutscher Sprache. Da muss mein Hirn nur von Bayrisch auf Deutsch übersetzen ;)
Viele deiner Fanfiktion kenne ich von fanfiktion.de, und ich finde sie alle großartig.
Liebe Grüße
momo
( 3 comments — Leave a comment )