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Weinende Erde - Prolog

Serie: Mosaik
Worte: 41.067
Inhalt: Coedwig Street war lange Zeit eine friedliche Nachbarschaft, doch seit neuestem treibt sich dort ein geheimnisvolles Wesen herum, das die Anwohner verschreckt und Torchwood auf den Plan ruft. Das Team ahnt nicht, dass es sich mit einer Kraft anlegt, die älter als der Planet selbst ist … und gefährliche Verbündete hat. Und während Gwen mit Beziehungsproblemen kämpft und Ianto mit der Tatsache, dass er sich zu Jack hingezogen fühlt, scheinen die Feen noch eine Rechnung mit dem Captain offen zu haben.
Charaktere: Jack Harkness, Ianto Jones, Gwen Cooper, Toshiko Sato, Owen Harper, Rhys Williams, die Feen, Andy Davidson, Myfanwy, OCs
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys
Rating: PG-13
Spoiler: Wie alles begann, Die Geistermaschine, Aus dunkler Vorzeit, Offenbarungen, Charaktere aus Kinder der Erde (Iantos Familie) / Romane: Slow Decay / Doctor Who: Andeutungen auf The end of the World und The Sound of Drums, sowie The Last of the Time Lords
Setting: nach Aus dunkler Vorzeit
Warnungen: MPreg eines OCs, in der Vergangenheit.
Anmerkungen: Dies ist die Fortsetzung zu Feind im Spiegel, allerdings ist es nicht unbedingt nötig, die Story zu kennen, um diese hier zu lesen. Nur werden euch dann einige kleine Andeutungen unklar sein. Der Song, der im Prolog von einem OC gesungen wird, ist 7 Things von Miley Cyrus. Der Chat, bei dem Jack das Team erwischt hat, beruht auf einer der IM-Konversationen, die die BBC auf ihrer Seite hatte. Es gibt außerdem eine Andeutung auf eine Szene, die aus den Outtakes von Cyber Woman stammt. Der Titel ist eine direkte Übersetzung des englischen Titels This Crying Earth und wurde durch Michael Jacksons Earth Song inspiriert.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Beta: Vistin, alt_universe_me  und danian . Danke.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Masterliste

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Prolog



Der Regen machte keine Anstalten, in nächster Zeit nachzulassen. Der nasse Asphalt spiegelte die Straßenlaternen, die die Einfamilienhäuser auf der einen Seite der Coedwig Street in ein sanftes, orangenes Licht tauchten. Ihr Schein erreichte jedoch nicht die Schatten der Bäume von Roundstone Wood, der sich gleich auf der anderen Straßenseite dunkel erhob. Es schien ein bisschen so, als pralle das Licht von einer unsichtbaren Mauer ab, die den Wald umgab. Die Schatten zwischen den Bäumen verschluckten jedes Licht und Geräusch. Verlassene Baumaschinen standen am Rand des Waldes wie Wächter.

Die leisen Schritte von Turnschuhen erklangen, als ein hochgewachsenes Mädchen mit dunklen Haaren die nahe Kreuzung überquerte. Sie schaltete ihren iPod aus und steckte ihn in die Jackentasche. Coedwig Street war ungefährlich, aber um diese Uhrzeit war es Kelly Rush lieber, wenn sie alles um sich herum hören konnte. Außerdem hatte sie - was sie ihrem Vater gegenüber jedoch nie eingestehen würde - etwas Angst vor Roundstone Wood. Die Menschen erzählten sich Geschichten über diesen Wald, die einem kalte Schauer über den Rücken jagen konnten.

Sie zog den Reißverschluss ihrer Jeansjacke zu und schob die Hände fröstelnd tief in die Taschen. Der leichte Regen hing in ihren langen Haaren und der starke Wind schlug ihr die feuchten Strähnen ins Gesicht, wo sie kleben blieben.

“Seven things I like about you“, sang Kelly Rush flüsternd, weil sie die absolute Stille auch nicht ertragen konnte. “Seven things I like about you. Yeah, you.“

Etwas knackte und sie fuhr zum Wald herum, der sich drohend auf der anderen Seite der Straße erhob.

“You're vain, your games, you're insecure, you love ...“ Sie brach ab, als sie glaubte, eine Bewegung in den Bäumen zu sehen. Dann schüttelte sie den Kopf und straffte resolut die Schultern. “You love me, you like her ...“

Wieder ein Knacken. Kelly war versucht, ihren Vater anzurufen und ihn zu bitten, ihr entgegen zu kommen. Ihr war egal, dass sie sich dann seine Ich hab's dir doch gesagt-Tirade anhören musste. Sie wusste, dass sie alleine zurecht kam und mit 17 definitiv alt genug war, um nachts nach Hause zu laufen, aber er zweifelte daran. Nein, sie würde ihn nicht anrufen. Es waren nur noch ein paar Häuser, dann war sie zu Hause.

“You make me laugh ...“ Sie passierte einen Bagger und das Geräusch des Regens auf der Karosserie übertönte ihr leises Singen. Ein Flüstern mischte sich in ihres und ließ sie wieder verstummen. Sie drehte sich in die Richtung um, aus der sie gekommen war. Niemand war hinter ihr, aber ihr lief ein Schauer über den Rücken und sie spürte plötzlich, dass sie nicht mehr alleine war.

“Oh Gott“, flüsterte sie und zog mit zitternden Fingern ihr Handy aus der engen Jeans. “Oh Gott!“ Sie drehte sich wieder um und lief schneller. Ein Schrei erklang und Kelly ließ ihr Handy fallen. Sie stolperte zurück, fiel auf den nassen Asphalt - und erstarrte. Vor ihr, einige Meter entfernt und halb in den Nebel gehüllt, der aus dem Wald kam, stand jemand. Kelly konnte die Person nicht erkennen, aber sie vermutete, dass es eine Frau war, denn ihre Stimme war weiblich und sie schien ein Kleid zu tragen. Sie jammerte und weinte und sagte etwas, das Kelly nicht verstand. Kelly ergriff ihr Handy und stand langsam auf. “Hallo?“, fragte sie. “Sind Sie okay?“

Die Frau sank auf die Knie und vergrub den Kopf in den Händen. Sie schrie etwas in einer Sprache, die Kelly nicht verstand. Kelly machte einen Schritt auf sie zu und blieb verunsichert wieder stehen. Es konnte keine ihrer Nachbarinnen sein. Kelly kannte jeden Bewohner der Coedwig Street.

“Ich kann sie nicht verstehen“, sagte sie. “Können Sie mich verstehen?“ Sie ging langsam auf die Frau zu. “Ich habe ein Handy. Ich kann Hilfe rufen, wenn Sie welche brauchen.“

Die Frau schluchzte. Kelly blieb ein paar Schritte von ihr entfernt stehen, besorgt aber vorsichtig. “Hallo?“

Die Frau blickte auf … und Kelly schrie.


Kapitel 1
Masterliste