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Brute Force - Epilog

Worte: 45.503
Inhalt: Banken in L.A. werden scheinbar wahllos ausgeraubt. Die Räuber sind dem FBI immer einen Schritt voraus - bis Charlie sich in die Ermittlungen einbringt und selbst ins Visier der Bande gerät.
Charaktere: Charlie Eppes, Don Eppes, Colby Granger, David Sinclair, Megan Reeves, Larry Fleinhardt, Amita Ramanujan, OCs
Pairing: Charlie/Amita (Pre-Ship)
Rating: PG-13
Spoiler: Keine
Setting: Zwischen Season 1 und 2 – Megan und Colby sind schon dabei, aber sie kennen Charlie noch nicht.
Warnungen: Gewalt, verbale Homophobie
Anmerkungen: Meine erste Numb3rs-Story. Es hat etwas gedauert, sie zu übersetzen, ich wollte aber die englische und die deutsche Version gleichzeitig auf meinem LJ veröffentlichen.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Numb3rs und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 14
Brute Force Masterlist

***
***


Epilog


Die Tür zum Haus der Eppes öffnete sich und Lachen drang herein, gefolgt von Larrys Stimme. “Ich sage zu ihm: Wie können Sie ernsthaft erwarten, eine gute Note bei mir zu bekommen, wenn Sie nicht mal den Unterschied zwischen einer Singularität und einer Nova unterscheiden können? Und er antwortet: Da gibt es einen Unterschied?“

Charlie schloss die Tür hinter den dreien und schüttelte fassungslos den Kopf. “Wie ist er überhaupt durch die Eignungstests gekommen?“

“Das wüsste ich auch gern“, antwortete Larry.

Alan kam aus der Küche. “Rechtzeitig zum Essen“, meinte er und stellte die Lasagne auf den Tisch.

“Ich komme immer rechtzeitig, wenn es Lasagne gibt“, antwortete Charlie.

Alan nickte lächelnd. “Das ist wahr. Setzt euch.“ Er holte zwei zusätzliche Gedecke für Larry und Amita aus der Küche und sie setzten sich zum Essen.

“Wo ist Don?“, fragte Charlie. “Er riecht es doch normalerweise schon in seinem Büro, wenn du hier kochst.“

“Er hat angerufen“, antwortete Alan, “er kommt später vorbei. Er will noch bei Colby vorbei schauen.“

“Wir waren heute Nachmittag da“, antwortete Charlie. Alan hob interessiert die Augenbrauen und Charlie antwortete: “Es geht ihm gut. Er ist nur etwas gelangweilt, seit sie David entlassen haben.“

“Ich hatte nicht den Eindruck“, antwortete Amita. “Zumindest war er immer gut drauf, wenn diese brünette Krankenschwester rein gekommen ist.“

Larry zuckte mit den Schultern. “Wer kann es ihm verübeln?“

Charlie lachte. “Du stehst auf Brünette?“, fragte er.

Larry ließ erneut ein Schulterzucken sehen und antwortete: “Was soll ich sagen? Sie üben eine gewisse Faszination auf mich aus.“

“Eine Faszination“, wiederholte Amita fragend.

“Brünetten wie …“ Charlie setzte einen übertrieben nachdenklichen Blick auf und fuhr dann fort: “… Megan?“ Larry stocherte in seinem Essen herum.

Charlie blickte ihn erwartungsvoll an und Larry meinte schließlich: “Möglicherweise. Sie machte zumindest einen sehr sympathischen Eindruck, als wir uns neulich kennen gelernt haben.“

Charlie grinste. “Volle Fahrt voraus, Fleinhardt“, meinte er.

“Hallo?! Jemand da?!“, fragte Don und schloss die Haustür hinter sich. Er kam ins Esszimmer und meinte nach einem Blick in die Runde: “Jeder, wie es scheint.“

“Nimm dir einen Teller“, meinte Alan. “Es ist wirklich genug da.“

“Dad, ich werde wohl den Tag nie erleben, an dem nicht genug für alle da ist“, antwortete Don und setzte sich zu den anderen.

“Du bist Schuld. Wegen dir ist er so geworden“, antwortete Charlie. “Weil du immer unerwartet Freunde mit nach Hause gebracht hast. Mum und er haben seitdem immer zu viel gekocht.“

Don runzelte die Stirn. “Da war ich doch höchstens sechs.“

“Und du hast damit nicht aufgehört, bis du ins College gekommen bist“, antwortete Alan.

Don winkte ab. “Ich weise jegliche Schuld von mir. Schließlich sitzen jetzt Charlies Freunde hier und nicht meine.“ Er wurde ernster. “Ich habe mit der Staatsanwaltschaft gesprochen. Wilder wird für eine ganze Weile weggesperrt, das ist klar. Aber sie wissen noch nicht, ob er auch für die Entführungen belangt werden wird. Hill ist auf jeden Fall voll schuldfähig. Er will zwar alles auf Steve abwälzen, aber … über Tote sollte man nicht übel reden. Das macht einen schlechten Eindruck vor dem Richter.“

Charlie nickte langsam und fragte dann nach der Person, die ihn wirklich interessierte: “Was ist mit Kenny?“

“Natürlich ist er für Hacking dran, aber erstens wurde er von Hill in die ganze Sache mit rein gezogen und zweitens hat er den entscheidenden Tipp gegeben, den wir brauchten, um euch zu finden. Das wird ihm wohl eine Haftmilderung einbringen.“

Charlie senkte betroffen den Blick. “Er ist so intelligent. Er könnte viel mehr aus sich machen.“

Don nickte. “Ja.“

***

Beim Abwasch, als Don mit seinem Bruder allein in der Küche war, meinte er: “Weißt du, Hailey meinte zu mir, dass Kenny nur abgedriftet ist, weil ihm niemand Beachtung geschenkt hat.“ Charlie warf ihm einen fragenden Blick zu. “Und dass du unter ähnlichen Umständen ebenfalls auf die schiefe Bahn geraten wärst.“

Charlie trocknete einen Teller ab, der nicht mehr in die Spülmaschine gepasst hatte, und fragte: “Was willst du hören?“

Don stieß die Luft aus. “Ich weiß nicht. Ich habe nur dran denken müssen, dass ich dir nie sonderlich Beachtung geschenkt habe. Eher im Gegenteil.“

Charlie hielt in seinen Bewegungen inne. “Mum und Dad waren auch noch da.“

“Ja, aber du hast weder Dads Blaupausen korrigiert noch Mum mit der Haushaltskasse geholfen. Doch du hast meine Mathe-Hausaufgaben gemacht.“

Charlie lächelte. “Nur so lange, bis Mum es raus gefunden hat.“

“Charlie …“ Don ließ das Wasser ablaufen und trocknete seine Hände ab. “Ich versuche gerade, dir zu sagen, dass es mir leid tut.“

“Das weiß ich doch. Du musst das wirklich nicht sagen“, meine Charlie leise. Amitas Lachen drang durch die Küchentür.

“Nicht nur das, sondern auch alles, was nach … Mums Tod passiert ist.“

“Ich schätze, ich habe dich damals provoziert.“

“Nichts hast du getan. Du warst nur … ich hätte erkennen müssen, dass du einen Nervenzusammenbruch hattest wegen Mums Tod und … allem. Und ich hatte kein Recht, dir diese Dinge an den Kopf zu werfen oder …“

Charlie ließ ein Lächeln sehen. “Die Kreide?“

“Was?“, fragte Don.

“Du hast mit Kreide nach mir geworfen“, antwortete Charlie.

“Siehst du? Daran erinnere ich mich gar nicht mehr.“ Er seufzte. “Jedenfalls wollte ich dich nie aus meinem Leben streichen. Das habe ich damals nicht so gemeint und ich habe es auch neulich nicht so gemeint. Und das alles … tut mir leid. Du bist garantiert kein … Abakus für mich. Das letzte Jahr … war wirklich wichtig für mich. Dass wir wieder mehr miteinander zu tun haben. Und ich will, dass du weiter für uns arbeitest.“

“Ich weiß“, antwortete Charlie. “Danke.“

“Gut“, meinte Don erleichtert und klopfte Charlie auf die Schulter, fühlte sich, als hätte er eine schwere Mission überstanden. Er wandte er sich ab und nahm sich ein Bier aus dem Kühlschrank. “Also … wann lädst du Amita zu einem Date ein?“, fragte er wesentlich fröhlicher.

Charlie zuckte mit den Schultern. “Ich weiß noch nicht.“

Don verdrehte die Augen und legte einen Arm um Charlies Schultern, führte ihn Richtung Küchentür. “Aber irgendwann demnächst?“

Charlie zögerte einen Augenblick, dann antwortete er: “Irgendwann demnächst.“

“Gut“, antwortete Don und öffnete die Küchentür. “Dad wartet immer noch auf seine Enkel.“

Die Tür schwang hinter ihnen zu.


ENDE
JJ 06/09

Brute Force Masterlist
Komplette Fanfiction Masterlist

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