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Kurzschlussreaktion

Worte: 997
Inhalt: Ein weiterer Versuch, die Erde anzuwählen, läuft schief und Eli muss den Tag retten.
Charaktere: Eli Wallace, Nicholas Rush, Everett Young, Dale Volker, Adam Brody, Lisa Park, Chloe Armstrong, Tamara Johansen
Rating: PG
Spoiler: Die Rückkehr
Setting: nach Sabotage
Anmerkungen: Geschrieben für stargate_las . Der Prompt lautete [insert character] does something brave but stupid.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Stargate Universe und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


Im Nachhinein musste Eli gestehen, dass es nicht seine beste Idee gewesen war.

“Wie konntest du so dumm sein?“, fragte Rush und funkelte ihn wütend an.

Eli schluckte, nestelte an der Decke des Bettes, auf dem er saß, und sagte: “Tut mir leid.“ Es klang mehr wie eine Frage und Rush schnaubte. Dabei hatte der Tag so friedlich angefangen. Destiny hatte eine Sonne angesteuert, um die Energiereserven aufzuladen. Nach dem Frühstück hatte Eli sich bei Rush im Kontrollraum gemeldet.

Schon von weitem war Rushs und Youngs Diskussion zu hören.

“Es wird nicht funktionieren“, sagte Rush.

“Aber wir müssen es versuchen.“

Eli betrat den Raum und fand Rush an seinem üblichen Platz an der Konsole und Young mit verschränkten Armen neben ihm stehend. Volker, Park und Brody standen nahe der Wand und wirkten wie zufällige Zuschauer. Rushs nächste Worte jedoch beweisen, dass sie Auslöser der Diskussion waren.

“Ich werde nicht unser Leben für irgendeine dämliche Idee riskieren, die diese drei in Brodys Kneipe ausgebrütet haben.“

“Hey!“, gab Volker sich beleidigt.

Rush ignorierte ihn.

“Sie riskieren unser Leben.“

Young wirkte fest entschlossen.

“Wir machen es. Mit oder ohne Sie.“

Einen Moment lang herrschte angespannte Stille, dann sagte Rush: “Ohne mich.“

“Na schön.“ Young winkte den drei Wissenschaftlern, ihm zu folgen und sie ließen Rush und Eli allein. Eli räusperte sich und trat an eine leere Konsole.

Rush blickte ihn aus dem Augenwinkel an.

“Diese Idioten werden das Schiff in die Luft sprengen.“

Eli meinte zögerlich: “Dann sollten Sie ihnen helfen, oder?“

Rush schüttelte den Kopf.

“Wenn ich helfe, bin ich Schuld, wenn es schief geht.“

“Was haben die drei vor?“

“Sie haben an den Torkompensatoren rumgespielt und sind nun der Überzeugung, dass sie das Problem behoben haben, das während Telfords Rettungsversuch aufgetaucht ist. Sie denken, sie können die Energie durch einen Puffer schicken und so besser kontrollieren.“

“Und das wird nicht funktionieren?“, vermutete Eli.

“Natürlich nicht“, antwortete Rush. “Das Tor wird überladen und das Schiff explodieren.“

“Hört sich endgültig an.“

Rush nickte.

“Oh, ja!“

***

Eli beschloss, das Experiment zu beobachten. Wenn er schon sterben musste, würde er gerne in der ersten Reihe sitzen. Scheinbar war er nicht der einzige, der so dachte. Auf dem Balkon des Torraums hatte sich ein Großteil der Crew eingefunden. Vor dem Tor standen Matt und Greer mit einer Gruppe Soldaten und an den Konsolen berieten sich Volker, Brody und Park mit Young. Eli trat neugierig zu ihnen.

“Rush hat Bedenken“, meinte Young, “und nach dem, was letztes mal passiert ist, kann ich das verstehen.“

“Es ist nicht absolut sicher“, nickte Brody.

Lisa meinte: “Aber zu 95%.“

Volker erklärte: “Die Kompensatoren sind isoliert, der Puffer installiert und alle Berechnungen stimmen.“

“Gut“, nickte Young, “probieren wir's aus.“ Er nickte Matt zu und die Soldaten zogen sich zu den Türen und Treppen zurück.

Eli fragte: “Sollten wir uns nicht auf eine Evakuierung vorbereiten?“

Volker schüttelte den Kopf.

“Wenn das funktioniert, können wir das Tor lange geöffnet halten. Destiny wird meinen Berechnungen nach so lange in der Sonne bleiben, bis das Tor wieder geschlossen ist. Wir haben Zeit.“

Eli hob die Augenbrauen. Brody, Volker und Park waren clever, aber das klang zu gut, um wahr zu sein. Brody hob eine Hand.

“Wir sind in der Sonne.“

Lisa startete die Wahlsequenz.

“Chevron eins aktiviert“, übernahm sie die Moderation.

Eli wandte sich an Volker.

“Wo wurde der Puffer installiert?“

“Hinter dem Tor“, antwortete der Wissenschaftler.

“Chevron drei aktiviert.“

Eli blickte zum Stargate.

“Chevron vier aktiviert.“

Brody murmelte: “War ja klar, dass der hier auftaucht.“

Eli folgte seinem Blick und sah Rush im Schatten des Türrahmens stehen.

“Chevron sechs aktiviert.“

Ein Blitz zuckte über das Tor und die Menschen auf dem Balkon begannen besorgt miteinander zu reden.

Brody schaute zu Young.

“Kein Grund zur Sorge“, sagte er.

“Chevron acht aktiviert.“

Weitere Ladungen zuckten über das Tor und der Wahlmechanismus stotterte. Eli machte unwillkürlich einen Schritt zurück.

“Brody?“, fragte Young. Entladungen trafen die Wände, den Boden und die Decke. Die Menschen auf dem Balkon schrien erschrocken auf und Matt und Greer rannten die Treppen zu ihnen hoch, um sie aus dem Raum zu drängen.

“Abbrechen!“, rief Young.

“Es geht nicht“, antwortete Brody hektisch und blickte hilflos zu Rush. Der trat schnell neben ihn und betrachtete die Anzeigen der Konsole. Eli wusste, dass keine Zeit mehr war. Er rannte auf das Tor zu.

“Eli!“, hörte er Chloe rufen. Er wich einer Entladung nur knapp aus, warf sich neben den Puffer und riss alle der dicken Kabel heraus, die ihn mit den Energieleitungen verbanden. Er schrie auf, als er einen Stromschlag bekam. Der Torraum wurde dunkel, das Tor seufzte tief und verstummte. Atemlose Stille herrschte.

Dann flackerten die Lichter und alle atmeten hörbar auf, als der Torraum wieder in das reguläre Licht getaucht wurde.

Volker verkündete: “Energieversorgung hergestellt. Die Reserven werden weiterhin aufgeladen.“

“Eli!“, rief Chloe, schob sich an Greer vorbei und rannte die Treppe hinunter zum Tor, TJ dicht hinter ihr. Eli blickte ihnen etwas benommen entgegen. Die Frauen knieten sich neben ihn und während Chloe ihn in eine erleichterte Umarmung zog, suchte TJ nach Verletzungen.

“Meine Hand“, sagte Eli und zuckte zusammen, als TJ sie untersuchte.

Sie verzog mitleidig das Gesicht.

“Eine Verbrennung.“

“Ist er in Ordnung?“, fragte jemand und Eli blickte etwas überrascht zu Rush auf.

TJ nickte.

“Ich untersuche ihn auf der Krankenstation genauer, aber er scheint Glück gehabt zu haben.“


Jetzt saß Eli hier auf der Krankenstation, ein Verband um die Hand gewickelt, und Rush stand ihm gegenüber.

“Du hättest sterben können“, sagte der Wissenschaftler. “Ist dir nicht bewusst, dass wir dich hier brauchen?“ Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging.

Eli starrte ihm nach.

“War das ein Kompliment?“, fragte er in die Stille.


ENDE
09/10

Komplette Fanfiction Masterlist

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Comments

( 2 comments — Leave a comment )
artemis_neith
Nov. 7th, 2010 06:51 pm (UTC)
Schön! Es gibt einfach zu wenig interaktion zwischen Eli und Rush.

Und es wäre auch einmal schön, wenn man tatsächlich einmal zu sehen bekäme, daß Rush recht hat mit seinen Bedenken und daß er nicht ständig alle belügt, oder sich sonst irgendwie seltsam und verdächtig verhält.
jolinarjackson
Nov. 9th, 2010 04:25 pm (UTC)
Danke. :)
Und ich stimme zu. Dabei hatte er ja bereits ein paar Momente, in denen er alle rettet, aber keiner will ihm dafür so richtig Lob aussprechen.
( 2 comments — Leave a comment )