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Inhalt: Charlie starrte ihn forschend an, während Ian einen Arm um seine Hüfte legte und ihm mit der freien Hand die dunklen Locken aus der Stirn strich. “Sag ja“, flüsterte Ian.

Pairing: Charlie/Ian Edgerton
Rating: NC-17
Spoiler: Sniper Zero, Toxin, Two daughters, Spree, Hot Shot
Setting:
reicht von Season 1 bis Season 3
Warnungen: Slash, Sex, böse Worte
Anmerkungen: Geschrieben für die Numb3rs-New Year-Challenge. Ich antworte hiermit auf die Prompts von Truthwritaslies: 1. How they got together und 2. A fight bad enough that it nearly breaks them up, but then something happens and they don’t (nimmt aber nur einen kleinen Teil der Story ein)

Beta: cpwatcher – danke!

Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Numb3rs und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Teil 1 findet ihr hier
Nicht der Typ Mann Masterlist


4.


Ian konnte ihn atmen hören. Er presste sich enger an die Wand und blickte vorsichtig um die Ecke, aber außer nächtlichen Schatten war nichts zu erkennen. Aber er konnte ihn hören. Ian duckte sich und schlich im Schutz der Schatten vorwärts. Er stoppte, lauschte und machte sich zum Angriff bereit, sein Körper angespannt. Mit einer plötzlichen Bewegung glitt er lautlos durch den Raum und ergriff Charlies T-Shirt. Charlie machte einen überraschten Laut und fiel, als Ian ihm ein Bein stellte. Der Agent landete auf dem kleineren Mann und drückte seine Handgelenke zu Boden. Er lachte. “Das war zu einfach.“

“Autsch!“, antwortete Charlie und Ian schaltete besorgt die Stehlampe direkt neben ihnen ein. Licht vertrieb die Schatten und verwandelte das Trainingsgelände zurück in Charlies Wohnzimmer.

“Bist du verletzt?“, fragte Ian.

Charlie schüttelte den Kopf. “Nur blöd gelandet“, antwortete er.

“Sicher?“ Ian wollte aufstehen und Charlie genauer untersuchen, aber die Beine des jüngeren Mannes hielten ihn fest.

“Sicher“, antwortete Charlie. Er lächelte. “Ich bin nicht zum Nahkämpfer geboren.“

“Dir fehlt nur die Übung.“

Charlies Hand fuhr durch Ians dunkle Haare. “Könnten wir das Training trotzdem beenden?“

Ian setzte ein übertrieben nachdenkliches Gesicht auf. “Ich weiß nicht, Professor. Bisher hast du dich nicht gerade zu meiner Zufriedenheit selbst verteidigt.“ Er ließ sich in einen erhitzten Kuss ziehen und rollte seine Hüften. Charlies offensichtliche Erektion stieß durch zwei Schichten Stoff gegen seine und Ian lächelte. “Wir könnten das Training verschieben.“ Charlies Hand glitt unter Ians T-Shirt zog dann ungeduldig an Ians Jogginghose. Ein Blick auf die Uhr an der Wand versicherte Ian, dass sie das Haus noch mindestens zwei Stunden für sich haben würden und er schob eine Hand in Charlies Pyjamahose. Charlie hob die Hüften an und Ians Hand glitt zu seinem Hintern. Charlie stöhnte und warf den Kopf zurück und Ian nutzte die Gelegenheit, um an seiner Kehle zu knabbern.

Ein Räuspern ließ Charlie so heftig in die Höhe fahren, dass er sich den Kopf am Wohnzimmertisch anschlug. Sein Knie traf Ian in den Schoß. Ian keuchte vor Schmerz und krümmte sich zusammen, was durch Charlies Versuche, ihn von sich runter zu schieben, verhindert wurde. Als er schließlich drei Treffer von Charlies Knie in seinen Magen später unsanft auf dem Teppich landete, hatte sich der Schmerz bereits unerträglich ausgebreitet. Ian rollte sich zusammen und wimmerte leise. Charlie kam auf die Füße und fuhr sich durch die Haare. “Dad!“, sagte er atemlos. Ian stöhnte auf. “Du bist schon zurück“, stellte Charlie fest. Die Haustür fiel zu und Charlies nächste Worte ließen Ian erstarren. “Und du hast Don mitgebracht.“ Ian richtete sich auf und spähte über die Kante des Couchtisches, nicht sicher, ob er die Deckung verlassen wollte. Alan hielt Einkäufe in den Armen, Don einige Akten. Beide wirkten sprachlos.

Ian versuchte den Schmerz zu ignorieren und stand auf. “Gut. Charlie“, sagte er, “wir arbeiten noch an der … Selbstverteidigungssache. Am Nahkampf. Ich bin … noch nicht zufrieden.“ Don starrte ihn an und Ian fühlte sich gezwungen, sicherzugehen, dass er seine Waffe nicht griffbereit hatte. Er setzte ein Grinsen auf. Charlie räusperte sich und stieß Ians Hüfte an. Der Agent blickte an sich herunter und zog dann rasch seine Hose hoch. Dann lächelte er Alan an. “Ihr Sohn macht Fortschritte. Im Nahkampf.“ Er ging zur Tür, machte einen großen Bogen um Don. “Mr. Eppes. Don.“ Damit öffnete er die Tür.

“Ihre Schuhe“, sagte Alan in die Stille hinein.

“Was?“, fragte Ian verwirrt.

“Sie haben Ihre Schuhe vergessen.“

Allmählich gelangte alles Blut zurück in Ians Gehirn und er lachte. “Ja“, meinte er.

“Okay, das ist albern“, meinte Charlie plötzlich, scheinbar ebenfalls wieder im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, “Wir … Ian und ich …“ Er brach ab und schluckte.

“Du bist schwul?“, entfuhr es Don.

“Nein“, antwortete Charlie. “Ein bisschen“, revidierte er dann.

“Ein bisschen?“, fragten Don und Ian gleichzeitig.

“Mehr als nur ein bisschen, wenn man bedenkt wie sehr du …“, begann Ian mit einem schmutzigen Grinsen, brach aber ab, als Don ihm einen tödlichen Blick zuwarf.

Alan schüttelte enttäuscht seufzend den Kopf. “Charlie …“

“Ich weiß“, unterbrach sein Jüngster ihn sofort, “Es tut mir leid, Dad. Ich weiß nicht … also da war … dieser Student in Princeton, mit dem ich-“

“Ja, ja“, winkte Alan ab, “ich weiß, deine Mutter hat es mir erzählt. Aber warum verschweigst du mir, dass du einen festen Freund hast?“

“Fester Freund?“, fragte Ian ratlos. Charlie und er waren alles andere als das. Sie trafen sich, wenn Ian in der Stadt war. Ian konnte das schwerlich als Beziehung bezeichnen.

“Du wusstest es?“, zischte Don fassungslos.

“Du hast nichts dagegen?“, fragte Charlie.

“Ich bin in den 60ern groß geworden, Charlie. Freie Liebe. Ich muss sagen, ich selbst habe mal-“

“Whoa!“, unterbrach Don panisch, “Das wollen wir gar nicht hören, Dad.“

“Fester Freund?“, fragte Ian wieder, dieses mal an Charlie gewandt.

Alan nickte und blickte ihn an. “Ja. Ich hätte mehr Brötchen für morgen früh geholt, wenn ich gewusst hätte, dass Sie hier sein würden.“ Ian hatte eigentlich nicht geplant, bis zum Morgen zu bleiben. Er hatte nicht das Gefühl, dass Don diese Antwort schätzen würde. Er wirkte jetzt schon bereit, ihn umzubringen. “Ich mache Abendessen“, verkündete Alan vergnügt und verschwand Richtung Küche.

Don starrte ihm fassungslos hinterher. “Dad“, sagte er.

“Don“, antwortete Charlie und trat auf seinen Bruder zu. Ian sah ihm an, wie nervös er war. Er wusste, wie viel Charlie die Anerkennung seines Bruders bedeutete. “Bist du okay?“, fragte Charlie.

Don starrte ihn an und schüttelte dann den Kopf. Er schien über seine Überraschung hinweg zu kommen. “Wie lange läuft das zwischen euch schon?“

Charlie blickte zu Ian und der antwortete: “Eigentlich seit fast zwei Jahren … sozusagen.“

“Zwei Jahre“, wiederholte Don. Er legte die Akten in seiner Hand endlich zur Seite. “Ich habe nichts gemerkt“, fuhr er fort. Ian zuckte mit den Schultern.

Charlie legte eine Hand auf Dons Arm. “Donnie?“ Sein Bruder blickte zu ihm. “Sind wir okay?“, fragte Charlie unsicher.

Don seufzte tief. “Sicher, ich bin nur … ich brauche einen Moment.“ Er blickte zu Ian, eine Warnung in seinen Augen, die der Scharfschütze nur zu deutlich verstand. Er nickte Don zu.

Alan rief aus der Küche: “Agent Edgerton, warum helfen Sie mir nicht mit dem Salat?!“ Ian blickte ratlos zu Charlie und der nickte ihm ermutigend zu. Alan öffnete die Küchentür. “Sie bleiben doch zum Essen, nicht wahr?“

Ian zögerte einen Moment, dann nickte er. “Sicher.“

Er war nicht der Typ Mann, der eine Einladung ausschlug.


TBC


Weiter zu Teil 5
Nicht der Typ Mann Masterlist