?

Log in

No account? Create an account

Previous Entry | Next Entry

Numb3rs: Zusammenbruch (Fanfiction)

Zusammenbruch

Serie: Acht Arten, auf die Ian und Charlie ein Paar wurden … und eine, auf die sie es nicht wurden 7/9 (Masterliste)
Worte: 1.726
Inhalt: Und dann, mitten in der Nacht, unter Los Angeles Sternenhimmel und im Garten seines schönen Hauses mit seiner idealen Freundin in ihrem gemeinsamen Bett, brach Charlie zusammen.
Charaktere: Ian Edgerton, Charlie Eppes
Pairing: Charlie/Ian Edgerton, Charlie/Amita (angedeutet)
Rating: PG
Spoiler: Engel und Teufel
Setting: nach Engel und Teufel
Warnungen: Offenes Ende. Hier wird nicht wirklich ein Partner betrogen, aber es wird nicht gut für ein Pärchen ausgehen, obwohl das nur angedeutet wird.
Anmerkungen: Ich liebe ein offenes Ende. Diese Story hat eines. Es wird kein Sequel geben. Aber ich plane eine etwas längere Ian/Charlie-Fanfiction, die alles vom Anfang der Beziehung bis zum Coming Out und zu den Reaktionen der anderen beinhalten wird. Gebt mir etwas Zeit und vielleicht schaffe ich es bis zum Sommer. Es ist schwer für mich, ein nicht etabliertes Slash-Pairing zu schreiben, wenn ein etablierte Het-Pairing vorgegeben ist. Deshalb verschweige ich das Het-Pairing normalerweise. In dieser Story habe ich das bisher auch getan. Aber die Episode hat mir keine Wahl gelassen und ich dachte mir, ich probiere es mal aus. Das hier wurde für die Rewatch Challenge auf sniper_voodoo  geschrieben, wie jede andere Story dieser Reihe auch. Die Episode war Engel und Teufel.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Numb3rs und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Acht Arten, auf die Charlie und Ian ein Paar wurden und eine, auf die es nicht wurden Masterlist
Komplette Fanfiction Masterlist


***
***


Nachdem alles sich beruhigt hatte, nachdem Ian und Don den Fall geschlossen und Charlie Amita ins Krankenhaus begleitet hatte, landete Ian irgendwie im Haus der Eppes. Er trank ein paar Bier mit Don und lachte mit Alan darüber, wie anstrengend seine Söhne manchmal sein konnten, während Charlie mit Amita ankam und sie ins Bett brachte. Kurz nach neun entschied Ian sich dann, zurück ins Hotel zu fahren.

Er verließ das Schlafzimmer im oberen Stockwerk und war unterwegs nach unten, um sich zu verabschieden, da begegnete er Charlie, der gerade aus seinem und Amitas Schlafzimmer kam. ”Professor”, flüsterte er, darauf bedacht, Amita nicht zu wecken.

Charlie schloss die Tür und lächelte ihn an. ”Ian. Ich wollte mir gerade ein Bier holen. Trinkst du eins mit?”

”Eigentlich wollte ich gerade gehen.”

Charlies Lächeln starb und er schien enttäuscht, aber Ian sagte sich, dass er sich das einbildete. Vor Jahren hatte er sich eingestanden, etwas in Charlie verliebt zu sein, aber Charlie würde diese Gefühle niemals erwidern. Er war mit Amita zusammen und soweit Ian sehen konnte, waren sie sehr glücklich. Und er freute sich für Charlie. Es gab noch eine Menge anderer Fische im Ozean, wie Ians Mutter immer zu sagen pflegte.

Charlie sah zurück zur geschlossenen Schlafzimmertür, dann lächelte er Ian müde an. ”Oh, okay. Ich begleite dich zu deinem Auto.”

”Ist sie okay?”, fragte Ian, als sie die Treppen nach unten gingen.

”Erschöpft und noch immer etwas ängstlich … aber sie wird darüber hinweg kommen”, antwortete Charlie.

Ian schob seine Hände in die Jeanstaschen. ”Sie ist eine starke Frau – sehr clever, sehr tapfer.”

”Allerdings.”

”Du hast es wirklich gut getroffen.”

Charlie grinste und Ian fand, dass es etwas gezwungen wirkte. ”Denke ich schon.”

Sie hatten die Haustür erreicht, aber Ians Unterbewusstsein weigerte sich vehement, den letzten Schritt nach draußen zu machen. Es wollte mehr Zeit mit dem anderen Mann verbringen und so hielt Ian Charlie davon ab, die Tür zu öffnen. ”Weißt du was … ein Bier klingt gut.”

***

Die Nachtluft war kühl, aber nicht zu sehr, und die Liegestühle waren bequem.

”Danke”, sagte Charlie plötzlich und brach damit die Stille. Ian sah zu ihm. Charlies Gesicht lag zur Hälfte im Schatten des dunklen Gartens. Die Lichter des Hauses beleuchteten die andere Hälfte. Er sah wunderschön in diesem Licht aus, aber auch etwas traurig.

Ian hob die Augenbrauen. ”Wofür?”

”Dass du sie gerettet hast.” Er trank den letzten Rest seines zweiten Bieres und Ian glaubte, dass er ein bisschen betrunken war. Er hatte noch nichts gegessen, hatte es vorgezogen, bei Amita zu bleiben, die nicht hungrig gewesen war. Und er war bereits vor ihrer Rettung am Rande der Erschöpfung gewesen. Hinzu kam die emotionale Achterbahnfahrt der letzten Stunden und die Tatsache, dass Charlie nicht viel vertrug – Don erzählte gerne Geschichten, die Charlie und Alkohol beinhalteten.

Ian nippte an seinem Bier. Er hatte nicht viel davon getrunken. Schon mit Don hatte er sein Alkohollimit erreicht und er musste immerhin noch zum Hotel zurückfahren. Er wäre vor zehn Minuten schon gegangen, als Charlie sein erstes Bier ausgetrunken hatte, aber sein gutes Benehmen hatte ihn gezwungen, noch zu bleiben. Gutes Benehmen und das nagende Gefühl, dass etwas mit Charlie nicht stimmte. Er war zu ruhig und gefasst. Etwas musste in nächster Zeit durchbrechen. Und da Alan und Don inzwischen schliefen, fühlte Ian sich dafür verantwortlich, Charlie nicht alleine zu lassen.

Er sagte: ”Ist mein Job.”

”Ja … sicher.” Er sah zu Ian. ”Trotzdem danke.”

”Keine Ursache. Aber es war wirklich selbstverständlich. Ihr habt mir so oft geholfen und ich wollte den Gefallen erwidern.” Er grinste. ”Außerdem … ist sie deine Freundin, Charlie. Frauen wie sie gibt’s selten.”

”Oh, ja!” Charlie lachte. ”Selten. Wer sonst würde …”, er atmete durch und schloss die Augen, ”... es mit mir aushalten?”

”Bist du okay?”, fragte Ian.

Charlie sah zu ihm und in dem schwachen Licht wirkten seine Augen schwarz, verletzlich und riesig. ”Ja … alles perfekt.” Er kicherte hilflos.

Ian stand auf. ”Ich denke, du solltest Amita Gesellschaft leisten.” Er half Charlie hoch und verzog das Gesicht, als die Bierflasche aus Charlies Hand rutschte und auf der Kante des Liegestuhls zerbrach.

Charlie sah hinunter. ”Großartig”, seufzte er.

”Keine Sorge. Ich räume auf, bevor ich gehe.” Ian legte einen Arm um Charlies Hüfte und führte ihn Richtung Haus. ”Komm. Auf nach oben. Deine Freundin wartet.”

”Nenn' sie nicht so”, sagte Charlie und schubste Ian von sich.

Ian starrte ihn überrascht an. ”Wie bitte?”

Charlie sah so geschockt aus wie Ian sich fühlte. Er lehnte sich an die Wand. ”Oh, Gott”, murmelte er und fuhr sich mit einer zitternden Hand durch die Haare.

”Charlie?”, fragte Ian, der langsam besorgt wurde. Charlie sah aus, als würde ihm schlecht werden. Ian legte eine Hand auf seine Schulter.

Charlie schüttelte den Kopf. ”Nein, mein Fehler. Ich bin … betrunken.”

”Charlie?”

”Was für eine dumme Reaktion”, flüsterte Charlie. ”Sie ist meine Freundin.”

Ian runzelte die Stirn. ”Ja”, sagte er. ”Habt ihr zwei Probleme? Ihr scheint so ein perfektes Paar zu sein.”

”Wir passen perfekt zusammen”, sagte Charlie und starrte in die Dunkelheit. ”Das perfekte Paar. Ich bin immer ...” Er sah zu Ian auf und da waren Tränen in seinen Augen. ”Ich bin immer perfekt, oder?” Er schüttelte den Kopf. ”Das muss ich sein.”

Ian wurde das Gefühl nicht los, dass Charlie so eine Art Nervenzusammenbruch hatte. ”Hör zu, ich hole Don-”

”Nein!”, sagte Charlie und packte seinen Arm. ”Hol ihn nicht. Ich bin okay.”

”Bist du nicht.”

”Ich bin nicht schwach.”

”Um Hilfe zu bitten ist kein Zeichen von Schwäche.”

”Ich kann keine Enttäuschung sein.” Er stöhnte auf. ”Du solltest gar nicht hier sein.” Er zog Ian näher. ”Sag es niemandem, okay? Du hättest das nicht hören sollen.”

Und dann, mitten in der Nacht, unter Los Angeles Sternenhimmel und im Garten seines schönen Hauses mit seiner idealen Freundin in ihrem gemeinsamen Bett, brach Charlie zusammen. Er sank auf dem Boden zusammen, die Hände vor dem Gesicht und die Knie an den Oberkörper gezogen. Ian hockte sich neben ihn. ”Charlie, was ist los?” Er wollte es wirklich, wirklich wissen. Obwohl seine Gedanken alles andere brüderlich waren – wirklich, wer konnte widerstehen? - wollte Ian so etwas wie ein großer Bruder für Charlie sein. Die Art großer Bruder, die selten zu Hause und immer unterwegs war, aber jemanden, an den Charlie sich wenden konnte.

Charlie lehnte seinen Kopf an die Wand und sah zu Ian. ”Es ist kompliziert.”

”Bei dir? Das ist überraschend”, versuchte Ian einen Scherz und er konnte nicht anders, als Charlie kurz durch die Haare zu fahren.

”Ich bin so durcheinander”, schluchzte Charlie.

”Du hattest ein paar schwere Tage. Deine … Amita wurde entführt und du hast versucht, sie zu finden. Du bist erschöpft.”

”Was, wenn sie gestorben wäre?”, fragte Charlie. ”Oh, Gott! Sie hätte nie erfahren ...” Er schloss die Augen und sein Kopf fiel zurück gegen die Wand.

”Sie ist nicht tot.”

Charlie nickte. ”Ja … man sollte meinen, dass ich jetzt was ändere, richtig?”

”Ich bin nicht sicher, was du meinst.”

Charlie sah ihn an. ”Ich will nicht mit ihr zusammen sein.”

Ian war schockiert. ”Was? Aber ihr seid so ...”

”Perfekt?”, fragte Charlie und lachte traurig. ”Ja. Das sind wir.” Er wischte sich über die Augen. ”Ich war immer unsicher, was sie betraf. Ich hab versucht, sie zu kriegen, mich zurückgezogen, wenn ich die Chance dazu hatte … aber ich habe es weiter versucht, weil mein Dad findet, dass sie zu mir passt.”

”Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt”, antwortete Ian. Er wollte helfen, aber dazu musste er wissen, was nicht stimmte.

”Du bist es”, antwortete Charlie.

”Ich?”

Charlie nickte und sah ihn an. Dann lehnte er sich vor und küsste Ians Lippen – nur eine Sekunde, aber Ian glaubte, nicht atmen zu können. ”Charlie”, flüsterte er. ”Was …?”

”Jeder Fall, den wir gelöst haben, hat es schlimmer gemacht.”

Also hatte er sich die Blicke in seine Richtung nicht eingebildet, die verlegenen Momente und das unangenehme Schweigen, sobald sie allein waren.

Er fragte: ”Niemand weiß es?”

”Ich wollte es jemandem sagen, aber …” Charlie senkte den Blick. ”... ich war mit dem Studium beschäftigt und Mom hat Krebs bekommen und Don war wütend auf mich … und es schien nie der richtige Zeitpunkt zu sein und dann fanden sie es irgendwie eine gute Idee, wenn Amita und ich zusammenkommen würden und … ich konnte nicht … Don und ich waren uns gerade wieder näher gekommen. Das wollte ich nicht verlieren.”

”Gott!”, sagte Ian. ”Charlie-”

”Ich weiß. Ich habe alles nur schlimmer gemacht.”

”Du wusstest es immer.”

Charlie zuckte mit den Schultern. ”Ja, irgendwie habe … ich es vermutet.” Er lächelte hilflos. ”Du hast es nur viel … unausweichlicher gemacht.”

”Niemand weiß es?”

”Ich glaube, Larry schon. Manche Dinge, die er über Amita und mich gesagt hat ...” Charlie zuckte mit den Schultern.

Ian setzte sich neben ihn. ”Du musst es ihnen sagen.”

”Ich kann nicht.”

”Kannst du Amita in die Augen sehen und sagen 'Ja, bis dass der Tod uns scheidet'? Das ist nicht fair ihr gegenüber oder dir oder irgendjemandem sonst.” Er senkte die Stimme. ”Auch nicht mir gegenüber.”

Charlie hob den Kopf, um ihn anzusehen und Ian küsste ihn sanft. Charlies Augen weiteten sich. ”Also bist du ...”

”Bi”, nickte Ian, ”und etwas in dich verliebt, Professor.”

Charlie wurde rot und senkte den Blick. ”Was soll ich jetzt tun?”

”Das weißt du”, antwortete Ian sanft.

Charlie seufzte tief und nickte widerwillig. ”Es wird schwierig.” Ian nickte. Charlie legte den Kopf in seine Hände. ”Amita wird mich hassen. Sie hätte das Recht dazu.”

”Ich denke nicht, dass sie dich hassen wird. Aber es wird sie verletzen. Sie wird drüber hinwegkommen.” Er lächelte und nahm Charlies Hand. ”Ich bin bei dir.”

Charlie sah ihn an – etwas traurig. ”Okay.”


ENDE
12/10

Acht Arten, auf die Charlie und Ian ein Paar wurden und eine, auf die es nicht wurden Masterlist
Komplette Fanfiction Masterlist

Icon created by mercilynn 

Comments

( 2 comments — Leave a comment )
aenn17
May. 12th, 2011 02:15 pm (UTC)
Diese Geschichte finde ich von allen am Besten. :) Die Anderen sind natürlich auch super. ;)
jolinarjackson
May. 13th, 2011 12:11 pm (UTC)
Danke. Müsste ich einen Favoriten aus der Reihe wählen, es wäre wahrscheinlich 'Perfektion'.
( 2 comments — Leave a comment )