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Lie To Me: Selbsttäuschung (Fanfiction)

Selbsttäuschung

Worte: 565
Inhalt: Eli hatte ein so ausdrucksstarkes Gesicht. Cal liebte es, ihn zu beobachten.
Charaktere: Cal Lightman, Eli Loker
Pairing: Cal/Eli
Rating: PG-13
Spoiler: Keine
Setting: Season 1
Anmerkungen: Meine erste Lie To Me-Fanfiction. Also seid gnädig. Ich weiß nicht, ob ich mehr für dieses Fandom machen werde, aber diese Story hat mich überrascht und ich musste sie schreiben. Irgendwie braucht dieses Pairing auch jede Story, die es kriegen kann, was mich wirklich überrascht.
Feedback: Brauche ich wie Luft zum Atmen.
Disclaimer: Diese Fanfiction wurde nicht zu kommerziellen Zwecken verfasst. Die Serie Lie To Me und die in ihr vorkommenden Personen gehören den verantwortlichen Produzenten und Autoren. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

***
***


"Ich liebe dich nicht", sagte Eli und zog seine Jacke an.

Cal streckte sich, noch immer völlig nackt unter der Bettdecke, und verschränkte einen Arm hinter dem Kopf. "Hm", machte er. "Wie kommst du jetzt darauf?"

"Ich wollte es nur gesagt haben", antwortete Eli. Er hielt den Kopf gesenkt und nestelte an dem Reißverschluss der Jacke wie ein Kleinkind. "Das hier ist nur Gewohnheit."

"Ich stimme zu", antwortete Cal. "Aber eine gute."

Eli sah auf und ein Lächeln lag auf seinen Lippen – es war falsch. Cal sah genauer hin und … oh, da war es! Genau danach hatte er gesucht. "Du kränkst mich", sagte er.

Eli nahm seine Tasche von der abgenutzten Couch in der Ecke. Das Hotel war billig, aber nicht abstoßend. Ebenso wie ihre Büroaffäre.

"Inwiefern?", fragte Eli.

"Du solltest es besser wissen, als mich anzulügen."

Elis Augenbrauen schossen nach oben, seine Augen weiteten sich und seine Lippen wurden schmaler … Angst. Eli hatte ein so ausdrucksstarkes Gesicht. Cal liebte es, ihn zu beobachten. Bei der Arbeit: Stille Sturheit, offene Rebellion oder eifrige Brillianz. Kollegen gegenüber: Standhafte Unterstützung, trockener Humor oder ehrliche Kritik. Cal gegenüber, allein in Hotelzimmern, im Bett: Sorgfältig dosierte Leidenschaft, Unsicherheit und verzweifeltes Verlangen. Cal mochte diesen Eli am liebsten, denn er war noch immer ein Rätsel, da er Cal noch immer überraschen konnte. Wie zum Beispiel, wenn er kam: Immer versteckte er sein Gesicht in Cals Halsbeuge – aus Angst, etwas zu zeigen, das er verstecken wollte. Cal hatte mal geglaubt, er wüsste über Eli Bescheid. Dann hatten sie angefangen, miteinander zu schlafen, und Eli war ihm wieder ein Rätsel.

Eli ignorierte die versteckte Anschuldigung und ging zur Tür. "Ich muss gehen", murmelte er.

"Warum hast du es gesagt?", fragte Cal.

Eli erstarrte, sein Rücken Cal zugewandt. Er antwortete nicht.

Cal hakte nach: "Du hättest es nicht erwähnen müssen, also warum hast du es getan?" Er beobachtete, wie Eli den Kopf senkte – Scham –, hörte ihn nach Luft schnappen – Nervösität – und sah, wie er die Schultern hochzog – Schutz vor etwas. Vor Cal.

Eli legte seine Stirn an die Tür – Kapitulation. "Ich weiß nicht."

"Du kannst mich nicht belügen."

"Ich weiß."

"Vielleicht hast du versucht, jemand anderen zu belügen?"

Eli drehte sich um. Klare, aufmerksame Augen – Neugierde.

Cal fuhr fort: "Vielleicht wolltest du dich selbst belügen." Nun war Cal neugierig. "Hat es funktioniert?"

Eli senkte wieder den Kopf, seine Turnschuhe rieben gegen den hässlichen Teppich.

Cal seufzte. "Na ja, Selbsttäuschung funktioniert nie wirklich."

Eli stand an der Tür wie ein Kind, das angeschrien worden war. Er sprach nicht, er sah ihn nicht an – beschämt.

Cal räusperte sich. "Sieh mich an, Loker."

Eli gehorchte zögernd.

Cal sagte: "Ich liebe dich nicht."

Eli starrte ihn an – beobachtend, abschätzend, analysierend. Er fand nur die Wahrheit. Schließlich senkte er wieder den Blick. "Okay."

"Wir sprechen nicht mehr darüber. Am Freitag werde ich um sieben wieder hier sein. Ich warte bis um acht. Solltest du nicht kommen, dann ist das hier vorbei, aber es wird die Arbeit nicht beeinflussen. Deine Entscheidung."

Eli nickte. Er öffnete die Tür.

"Loker", sagte Cal. Er wartete, bis Eli ihn widerwillig ansah, dann sagte er: "Ich schätze und respektiere dich. Sag mir, was du siehst."

Elis Stimme kam zögerlich. "Das ist die Wahrheit."

"Gut", sagte Cal und nickte. "Ich dachte nur, das solltest du wissen."

Eli nickte langsam und ging.


ENDE
03/11

Komplette Fanfiction Masterlist

Comments

( 2 comments — Leave a comment )
freaky_nea
Mar. 4th, 2011 06:05 pm (UTC)
Das ist wirklich gut geschrieben. Und Du hast Recht, dieses Pairing braucht so viel mehr! <3
jolinarjackson
Mar. 5th, 2011 03:38 pm (UTC)
Danke. :)
Ich habe gestern den Tag damit verbracht, nach solchen Stories zu suchen. Gen wäre ja auch okay gewesen, solange es nur auf die Cal-Eli-Sache eingeht, die da vor sich hin brodelt. Aber da gibt es einfach so gut wie nichts und das ist etwas enttäuschend.
( 2 comments — Leave a comment )