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Torchwood: Weinende Erde 2/17 (Fanfiction)

Weinende Erde 2/17

Serie: Mosaik
Worte: 41.067
Inhalt: Coedwig Street war lange Zeit eine friedliche Nachbarschaft, doch seit neuestem treibt sich dort ein geheimnisvolles Wesen herum, das die Anwohner verschreckt und Torchwood auf den Plan ruft. Das Team ahnt nicht, dass es sich mit einer Kraft anlegt, die älter als der Planet selbst ist … und gefährliche Verbündete hat. Und während Gwen mit Beziehungsproblemen kämpft und Ianto mit der Tatsache, dass er sich zu Jack hingezogen fühlt, scheinen die Feen noch eine Rechnung mit dem Captain offen zu haben.
Charaktere: Jack Harkness, Ianto Jones, Gwen Cooper, Toshiko Sato, Owen Harper, Rhys Williams, die Feen, Andy Davidson, Myfanwy, OCs
Pairing: Jack/Ianto, Gwen/Rhys
Rating: PG-13
Spoiler: Wie alles begann, Die Geistermaschine, Aus dunkler Vorzeit, Offenbarungen, Charaktere aus Kinder der Erde (Iantos Familie) / Romane: Slow Decay / Doctor Who: Andeutungen auf The end of the World und The Sound of Drums, sowie The Last of the Time Lords
Setting: nach Aus dunkler Vorzeit
Warnungen: MPreg eines OCs, in der Vergangenheit.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Beta: Vistin, alt_universe_me  und danian . Danke.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Torchwood und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Kapitel 1
Masterliste

***
***


2.


Als Gwen Cooper das Bad verließ, roch es in ihrer kleiner Wohnung nach Bacon und Rührei und auch ein bisschen nach verbranntem Toast. Sie konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als sie das Wohnzimmer betrat und Rhys in der Küchenecke am Herd stehen sah. Sie ignorierte den leeren Platz in der Mitte des Wohnzimmers, an dem ihre Couch und der Kaffeetisch gestanden hatten. Er war der letzte Beweis dafür, dass die Feen in ihre Wohnung eingedrungen waren – dass Torchwood in ihre Wohnung eingedrungen war. Gwen hatte ihre Arbeit immer getrennt vom Privatleben gesehen, erst recht jetzt, wo sie eine Alienjägerin war. Aber das Chaos, das die Feen hier hinterlassen hatten - in ihrem sicherem Hafen - hatte ihr brutal klar gemacht, dass das wohl nicht gehen würde. Rhys glaubte zum Glück noch immer, dass es Jugendliche gewesen waren.

Sie ging in die Küche, drückte einen Kuss auf Rhys Lippen und setzte sich an die Bar, die die Küche vom Wohnzimmer trennte. Sie goss sich Kaffee ein. “Du hast Frühstück gemacht.“ Sie lächelte und warf einen Blick auf ihr Handy. Keine Nachrichten. Sie legte es auf den Tresen und strich sich die langen Haare hinter die Ohren.

Rhys servierte ihnen das Frühstück und Gwen reichte ihm den kleinen Korb, in dem Rhys die fertigen Toasts zwischengelagert hatte. Er grinste. “Nur für dich“, antwortete er und Gwen ließ sich einen weiteren Kuss geben, bevor Rhys sich setzte.

“Danke.“ Sie sah wieder auf ihr Handy.

“Lass das mal für eine Minute, okay?“, bat Rhys und nahm ihr das Handy aus der Hand. Er legte es auf die Tresen.

Gwen quittierte das mit einem Stirnrunzeln. “Rhys, was wenn-“

“Wir können es hören, oder nicht?“, fragte er, sie seufzte widerwillig, fügte sich aber. Torchwood nahm einen großen Teil der Freizeit weg, den sie während ihres Jobs bei der Polizei noch gehabt hatte und Rhys litt darunter. Es war nur fair, dass sie die wenige Zeit zu Hause auch wirklich mit ihm verbrachte.

Sie nahm einen Schluck Kaffee und schmierte sich einen Toast.

Rhys wirkte plötzlich etwas nervös. “Gwen“, sagte er zögerlich.

“Ja?“ Sie hielt inne und sah ihn abwartend an.

“Wir wollen doch sowieso eine Couch und einen Kaffeetisch für das Wohnzimmer kaufen.“

“Sobald ich mal einen Nachmittag frei habe, versprochen.“

Rhys rührte in seinem Kaffee. “Ich dachte, vielleicht könnten wir etwas anderes machen.“

“Etwas anderes?“, fragte sie.

“Wir sind jetzt schon eine ganze Weile zusammen“, meinte Rhys.

Gwen verschluckte sich beinahe an ihrem Toast und starrte ihn mit weiten Augen an. Oh Gott, wenn er ihr jetzt einen Antrag machte … sie wusste nicht, was sie antworten sollte.

“Und wir sollten für die Zukunft planen“, fuhr Rhys fort.

“Ja“, sagte Gwen vorsichtig. Sie lächelte schwach.

Er nickte, als fühle er sich bestätigt. “Wie wäre es also, wenn … wir umziehen?“

Gwen seufzte erleichtert auf. “Umziehen? Rhys, rede keinen Unsinn. Wieso denn? Die Wohnung ist doch gut. Und günstig.“

“Aber sie ist klein“, meinte Rhys mit einem Stirnrunzeln.

“Sie reicht für uns beide.“

“Ja, aber möglicherweise ...“ Er lächelte hoffnungsvoll. “... sind wir nicht mehr lange zu zweit.“ Gwen starrte ihn an. Rhys verzog das Gesicht. “Ich hatte mit Zustimmung gerechnet. Aber irgendeine Reaktion wäre schon nett“, meinte er nach einer Weile.

“Du meinst … ein Baby?“

“Nicht sofort“, sagte er rasch. “Ich dachte nur … als ich die Möbelkataloge durchgegangen bin, ist mir aufgefallen, dass unsere Wohnung eine Renovierung braucht. Und dann ist mir der Gedanke gekommen, dass wir genauso gut gleich umziehen könnten. Es wäre ein Schritt in die Zukunft. Aber kein Druck, Gwen. Nur … ein neuer Weg, den wir uns offen halten.“

“Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.“

Rhys runzelte die Stirn. “Wieso nicht?“

“Mein Job ist sehr stressig. Ich weiß nicht … ein Umzug könnte etwas viel werden im Moment.“

Rhys Augen verengten sich. “Das ist ein bescheuerter Grund. Nimm dir ein paar Tage frei.“

“So einfach geht das nicht“, meinte sie.

“Du willst nur nicht“, antwortete er. In Wirklichkeit wusste Gwen nicht, was sie wollte. Sie liebte Rhys, aber eine größere Wohnung wäre … ein Versprechen. Ihr Leben stand momentan Kopf und sie wusste nicht, ob sie da solche Versprechen machen wollte.

Sie sah auf die Uhr. “Ich … lass mich drüber nachdenken, okay? Ich muss zur Arbeit.“ Sie nahm ihr Handy.

Rhys folgte ihr in den Flur.“Gwen, komm schon.“

Sie nahm ihre Jacke von der Garderobe und schüttelte den Kopf. “Nein, ernsthaft. Ich muss zur Arbeit. Lass mich drüber nachdenken.“ Damit floh sie aus der Wohnung.

***

Als Toshiko die Basis betrat, war Owen schon da. Er nutzte einen seiner Bildschirme zur Recherche, einen weiteren zum Chatten und auf dem dritten liefen die Morgennachrichten. Eine hübsche Reporterin stand vor dem Buckingham-Palast und erklärte enthusiastisch: “Dass die Queen bereit ist, Harold Saxon zu empfangen, wird als stumme Stellungnahme ihrerseits gesehen. Saxon gilt als ganz heißer Kandidat für die nächsten Wahlen zum Premierminister. Großbritannien überschlägt sich vor Begeisterung, seit er vor einer Woche überraschend ankündigte, sich zur Wahl aufstellen zu lassen. Er verspricht große Veränderungen und erklärte kürzlich während einer Pressekonferenz, das Land brauche einen Doktor, und laut neuester Umfragen stimmen die Bürger ihm zu.“

Tosh hängte ihren Mantel über die Rückenlehne ihres Stuhls, stellte ihre Handtasche ab und gesellte sich zu Owen. Sie verschränkte die Arme. “Ich mag ihn irgendwie.“

Owen schien sie nun das erste Mal wahrzunehmen und sah zu ihr auf und fragte: “Wen? Saxon?“

“Er hat was.“

Owen wiegte den Kopf und zuckte dann mit den Schultern. “Ja. Stimmt schon.“

Die Nachrichtensprecherin bedankte sich bei der Reporterin und Owen schaltete ab. Tosh warf einen Blick zu Jacks Büro. Die Jalousien und die Tür waren geschlossen. Sie konnte nicht erkennen, ob er da war. Geschlossene Jalousien galten aber allgemein als schlechtes Zeichen. Jack schottete sich ab. Ob das nun aus einer spontanen Laune heraus geschah oder weil das Team wütend auf ihn war, wusste sie nicht. Es könnte sogar eine Kombination aus beidem sein.

Owen streckte die Beine aus und legte sie auf seinem Schreibtisch ab. Die Tastatur auf dem Schoß, Kaffee auf dem Schreibtisch, daneben ein Bagel und auf einem der Bildschirme hatte er aktuelle Berichte aus der Gerichtsmedizin der Polizei von Cardiff geöffnet – Owen war offenbar bereit, in den Arbeitsmodus zu wechseln. Tosh verschränkte die Arme und lehnte sich neben seinen Füßen an den Schreibtisch. “Ist Jack schon da?“, fragte sie.

“Wann ist Jack nicht da?“, fragte Owen übellaunig und warf dem Büro einen bösen Blick zu. Tosh bemerkte eine Bewegung in den Schatten des Durchganges zwischen Jacks Büro und Owens Autopsieraum. Einen Moment später trat Ianto in den Hauptraum der Basis. Er trug einen großen roten Plastikeimer in gelb behandschuhten Händen und er hätte wie ein Tierpfleger gewirkt, wenn nicht der korrekt sitzende Anzug und die sorgfältig gerichteten dunklen Haare gewesen wären. Owen, der mit dem Rücken zu ihm saß, schien ihn nicht bemerkt zu haben.

Tosh bekam viel zu selten eine solche Gelegenheit. Sie zwinkerte Ianto zu und fragte Owen: “Und ist Ianto schon da?“

Ianto schenkte ihr ein schwaches Lächeln und kam langsam lautlos näher.

Owen seufzte. “Ist er nicht oben?“

Tosh schüttelte den Kopf. Owen zuckte mit den Schultern. “Dann füttert er wahrscheinlich gerade die Weevils.“

Ianto stand inzwischen direkt hinter ihm und sagte laut: “Was im Prinzip überhaupt nicht nötig wäre.“

Owen zuckte zusammen und fluchte, bevor er sich zu ihm umdrehte. Tosh lachte und kehrte zu ihrem Arbeitsplatz zurück. Owen warf ihr einen bösen Blick hinterher, dann sah er zu Ianto auf. “Wie lange stehst du schon da?“, fragte Owen.

“Eine Weile“, antwortete Ianto.

“Super-Geheimagent Owen Harper“, spottete Tosh. “Und er merkt es nicht mal.“

Owen machte eine Geste in ihre Richtung, die bei Ianto zu einem leisen, tadelnden Räuspern führte. Er stellte den Eimer, in dem er das Fleisch für die Weevils transportiert hatte, auf Owens Schreibtisch. “Es gibt ein Problem mit Stuart.“

“Stuart?“, fragte Owen.

“Es frisst kaum und das, was es frisst, erbricht es wieder.“

“Und warum erzählst du mir das?“

“Weil es merkwürdig ist und möglicherweise kein gutes Zeichen. Du bist der Arzt hier. Du solltest es untersuchen.“

“Sind wir das Rote Kreuz?“

“Es verhält sich nicht wie sonst, etwas apathisch. Vielleicht hat es einen Tumor.“

Das Eingangstor rollte zur Seite und Gwen betrat den Hauptraum. “Morgen!“, rief sie. Tosh winkte ihr abgelenkt zu, bereits voll und ganz in ihre Arbeit vertieft. Owen ignorierte sie und Ianto gab ihr ein freundliches “Guten Morgen“ zurück, bevor er sich wieder auf Owen konzentrierte.

Der seufzte tief und sah ungeduldig zu Ianto auf. “Und das sollte mich interessieren, weil ...?“

“Es etwas ansteckendes sein könnte“, antwortete Ianto.

Von ihrem Platz aus fragte Gwen besorgt: “Was könnte ansteckend sein?“

Owen verdrehte die Augen. “Stuart kränkelt und Ianto bricht deshalb gleich in Panik aus.“

Gwen sah zu Ianto, der mit einem so ungerührtem Gesicht, wie er es immer trug, neben Owen stand und ihn ruhig anblickte. Gwen hob die Augenbrauen. “Das ist Iantos Panikgesicht?“ Sie zuckte mit den Schultern. “Wirf doch einen Blick auf Stuart. Kann nicht schaden.“

Genervt hämmerte Owen einen Suchbegriff in seine Tastatur. “Seit wann bin ich der Dr. Dolittle der Weevils?“

Von seiner Bürotür aus sagte Jack: “Jeder unserer Gefangen ist automatisch unsere Verantwortung. Weevils sind denkende, fühlende Wesen, also gehst du jetzt da runter und führst eine kurze Untersuchung durch.“

Es wurde augenblicklich still und die Stimmung gedrückter. Tosh konzentrierte sich auf ihre Arbeit, während Gwen Jack mit zusammengekniffenen Augen ansah. Owen schnaubte, stand auf und ging zum Autopsieraum, um seine Sachen zu holen. Ianto wandte sich an Jack. “Kaffee, Sir?“

“Danke dir, Ianto“, antwortete Jack nickend. Er kehrte in sein Büro zurück.

“Denkend und fühlend ...“, murmelte Gwen. “Wie Jasmine ...“

Ianto sah sie scharf an und sie senkte den Blick.

Kapitel 3
Masterliste

Comments

( 2 comments — Leave a comment )
berthe51
Feb. 17th, 2011 10:02 am (UTC)
Das wird bestimmt spannend!
Als ewiger stummer Mitleser deiner Stories, will ich nun endlich mal ein Lob loswerden.
Das hier geht wieder sehr gut los, ist hervorragend, man könnte sagen professionell geschrieben und ich werde jeden Tag nach einer Fortsetzung schauen. Weiter so!
jolinarjackson
Feb. 17th, 2011 03:58 pm (UTC)
Re: Das wird bestimmt spannend!
Danke. :)
( 2 comments — Leave a comment )